Mats Wilander

05. Juni 2018 13:10; Akt: 05.06.2018 16:28 Print

«Das wäre für Roger doch kein Weltuntergang!»

von Simon Graf, Paris - Mats Wilander kritisiert Roger Federer für sein abermaliges Fernbleiben in Paris. So schade er dem Tennis.

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Mailand. Julien Boutter (FRA), 6:4, 6:7, 6:4. Sydney. Juan Ignacio Chela (Arg), 6:3, 6:3. Hamburg. Marat Safin (RUS), 6:1, 6:3, 6:4. Wien. Jiri Novak (CZE), 6:4, 6:1, 3:6, 6:4. Marseille. Jonas Bjorkman (SWE), 6:2, 7:6. Dubai. Jiri Novak (CZE), 6:1, 7:6. München. Jarkko Nieminen (FIN), 6:1, 6:4. Halle. Nicolas Kiefer (GER), 6:1, 6:3. Wimbledon. Mark Philippoussis (AUT), 7:6, 6:2, 7:6. Wien. Carlos Moya (ESP), 6:3, 6:3, 6:3. Masters in Houston. Andre Agassi (USA), 6:3, 6:0, 6:4. Australian Open. Marat Safin (RUS), 7:6, 6:4, 6:2. Dubai. Feliciano Lopez (ESP), 4:6, 6:1, 6:2. Indian Wells. Tim Henman (GBR), 6:3, 6:3. Hamburg. Guillermo Coria (ARG), 4:6, 6:4, 6:2, 6:3. Halle. Mardy Fish (USA), 6:0, 6:3. Wimbledon. Andy Roddick (USA), 4:6, 7:5, 7:6, 6:4. Gstaad. Igor Andrejew (RUS), 6:2, 6:3, 5:7, 6:3. Toronto. Andy Roddick (USA), 7:5, 6:3. US Open. Lleyton Hewitt (AUS), 6:0, 7:6, 6:0. Bangkok. Andy Roddick (USA), 6:4, 6:0. Masters in Houston. Lleyton Hewitt (AUS), 6:3, 6:2. Doha. Ivan Ljubicic (CRO), 6:3, 6:1. Rotterdam. Ivan Ljubicic (CRO), 5:7, 7:5, 7:6. Dubai. Ivan Ljubicic (CRO), 6:1, 6:7, 6:3. Indian Wells. Lleyton Hewitt (AUS), 6:2, 6:4, 6:4. Miami. Rafael Nadal (ESP), 2:6, 6:7, 7:6, 6:3, 6:1. Hamburg. Richard Gasquet (FRA), 6:3, 7:5, 7:6. Halle. Marat Safin (RUS) 6:4, 6:7, 6:4. Wimbledon. Andy Roddick (USA), 6:2, 7:6, 6:4. Cincinnati. Andy Roddick (USA), 6:3, 7:5. US Open. Andre Agassi (USA), 6:3, 2:6, 7:6, 6:1. Bangkok. Andy Murray (GBR), 6:3, 7:5. Doha. Gaël Monfils (FRA), 6:3, 7:5. Australian Open. Marcos Baghdatis (CYP), 5:7, 7:5, 6:0, 6:2. Indian Wells. James Blake (USA), 7:5, 6:3, 6:0. Miami. Ivan Ljubicic (CRO), 7:6, 7:6, 7:6. Halle. Tomas Berdych (CZE), 6:0, 6:7, 6:2. Wimbledon. Rafael Nadal (ESP), 6:0, 7:6, 6:7, 6:3. Toronto. Richard Gasquet (FRA), 2:6, 6:3, 6:2. US Open. Andy Roddick (USA), 6:2, 4:6, 7:5, 6:1. Tokyo. Tim Henman (GBR), 6:3, 6:3. Madrid. Fernando Gonzalez (CHI), 7:5, 6:1, 6:0. Basel. Fernando Gonzalez (CHI), 6:3, 6:2, 7:6. Masters in Schanghai. James Blake (USA), 6:0, 6:3, 6:4. Australian Open. Fernando Gonzalez (CHI), 7:6, 6:4, 6:4. Dubai. Michail Juschni (RUS), 6:4, 6:3. Hamburg. Rafael Nadal (ESP), 2:6, 6:2, 6:0. Wimbledon. Rafael Nadal (ESP), 7:6, 4:6, 7:6, 2:6, 6:2. Cincinnati. James Blake (USA), 6:1, 6:4. US Open. Novak Djokovic (SRB), 7:6, 7:6, 6:4. Basel. Jarkko Nieminen (FIN), 6:3, 6:4. Masters in Schanghai. David Ferrer (ESP), 6:2, 6:3, 6:2. Estoril. Nikolai Dawydenko (RUS), 7:6, 1:2 (w.o.). Halle. Philipp Kohlschreiber (GER), 6:3, 6:4. US Open. Andy Murray (GBR), 6:2, 7:5, 6:2. Basel. David Nalbandian (ARG), 6:3, 6:4. Madrid. Rafael Nadal (ESP), 6:4, 6:4. French Open. Robin Söderling (SWE), 6:1, 7:6, 6:4. Wimbledon. Andy Roddick (USA), 5:7, 7:6, 7:6, 3:6, 16:14. Cincinnati. Novak Djokovic (SRB), 6:1, 7:5. Australian Open. Andy Murray (GBR), 6:3, 6:4, 7:6. Cincinnati. Mardy Fish (USA), 6:7, 7:6, 6:4. Stockholm. Florian Mayer (GER), 6:4, 6:3. Basel. Novak Djokovic (SRB), 6:4, 3:6, 6:1. World Tour Finals in London. Rafael Nadal (ESP), 6:3, 3:6, 6:1. Doha. Nikolai Dawydenko (RUS), 6:3, 6:4. Basel. Kei Nishikori (JPN), 6:1, 6:3. Paris. Jo-Wilfried Tsonga (FRA), 6:1, 7:6. World Tour Finals in London. Jo-Wilfried Tsonga (FRA), 6:3, 6:7, 6:3. Rotterdam. Juan Martin Del Potro (ARG), 6:1, 6:4. Dubai. Andy Murray (GBR), 7:5 6:4. Indian Wells. John Isner (USA), 7:6, 6:3. Madrid. Tomas Berdych (CZE) 3:6, 7:5, 7:5. Wimbledon. Andy Murray (GBR), 4:6, 7:5, 6:3, 6:4. Cincinnati. Novak Djokovic (SRB), 6:0, 7:6. Halle. Michail Juschni (RUS), 6:7, 6:3, 6:4. Dubai. Tomas Berdych (CZE) 3:6, 6:4, 6:3. Halle. Alejandro Falla (COL) 7:6, 7:6. Cincinnati. David Ferrer (ESP) 6:3, 1:6, 6:2. Schanghai. Gilles Simon (FRA) 7:6, 7:6. Basel. David Goffin (BEL) 6:2, 6:2. Brisbane. Milos Raonic (CAN), 6:4,6:7,6:4 Dubai. Novak Djokovic (SRB), 6:3, 7:5. Istanbul. Pablo Cuevas (URU), 6:3, 7:6. Halle. Andreas Seppi (ITA), 7:6, 6:4. Cincinnati. Novak Djokovic (SRB), 7:6, 6:3. Basel. Rafael Nadal (ESP), 6:3, 5:7, 6:3. Australian Open. Rafael Nadal (ESP), 6:4, 3:6, 6:1, 3:6, 6:3. Indian Wells. Stan Wawrinka (SUI), 6:4, 7:5. Miami. Rafael Nadal (ESP), 6:3, 6:4. Halle. Alexander Zverev (GER), 6:1, 6:3. Wimbledon. Marin Cilic (KRO), 6:3, 6:1, 6:4. Shanghai. Rafael Nadal (ESP), 6:4, 6:3. Basel. Juan Martin del Potro (ARG), 6:7, 6:4, 6:3. Australian Open. Marin Cilic (KRO), 6:2, 6:7, 6:3, 3:6, 6:1. Rotterdam. Grigor Dimitrov (BUL), 6:2, 6:2.

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Drei Jahre ist es her, dass Roger Federer letztmals am French Open spielte. Er verlor damals im Viertelfinal in drei Sätzen gegen einen entfesselten Stan Wawrinka, der darauf das Turnier gewann. 2016 sagte Federer kurzfristig ab, 2017 und 2018 schon lange vor Turnierbeginn.

Natürlich fehlt er den Fans, die ihn 2009 richtiggehend zum Titel trugen und seine elegante Spielweise vergöttern. Doch man hat sich in der Modemetropole damit abgefunden, dass er nicht hier ist. Dass er vielleicht nie mehr an der Porte d'Auteuil auftreten wird. Alle?

Nein, nicht ganz alle. Die Sportzeitung «L'Equipe», sonst Federer sehr freundlich gesinnt, lancierte eine Polemik über sein Fernbleiben. Dies in Form einer Kolumne von Mats Wilander.

«Die Stars des Tennis sind grösser als der Profizirkus. Aber sie werden nie grösser sein als das Spiel selber»: Mats Wilander. (Archivbild Simon Graf)

«Wenn ich Federer beraten würde, würde ich ihm sagen, dass es eine gute Sache ist, nach Roland zu kommen und die guten Vibes zu spüren, die Liebe der Leute», schreibt der Schwede. «Und egal, was du für diesen Sport getan hast, du kannst nie genug tun, ihm zurückzuzahlen, was er dir gegeben hat. Man hat immer eine Verantwortung gegenüber dem Sport. Diese stirbt nie.

Die Stars des Tennis sind grösser als der Profizirkus. Aber sie werden nie grösser sein als das Spiel selber. Es existiert seit 300 Jahren. Wenn Roger nicht hierherkommt, um mit uns Party zu machen, macht das für ihn keinen Unterschied. Für uns aber verändert es alles.»

«Das wäre doch kein Weltuntergang!»

Der dreifache Paris-Sieger (1982, 85, 88) räumt ein, dass er verstehe, dass sich Federer nicht der ganzen Sandsaison verschreiben wolle. «Denn das würde ihn emotionell und punkto Selbstvertrauen fünf Jahre zurückwerfen. Die Arbeit kompromittieren, die er hineingesteckt hat, um die Ballwechsel zu verkürzen, seine Rückhand zu verbessern, den Ball früher zu nehmen, um Nadal aus dem Konzept zu bringen.»

Aber: «Ich verstehe nicht, wieso er nicht auf Sand trainiert hat, ohne Turniere zu bestreiten, zehn Tage oder so, um dann hierher zu kommen und das French Open zu spielen. Er würde ein paar Matches gewinnen, dann ausscheiden. Das wäre doch kein Weltuntergang! Er hätte einfach spielen können, ohne perfekt vorbereitet gewesen zu sein. McEnroe hat es getan. Sampras auch.»

Nächster Auftritt in acht Tagen

Doch Halbheiten sind eben nicht das Ding des Roger Federer, der sich derzeit am Zürichsee auf Rasen und Hartplatz auf die Rasensaison vorbereitet. Am Wochenende reist er nach Stuttgart, wo er am Mittwoch, den 13. Juni, seinen ersten Auftritt haben wird. Und was das French Open betrifft, hat er die Türe ja noch nicht ganz zugeschlagen. Vielleicht werde er ja noch einmal in Roland spielen, pflegt er zu sagen. Das Pariser Tennispublikum und Mats Wilander würden es ihm danken.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Karlo am 05.06.2018 13:48 Report Diesen Beitrag melden

    Rogers Entscheidung

    Solange Roger Federer kein Vertragsbruch begeht, ist es seine Entscheidung und sein Recht. Punkt.

  • Marat am 05.06.2018 13:32 Report Diesen Beitrag melden

    Wilander

    Wilander, der ewige Federer-Nörgeler. Ich mochte ihn noch nie und daran wird sich wohl auch nicht viel ändern..

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  • Mike am 05.06.2018 13:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    In 20 Jahren

    spricht man hauptsächlich über die gewonnenen Grand Slams und nicht über RG Teilnahmen. Und der grösste Konkurrent von RF ist nun mal Nadal. In Paris hat RF keine Chance deshalb konzentriert er sich auf die anderen. So einfach ist das, Herr Wilander.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Theo Graf am 09.06.2018 12:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sandmaus

    Roger ist keine Sandwühlmaus, das ist etwas für Piraten die auf einer Insel leben. Thats it Hr. Wilander!

  • Pinto am 08.06.2018 17:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    RF is King

    RF macht das genau richtig. Er hat genug für das Tennis geleistet und kann daher machen was er wil. Das man in Paris nicht erfreut darüber ist kann man verstehen. Kommen die meisten Zuschauer doch nur wegen RF zum Court. Sein Ziel wird denke ich sein noch ein Paar grosse Titel zu gewinnen.Ob es da sinnvoll ist in Paris unötig Energie zu verpulveren wage ich zu bezweifeln. Und ausserdem ist RF King. Also wird sein Handeln nicht hinterfragt!

  • Ken Jamiko am 06.06.2018 17:20 Report Diesen Beitrag melden

    ;)

    Wilander :) nimmt auch jeden Job an

  • Jangdebang am 06.06.2018 16:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Federer bleibt fern...

    weil er gegen die wirklich Grossen eh keine Chance gehabt hätte und er nur noch 2 Garde ist. Federli, schwebe davon. Das kann für den Tennissport nur von Vorteil sein.

  • Anna Sverige am 06.06.2018 14:53 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn Rog 10 Jahre jünger wäre!

    Könnte man die Aussage von Mats ernst nehmen!;)