Paralympics

10. März 2010 10:23; Akt: 10.03.2010 10:25 Print

Thomas Pfyl Schweizer FahnenträgerThomas Pfyl Schweizer Fahnenträger

Skirennfahrer Thomas Pfyl (Schwyz) wird am Freitag an der Eröffnungsfeier der Paralympics in Vancouver (12.-21. März) die Schweizer Fahne tragen. Mit 44 Nationen und 507 Athleten und Athletinnen in fünf Sportarten weisen die Winterspiele einen Teilnahmerekord auf.

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Der 23-jährige Pfyl wurde aufgrund seiner Erfolge an den Paralympics in Turin 2006 durch die Delegationsleitung zum Fahnenträger ernannt. Er hat sich entschieden, das Team beim Einmarsch anzuführen, obwohl tags darauf die Abfahrt auf dem Programm steht. Vor vier Jahren schaffte es der Alpin-Allrounder mit Silber (Slalom) und Bronze (Riesenslalom) als einziger Schweizer aufs Podest. Pfyl (Hemiplegie rechts seit Geburt) gehört auf den olympischen Strecken in Whistler wiederum zu den Schweizer Hoffnungsträgern.

Auf dem gleichen Niveau wie der zweifache Weltcup-Gesamtsieger (2006/07, 2007/08) carvt Michael Brügger (Plasselb). An der WM 2009 stand der fünf Jahre ältere WM-Zweite (Abfahrt) und WM-Dritte in der Superkombination als einziger Schweizer zweimal auf dem Podest. Pfyl erinnert vom Naturell her an Benjamin Raich (Ö), Brügger eher an Bode Miller (USA). Das Mitfavoriten-Trio komplettiert Rollstuhlsportler Christoph Kunz (Adelboden), der in der laufenden Saison die Weltcup-Abfahrt von Sestriere gewinnen konnte und auf die Teilnahme an der Eröffnungsfeier verzichtet.

Wie an den Olympischen Spielen beginnen die Wettkämpfe bei den Alpinen mit der Abfahrt und dem Super-G. Der Schweizer Chef de Mission Ruedi Spitzli (Nottwil) setzt einige Erwartungen in die Speed-Disziplinen. «Zwei Medaillen sind budgetiert. Zu Beginn ein Podestplatz wäre für den weiteren Verlauf der Spiele und für die ganze Delegation wichtig.» Cheftrainer Andreas Läuppi (Seon) schätzt die Chancen als «intakt» ein, fügt jedoch an, es müssten dem Trio bei der qualitativ und quantitativ stärker gewordenen Konkurrenz fehlerfreie Läufe gelingen.

Curler als Aussenseiter

Nach dem Turniersieg in Prag (Tsch) mit dem überraschenden Halbfinal-Erfolg über Weltmeister Kanada gehört das Rollstuhl- Curlingteam um Skip Manfred Bolliger (Zollikofen) zu den schwierig einzuschätzenden Aussenseitern. Vor einem Jahr belegten die Berner Schweizer Meister an der WM in Vancouver nur Rang 10 und liefen Gefahr, nicht selektioniert zu werden. «Seither haben sich die Curler gesteigert», attestiert Spitzli dem Quartett Fortschritte. Trainiert wird das Team von Nadia Röthlisberger (Worb), die 2002 in Salt Lake City dem Schweizer Olympia-Silber-Team angehört hatte.

Im Langlauf und Biathlon ist kaum mit einer Schweizer Spitzenklassierung zu rechnen. Handbike-Teamweltmeister Bruno Huber (Bazenheid) deutete allerdings mit dem fünften Rang beim Biathlon- Weltcup in Frankreich an, was für ihn bei einer nahezu fehlerfreien Schiessleistung möglich sein könnte.

(si)

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