Volleyball

08. Februar 2012 17:02; Akt: 08.02.2012 17:09 Print

Volero fliegt aus der Champions LeagueVolero fliegt aus der Champions League

Die Volleyballerinnen von Volero Zürich sind in der Königsklasse nicht mehr vertreten. Sie verloren das Rückspiel auswärts gegen Aserrail Baku 0:3.

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Für die Volleyballerinnen von Volero Zürich ist die Champions-League-Saison zu Ende. Die Zürcherinnen verloren im Achtelfinal gegen Aserrail Baku auch das Rückspiel. Im Gegensatz zum Heimspiel (1:3) blieben sie beim 0:3 in Aserbaidschan ohne Satzgewinn.

Aserrail Baku war für Volero schlicht eine Nummer zu gross - auch wenn der Zürcher Spitzenklub im Vorfeld von einem Wunschgegner gesprochen hatte. Hatten sie im Hinspiel vor eigenem Publikum phasenweise noch mithalten können, blieben die Zürcherinnen auswärts ohne jede Siegchance.

Während der ganzen Partie lag Volero nur gerade zu Beginn des dritten Satzes in Führung (3:0). Doch nach dem Fehlstart in den dritten Durchgang legte Baku wieder einen Gang zu. Die Nummer zwei Aserbaidschans hinter Klub-Weltmeister Rabita Baku ging mit 5:4 in Führung und erhöhte sogleich auf 15:5. Der Widerstand Voleros war damit endgültig gebrochen. Nach nur 71 Minuten beendete das Team von Trainerin Svetlana Ilic die Partie mit einem Servicefehler - Nneka Onyejekwe schlug den Ball ins Aus.

Während sich Aserrail Baku die Chance auf das Finalturnier vor heimischem Publikum wahrte, verpasste Volero Zürich zum ersten Mal bei der vierten Teilnahme den Vorstoss in die Top acht. Vor einem Jahr hatte das junge Zürcher Team in den Achtelfinals gegen Odinzowo (Russ) mit einem Exploit aufgewartet. Jede Saison darf ein solcher Erfolg von der verhältnismässig unerfahrenen Equipe jedoch nicht erwartet werden. Mit dem Überstehen der Gruppenphase hatte Volero sein Ziel bereits erreicht.

Gerade gegen Baku zeigte sich, dass Volero in dieser Champions-League-Saison weniger gefestigt war als in früheren Kampagnen. Zudem wog der Verlust der Serbin Brankica Mihajlovic - sie zog Ende Dezember leihweise zum südkoreanischen Klub Hyundai Hillstate weiter - schwer. Volero verlor damit eine seiner besten Angreiferinnen. Dementsprechend weniger Varianten besass vor allem Passeuse Bojana Zivkovic im Spielaufbau. Der Transfer unterstrich jedoch auch die Philosophie des Klubs. Volero versteht sich als (internationaler) Ausbildungsklub und strebt nicht (mehr) unbedingt kurzfristige internationale Erfolge an wie noch vor ein paar Jahren.

Die nächsten Highlights für den Schweizer Meister folgen nun auf nationaler Ebene: Die entscheidende Phase der NLA (Finalrunde) hat am letzten Wochenende begonnen; am 10. März steht zudem der Cupfinal in Bern (gegen Franches-Montagnes) im Programm. Ob Volero auch kommende Saison wieder in der Champions League mitspielt, ist noch offen. Den dazu nötigen Schweizer Meistertitel dürften sie erfolgreich und ohne Probleme verteidigen. Und auch eine neuerliche Wildcard wird der europäische Verband (CEV) dem Zürcher Klub kaum verwehren.

(si)

Liveticker

ZSC-Lions-TV
Der TV-Player benötigt einen aktuellen Adobe Flash Player: Flash herunterladen