Silvesterlauf

16. Dezember 2012 17:10; Akt: 16.12.2012 17:18 Print

Röthlin chancenlos im Kampf um den Sieg

Trotz guter Leistungen vermochten Röthlin und Bandi nicht in den Kampf um den Tagessieg im Rennen über 8,8 Kilometer in der Zürcher Innenstadt einzugreifen.

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Philipp Bandi hat seine Karriere mit einem Erfolg beendet. Der 35-jährige Berner belegte am 36. Zürcher Silvesterlauf in seinem letzten Rennen Rang 6 und gewann als zweitbester Schweizer nach Viktor Röthlin (Rang 5) zum vierten Mal die Gesamtwertung im Post-Cup.

Trotz guter Leistungen vermochten Röthlin und Bandi nicht in den Kampf um den Tagessieg im Rennen über 8,8 Kilometer in der Zürcher Innenstadt einzugreifen. Angeführt vom Kenianer Jacob Kendagor legten die Afrikaner von Beginn an ein horrendes Tempo vor, das die Schweizer Elite nicht mitzugehen vermochte. Kendagor hielt seine Pace allerdings nicht durch und musste in der letzten von sieben Runden seinen Landsmann Patrick Ereng und den für den LC Uster startenden Eritreer Abraham Tadesse vorbeiziehen lassen. Ereng siegte am Ende in 24:58 Minuten und sorgte für den dritten kenianischen Sieg in Folge in Zürich.

Als Fünfter und damit als bester Schweizer lief Röthlin ein, der auf den Sieger 35 Sekunden verlor. «Es war ein schwieriges Rennen», sagte ein zufriedener Röthlin, «aber langsam gewöhnt man sich an den afrikanischen Schnellzug an der Spitze.» Der Obwaldner, der 2008 in Zürich gewonnen hatte, entschied immerhin das Duell gegen den drei Jahre jüngeren Bandi deutlich für sich und revanchierte sich damit für die Niederlage im Vorjahr, als er Bandi den Vortritt lassen musste. Dieser sicherte sich als Sechster und zweitbester Schweizer den Sieg in der Post-Cup-Gesamtwertung.

Für Bandi endete damit eine lange Karriere mit einem Triumph und 7000 Franken Preisgeld für den Gesamtsieg. «Es ist sehr, sehr schön mit einem solchen Erfolg aufzuhören», sagte Bandi, der 2008 an den Olympischen Spielen in Peking über 5000 m teilgenommen hatte. «Einerseits freue ich mich, dass es vorbei ist, andererseits schwingt natürlich ein Hauch von Melancholie und Wehmut mit.» In seiner Karriere gewann der Historiker und Marketing-Fachmann zehn Schweizer Meistertitel, zudem nahm er mehrmals an Europameisterschaften teil.

Den Post-Cup hatte Bandi bereits 2007, 2008 und 2011 für sich entschieden. In diesem Jahr gewann er die Strassenlauf-Serie am Ende mit 32 Punkten Vorsprung überlegen vor Röthlin, der dank dem ersten Platz in Zürich noch auf Rang 2 der Overall-Wertung vorstiess. Im Gegensatz zu Bandi, der mit Ausnahme von Uster alle Post-Cup-Läufe bestritt, nahm der Marathon-Europameister aber nur an den letzten drei der sechs Rennen umfassenden Serie teil.

Das Rennen der Frauen entschied die Kenianerin Cynthia Kosgei im Endspurt gegen ihre Landsfrau Caroline Chepkwony in 20:38 Minuten für sich. Als beste Schweizerin klassierte sich zur eigenen Überraschung die Steeple- und Cross-Spezialistin Fabienne Schlumpf im vierten Rang. Mirja Jenni verteidigte als Fünfte ihre Führung im Post-Cup souverän und gewann damit die Gesamtwertung zum dritten Mal nach 2006 und 2007.

(si)

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