Curling

12. Dezember 2012 17:20; Akt: 12.12.2012 17:23 Print

Schweizerinnen verlieren EM-Spitzenkampf

Die Schweizer Curlerinnen ziehen im Spitzenduell der Europameisterschaft in Karlstad den Kürzeren. Sie verlieren gegen Schweden 5:8, können jedoch noch aus eigener Kraft in die Playoffs vorstossen.

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Schweiz gegen Schweden, Mirjam Ott gegen Margaretha Sigfridsson: Dies war im vergangenen März der Final der Weltmeisterschaft im kanadischen Lethbridge. Damals feierten die Davoserinnen den grossen Triumph. Diesmal waren die Schwedinnen das stärkere Team - jedoch in einem Match, in dem es noch nicht um die Medaillen ging.

Für Janine Greiner, Carmen Küng, Carmen Schäfer und Mirjam Ott war es die dritte Niederlage im achten EM-Vorrundenspiel. Da Dänemark gleichzeitig eine eher unerwartete Niederlage gegen Italien einfing, haben die Schweizerinnen weiterhin alles in den eigenen Händen. Die erste Voraussetzung fürs Weiterkommen ist ein Sieg im letzten Vorrundenspiel vom Donnerstagmorgen gegen Deutschland - es sei denn, die Däninnen würden sich im Match gegen den krassen Aussenseiter Finnland ein weiteres Mal verlieren. Mit einem Sieg hätten die Schweizerinnen in jedem Fall die Teilnahme an einem Tiebreak auf sicher.

Die Schweizer Curler um Skip Sven Michel haben auf die Niederlage gegen Tschechien reagiert. Sie besiegen Deutschland 7:5 und können die Playoffs ebenfalls noch auf einer Kraft erreichen.

Die junge Schweizer Crew, die erst ihre zweite Europameisterschaft bestreitet, schlägt sich in Schweden weiterhin gut. Mit dem Erfolg gegen das deutsche Team um Skip Andreas Lang verbesserten die Adelbodner ihre Bilanz auf 5:3 Siege. In der letzten Vorrunden-Partie treffen sie heute Abend um 19 Uhr auf Aufsteiger Russland, den bisher überraschend stark aufspielenden EM-Neuling. Um ihre Chancen aufs Weiterkommen - allenfalls via ein Tiebreak - zu wahren, müssen sie diesen Match gewinnen.

Im Match gegen die Deutschen, die in Karlstad hart um die WM-Qualifikation kämpfen müssen und sogar ins EM-B-Turnier abzusteigen drohen, erkämpften sich Simon Gempeler, Sandro Trolliet, Claudio Pätz und Sven Michel den letztlich entscheidenden Vorteil mit einem "gestohlenen" Zweierhaus zur 4:1-Führung im 5. End. Im 8. End mussten sie den Ausgleich hinnehmen, behielten jedoch das Recht des letzten Steins, das sie hierauf nutzten.

(si)

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