Biathlon

14. Dezember 2012 18:01; Akt: 14.12.2012 18:02 Print

Selina Gasparin im Sprint in den Top 10

Selina Gasparin gelang im Weltcup-Sprint von Pokljuka (Sln) eine starke Leistung. Mit nur einem Schiessfehler erreichte sie den 9. Platz - für den ersten Podestplatz ihrer Karriere fehlten nur neun Sekunden.

Fehler gesehen?

Mit tiefem und nassem Schnee auf der Loipe, dichtem Schneefall und Wind präsentierten sich die Verhältnisse für die Biathletinnen in Slowenien schwierig. Diesen hatte sich Selina Gasparin gut angepasst: «Ich wollte nichts erzwingen und habe im Schiessstand sauber gearbeitet», sagte sie. Die Engadinerin lag bis zum letzten Schuss auf Podestkurs. Liegend blieb die Engadinerin fehlerfrei und auch stehend brachte sie die ersten vier Schüsse ins Ziel, ehe ihr mit dem fünften ein Randfehler unterlief. Wegen Millimetern kassierte sie eine Strafrunde, die sie aufgrund enger Abstände wahrscheinlich ihren ersten Podestplatz im Weltcup kostete.

Trotzdem überwog bei Selina Gasparin die Freude über den guten 9. Platz und die ausgezeichnete Ausgangslage für die Verfolgung von heute Samstag: «Da ist unglaublich viel drin», prognostiziert sie. Selinas jüngere Schwester Elisa verpasste als 70. die Qualifikation für den zweiten Teil. Drei Schiessfehler konnte sie auf der Loipe nicht kompensieren. Ohne Fehler schoss Gabriela Soukalova, die in Pokljuka ihren ersten Weltcupsieg feierte. Die 23-jährige Tschechin setzte sich hauchdünn mit einem Vorsprung von 2,1 Sekunden gegen die Deutsche Miriam Gössner durch, die zwei Strafrunden absolvieren musste.

Viel beachtet wurde auch der Auftritt von Gössners Teamkollegin Evi Sachenbacher-Stehle. Die zweimalige Langlauf-Olympiasiegerin debütierte im Alter von 32 Jahren im Biathlon-Weltcup. Mit einem Fehler liegend und zwei Fehlern stehend schaffte sie es auf den 59. Platz, der gerade noch zum Start in der Verfolgung berechtigt. «Das Ergebnis war nicht so toll, aber das stand nicht im Vordergrund. Ich freue mich total, dass ich noch mal in der Verfolgung laufen darf», sagte Sachenbacher-Stehle nach der Premiere.

(si)

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