Roger Federer

11. Februar 2012 17:31; Akt: 11.02.2012 19:53 Print

«Es ging alles etwas in die Hose»

Nach drei Partien steht die Schweiz in der Davis-Cup-Begegnung gegen die USA bereits als Verliererin fest. Roger Federer erklärt, dass der Wurm drin war, hadert aber nicht mit dem Schicksal.

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Die Schweizer verlieren das Davis-Cup-Duell gegen die USA mit 0:5. Roger Federer & Co. sind entsprechend traurig nach dieser Klatsche. Nach dem bereits besiegelten Aus und dem 0:3-Rückstand kommen am Sonntag Michael Lammer und Marco Chiudinelli in den Genuss, vor dem Heimpublikum aufzuspielen. Roger Federer ist dennoch in der Halle, um seine Teamkollegen anzufeuern. Dort unterstützt er sein Team während den letzten beiden Davis-Cup-Partien tatkräftig. Lammer gegen Ryan Harrison (ATP 95) wie auch Chiudinelli gegen John Isner gehen jedoch als Verlierer vom Platz. Der Heimauftritt in Fribourg ist Geschichte. Enttäuschte Gesichter bei den Beteiligten. Auch wenn das Duell gegen die USA bereits entschieden ist, wird in Fribourg nochmals die Unterlage poliert. Hängende Köpfe bei den Schweizern: Auch das Doppel ging verloren. Jubel hingegen bei den Amerikanern. Mardy Fish und Mike Bryan haben das 3:0 für die USA besiegelt. Auch die lautstarke Unterstützung der Schweizer Fans nützte nichts. «Kopf hoch»: Roger Federer bedarf nach der frustrierenden Pleite gegen John Isner des Trostes von Teamcaptain Severin Lüthi. Die wenigen US-Fans in Fribourg hatten am Ende des Tages mehr zu jubeln... ... als die vielen Schweizer Zuschauer. Derweil kümmert sich der US-Crack um seine Fans und lässt verlauten, «das Spiel meiner Karriere» gezeigt zu haben. 2:6, 6:4, 6:4, 1:6 und 7:9 in 4 Stunden und 26 Minuten: Stanislas Wawrinka muss sich im Marathon-Krimi Mardy Fish beugen. Die Weltnummer 8 legt damit für das US-Team vor. Am Freitagmittag wurde die Davis-Cup-Runde gegen die USA eröffnet. Die Nationalhymnen wurden mit dem Alphorn gespielt. Die Auslosung will es so, dass Roger Federer in seinem ersten Einzel auf John Isner trifft. Federer schreitet etwas unsicher vor der gegnerischen Mannschaft vorbei. Das obligate Gruppenbild. Als Glücksfee bei der Auslosung amtete der frühere russische Hockeystar Wjatscheslaw Bykow, der auch für Fribourg spielte. Ein Autogramm des Maestro durfte natürlich nicht fehlen. Roger Federer interessiert sich während einer Trainingspause für Stanislas Wawrinkas Tochter Alexia. Ein lockeres Tête-à-tête der beiden Tennis-Stars mit ihrem Captain. Die Kleine untersucht Papis Arbeitsgerät. Wawrinkas Ehefrau Ilham Vuilloud beobachtet das Geschehen aus der Distanz. Trainier doch mit diesem Racket, scheint der Tipp der Tochter zu sein. Federer kann nicht zusehen, wie sich Wawrinka aufwärmt. Auf dem Platz geht Roger Federer konzentriert zur Sache. Zwischendurch darfs auch ein bisschen lustig sein. Der spezielle Gruss der Schweizer Nummern 1 und 2. Auch chinesische Fans lieben Federer. Federer will den Amerikanern die Bälle um die Ohren hauen. Federer wird von Captain Severin Lüthi beobachtet. An der Medienkonferenz ging es auch lustig zu und her. Federer steht natürlich ganz klar im Fokus. Fribourg ist der Austragungsort der Davis-Cup-Begegnung zwischen der Schweiz und den USA. Federer gibt Stanislas Wawrinka Erklärungen. Der «Maestro» ist gut gelaunt. Die beiden besten Schweizer Tennisspieler der Gegenwart sollen es gegen die USA richten. Im Training durfte auch ein kurzes Fussballspielchen nicht fehlen.

Zum Thema
Fehler gesehen?

«Die anderen waren übers ganze Wochenende gesehen besser und deshalb muss ich das akzeptieren», zieht Roger Federer nach dem verlorenen Doppel vom Samstag nüchtern Bilanz. Nach der Partie fügte die Schweizer Nummer 1 hinzu: «Es tut mir einfach ein bisschen leid für das Publikum. »

Schnell kam die Frage an das Schweizer Team auf, ob die Platzwahl vielleicht nicht die richtige Entscheidung gewesen sei. Federer betont: «Es waren harte Bedingungen da. Wir haben nicht das Glück, dass unser Land sechs Stunden Zeitzonen hat und deshalb müssen wir in der Halle spielen.» In der Schweiz könne man fast nur die Halle als Spielort auswählen. Trotzdem ist der Maestro gerne in Fribourg angetreten. «Ich habe eine sehr gute Zeit gehabt hier in Fribourg, die Stimmung war super. Leider haben am Ende einfach die Resultate nicht gestimmt.»

Kaum etwas hat geklappt

Doch mit dem Schicksal hadern will Federer nicht. «Die anderen haben auch gut gespielt. Gestern hätten wir etwas mehr herausholen können, heute auch wieder. Es wollte einfach nicht sein. Wir hatten etwas Mühe das Wochenende.»
Die Amerikaner seien alles gute Aufschläger. «Alle vier Spieler sind grösser als wir und haben deshalb einen Vorteil.» Besonders wenn die Bälle durch den erhöhten Platz verspringen. «Es ist leider alles ein wenig in die Hosen gegangen, aber das macht nichts. Ich bin trotzdem stolz aufs Team», sagt Federer.

«Wir hatten eine gute Woche. Wir haben ein tolles Team und es macht mir Spass. Jetzt hoffe ich, dass wir morgen noch etwas herausholen können. Am Sonntag wenigstens ein paar gute Matchs spielen und dann schauen wir, wies im September weitergeht.» Er wolle dann sicher dabei sein, man müsse allerdings zuerst schauen, wie das Jahr bis dahin verlaufe.

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Roger Federer zu seiner Davis-Cup-Planung. (Quelle: 20 Minuten Online)

«Er hatte gestern den besten Tag seines Lebens!»

Des einen Leid ist bekanntlich des anderen Freud. Die Amerikaner konnten nach dem Sieg im Doppel bereits den Einzug in die nächste Davis-Cup-Runde feiern. «Es ist ein grossartiges Gefühl. Es ist einer der besseren Momente in meiner Karriere», gab Mike Bryan unmittelbar nach dem Spiel zu Protokoll. Seinem Doppelpartner Mardy Fish wand er ein Kränzchen: «Er spielte unglaublich, gestern und heute.» Auch Fish war überglücklich. «Es ist ein grossartiger Sieg für uns. Normalerweise gewinnen wir nicht so einfach auf Sand. Vorallem nicht gegen zwei so grossartige Spieler.» Doch den Grundstein des Erfolgs sieht der Amerikaner nicht im Doppel. «Der grosse Typ da drüben war es», sagt Fish und zeigt auf 2,06m-Mann John Isner. «Er zeigte gestern (gegen Roger Federer, Anm. d. Red.) das beste Match, das er je gespielt hat - und zwar um Meilen. Es war der grösste Sieg seiner Karriere. Er hatte gestern den besten Tag seines Lebens!»

Auch der Teamchef der Amerikaner zeigte sich in der Folge des Doppels hochzufrieden. Aber er betont, dass es nicht einfach gewesen sei. «Das 3:0 sieht locker aus, so war es aber nicht. Die Partien hätten auch anders verlaufen können. Wir hatten im Doppel den Vorteil, dass der Druck auf unseren Gegnern lastete.»

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Der US-Teamchef Jim Courier zum Doppel. (Quelle: 20 Minuten Online)

(mon/fbu)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • buddy s. am 12.02.2012 18:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    naja

    na klar ob djokovic, nadal, fish, verdasco oder eben isner. wen jemand gegen Roger gewinnt hatte er fast immer das beste Spiel seines Lebens. ; )

  • Maurizi am 11.02.2012 20:20 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte tretet beide zurück!

    Ihr werdet den Fans einen Gefallen tun, wenn ihr von der Bildfläche verschwinden würdet. Wenn jemand dem Roger zusieht, dann weil er ihn gewinnen sehen will. Aber er ist nur noch eine Enttäuschung. Darum bitte zurücktreten und aufhören die Leute zu enttäuschen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • buddy s. am 12.02.2012 18:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    naja

    na klar ob djokovic, nadal, fish, verdasco oder eben isner. wen jemand gegen Roger gewinnt hatte er fast immer das beste Spiel seines Lebens. ; )

  • Maurizi am 11.02.2012 20:20 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte tretet beide zurück!

    Ihr werdet den Fans einen Gefallen tun, wenn ihr von der Bildfläche verschwinden würdet. Wenn jemand dem Roger zusieht, dann weil er ihn gewinnen sehen will. Aber er ist nur noch eine Enttäuschung. Darum bitte zurücktreten und aufhören die Leute zu enttäuschen.