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Doping
26. November 2012 15:41; Akt: 26.11.2012 15:54 Print
Fünf Olympia-Medaillengewinner von 2004 im Visier
Fünf Athleten droht der Verlust von 2004 in Athen gewonnenen Olympia-Medaillen. Nachtests sollen die Einnahme von Steroiden bewiesen haben, berichtete die «ARD-Sportschau».
Der ukrainische Olympiasieger Juri Belonog (Kugelstossen), der weissrussische Silbermedaillengewinner Iwan Tichon (Hammerwerfen) sowie die drei Olympiadritten Irina Jatschenko (WRuss/Diskus), Swetlana Kriweljowa (Russ/Kugelstossen) und Oleg Prepetschenow (Russ/Gewichtheben) werden Ende der Woche beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) in Lausanne angehört werden. Den Vorwurf, Steroide eingenommen zu haben, wiesen alle fünf in einer Stellungnahme von sich.
Trotz der positiven Dopingbefunde kritisierte die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA das IOC für den ihrer Auffassung nach unzureichenden Umgang mit Nachtests der Dopingproben. Erst auf öffentlichen Druck kurz vor Ablauf der achtjährigen Aufbewahrungsfrist wurden rund 110 der knapp 3700 Dopingproben von Athen nochmals untersucht. Nicht noch einmal analysiert wurde anscheinend die Probe vom Athener 100-m-Olympiasieger Justin Gatlin (USA), der 2006 positiv auf Testosteron getestet und gesperrt worden war. Gegenüber der «ARD-Sportschau» rechtfertigte sich Arne Ljungqvist, Chef der IOC-Medizinkommission, damit, dass nicht «nach einzelnen Athleten, sondern nach Kriterien wie Risikosportarten» ausgewählt worden sei.
(si)

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