Handball

22. November 2012 22:32; Akt: 22.11.2012 22:33 Print

Kadetten so gut wie ausgeschieden

Die Kadetten Schaffhausen sind in der Gruppenphase der Champions League nach der fünften Niederlage in der sechsten Partie so gut wie ausgeschieden.

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Eine Woche nach dem 23:33 verlor das Team von Urs Schärer auch das Heimspiel gegen Dynamo Minsk (28:33).

Vor der Partie war klar gewesen, dass die Kadetten gewinnen müssen, damit die dritte Achtelfinal-Qualifikation in Serie weiterhin realistisch ist. Von einem Sieg waren die Schaffhauser allerdings einiges entfernt, obwohl sie gut in die Partie gestartet waren. Nach einem 1:3-Rückstand (5.) hatte sie die Partie bis zum 12:11 (23.) mehr oder weniger im Griff. Die Angriffseffizienz betrug bis zu diesem Zeitpunkt starke 66,67 Prozent. Danach gelangen dem Schweizer Meister bis zur Pause in sieben Offensivaktionen nur noch zwei Treffer, sodass es zur Halbzeit 14:16 stand. Bis zur 41. Minute wuchs der Rückstand auf sechs Tore (18:23), worauf die Kadetten nie mehr näher als bis auf vier Treffer herankamen.

Dies lag einerseits an Unvermögen. Beim Stand von 20:24 beispielsweise schoss zunächst Mirko Mamic einen Penalty an den Pfosten, und im nächsten Angriff scheiterte der rechte Flügel Nikola Cvijetic mit seinem Abschluss. Andererseits traten die Weissrussen sehr abgeklärt auf. Die Gäste überzeugten als Kollektiv und konnten es problemlos verschmerzen, dass Starspieler Pawel Atman (5 Tore) in der 49. Minute eine Rote Karte kassierte.

Bei den Schaffhausern liess zu vieles zu wünschen übrig. So hätten sie in der 23. Minute höher als mit einem Treffer führen müssen. Nach dem 10:8 kassierten sie zwei Gegentore in Überzahl. Und Goalie Arunas Vaskevicius, der den Kadetten schon viele Punkte gesichert hatte, wehrte bis zu seiner Auswechslung in der 20. Minute gerade mal einen Ball ab. Und diese Parade war erst noch umsonst, da der Penalty wiederholt wurde. In den zweiten 30 Minuten steigerte sich der Litauer (total 9 Paraden), es nützte jedoch nichts mehr.

Das deutsche Talent Christian Dissinger traf zwar fünfmal, es hatte allerdings auch einige Aussetzer. Der lange verletzt gewesene Regisseur Peter Kukucka (2) gab einige schöne Pässe, er hatte aber nicht den gleichen Einfluss aufs Spiel, wie wenn er in Bestform ist. Und auch Aleksandar Stojanovic (3) erwischte nicht seinen besten Tag. Im halbrechten Rückraum fehlte Schärer jedoch eine Alternative, da Rares Jurca verletzt ist. So avancierte Andrija Pendic mit acht Treffern zum besten Werfer der Kadetten, wobei er fünfmal vom Penaltypunkt aus reüssierte.

In der nächsten Partie in der Königsklasse treffen die Kadetten am 1. Dezember auswärts auf den verlustpunktlosen Leader FC Barcelona. Ein Sieg wäre eine Sensation.

(si)

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