Abfahrtstraining

12. Dezember 2012 14:31; Akt: 12.12.2012 17:56 Print

Zurbriggen setzt ein Ausrufezeichen

Nach einem verkorksten Saisonstart gelingt Silvan Zurbriggen im ersten Training zur Abfahrt in Val Gardena eine massive Steigerung. Der Walliser fährt auf Platz 6. Schnellster ist Aksel Lund Svindal.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Mit Silvan Zurbriggen gelang in Val Gardena immerhin einem Schweizer im ersten Training zur Weltcup-Abfahrt vom Samstag eine deutliche Steigerung. Der Walliser belegte Platz 6, mit gut sechs Zehnteln Rückstand auf die Bestzeit von Aksel Lund Svindal.

Nach den Schlappen der Schweizer Abfahrer zum Saisonstart in Übersee war Silvan Zurbriggen bemüht, keine allzu grosse Euphorie aufkommen zu lassen. Ein kleines Lebenszeichen sei es gewesen, dieser 6. Rang im Training, «mehr aber auch nicht. Wir mussten wirklich hart unten durch. Wir bemühten uns, die Geduld zu bewahren. Aber die letzte Zeit verlief doch recht hektisch.» Die Ränge 24 und 45 hatten für ihn persönlich in Lake Louise und Beaver Creek resultiert.

Gute Erinnerungen an Val Gardena

Nun aber hofft Zurbriggen, im Grödnertal Gegensteuer geben zu können. «Wir fanden zuletzt in St. Moritz sehr gute Trainingsbedingungen vor und konnten zusammen mit den Trainern und Serviceleuten optimal arbeiten. Vielleicht hat es ja etwas genützt.» Val Gardena ist für ihn ohnehin ein spezieller Boden. Hier errang Zurbriggen vor zwei Jahren seinen bisher einzigen Sieg in der Weltcup-Abfahrt, mit der Nummer 23, mit der er auch gestern unterwegs war. «Solche Kleinigkeiten», betonte er, «geben zusätzlich Mumm.»

Zurbriggen war indes in der ersten Übungsfahrt einsam und allein vorne vertreten. Neben ihm schaffte es keiner von Swiss-Ski in die Top 30, was sich nicht allein damit erklärt, dass die Piste nach einem längeren Unterbruch immer bessere Zeiten zuliess. Der Österreicher Patrick Schweiger, gestartet mit Nummer 39, hatte nach einem Sturz mit dem Helikopter geborgen werden müssen. Der 22-jährige Salzburger erlitt eine Verletzung im linken Knie.

Weitere Vorstösse von Aussenseitern

Der Italiener Werner Heel (Nummer 57) und der Amerikaner Steven Nyman (Nummer 42/Gewinner der Abfahrt in Val Gardena 2006) setzten sich danach noch vor Zurbriggen, daneben nutzten viele weitere Aussenseiter die Chance zu einem rangmässigen Vorstoss. Die unerfahrenen Schweizer wie Weltcup-Newcomer Nils Mani oder Christian Spescha, erstmals beraten vom zurückgetretenen Didier Cuche, konnten jedoch dessen Tipps und die besser gewordenen Verhältnisse zu keinem Exploit nutzen.

Auch die Präsenz von Beat Feuz vermochte die Schweizer nicht zu beflügeln. Feuz wohnt derzeit bei seiner österreichischen Freundin in Innsbruck, in die dortige Uni-Klinik begibt er sich auch regelmässig zur Kontrolle seines verletzten Knies. Da Val Gardena nicht weit von Innsbruck entfernt liegt, nutzte er dies zu einem kurzen Abstecher über den Brenner.

Feuz sah dabei eine starke Vorstellung von Aksel Lund Svindal. Der Norweger, zum Saisonstart in Lake Louise sowohl Sieger in der Abfahrt als auch im Super-G, realisierte seine bereits dritte Trainings-Bestzeit in diesem Winter. Um vier Hundertstel war er schneller als der kanadische Weltmeister Erik Guay. Der Österreicher Klaus Kröll, letzten Winter Gewinner der kleinen Kristallkugel in der Abfahrt, landete 0,10 Sekunden zurück auf Platz 3.

Val Gardena (It). Erstes Training für die Weltcup-Abfahrt vom Samstag:
1. Aksel Lund Svindal (No) 1:58,73.
2. Erik Guay (Ka) 0,04 zurück.
3. Klaus Kröll (Ö) 0,10.
4. Werner Heel (It) 0,22.
5. Steven Nyman (USA) 0,55.
6. Silvan Zurbriggen (Sz) 0,64.
7. Alexandre Bouillot (Fr) 0,75.
8. Otmar Striedinger (Ö) 0,78.
9. 5. Hannes Reichelt (Ö) 0,84.
10. Silvano Varettoni (It) 0,96.
Ferner: 23. Christof Innerhofer (It) 1,47. 33. Patrick Küng (Sz) 1,85. 40. Marc Gisin (Sz) 2,03. 43. Carlo Janka (Sz) und Vitus Lüönd (Sz) 2,18. 49. Didier Défago (Sz) 2,46. 54. Christian Spescha (Sz) 2,79. 56. Sandro Viletta (Sz) 2,90. 66. Nils Mani (Sz) 5,19
69 Fahrer gestartet, 67 klassiert.

(si)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • schneider, kurt am 13.12.2012 12:01 Report Diesen Beitrag melden

    ausrufezeichen?

    ein ausrufezeichen würde er setzen, wenn er sich im rennen auf das podest kämpfen würde. alles andere ist eine notiz am rande...

  • H.-Fivian am 12.12.2012 16:35 Report Diesen Beitrag melden

    Unbegreiflich

    Es will mir einfach nicht in den Kopf, dass immer wieder so viel über die Trainings geschrieben wird. Einige richten sich vor dem Ziel schon auf und einige fahren voll durch. Die Zeiten sind doch kein Massstab für Resultate beim Rennen.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • schneider, kurt am 13.12.2012 12:01 Report Diesen Beitrag melden

    ausrufezeichen?

    ein ausrufezeichen würde er setzen, wenn er sich im rennen auf das podest kämpfen würde. alles andere ist eine notiz am rande...

  • H.-Fivian am 12.12.2012 16:35 Report Diesen Beitrag melden

    Unbegreiflich

    Es will mir einfach nicht in den Kopf, dass immer wieder so viel über die Trainings geschrieben wird. Einige richten sich vor dem Ziel schon auf und einige fahren voll durch. Die Zeiten sind doch kein Massstab für Resultate beim Rennen.

    • arthur Müller am 12.12.2012 17:47 Report Diesen Beitrag melden

      Blauäugig?

      Das haben wir doch schon oft erlebt, die Trainings sind doch bei den Spitzenfahrern nicht ernst zu nehmen. Warum machen sich die Herren Berichterstatter so grosse Hoffnungen, die Realität kehrt trotzdem zurück.

    einklappen einklappen
infografik