Roger Federer

16. Juli 2017 22:10; Akt: 17.07.2017 10:48 Print

«Es ist schwer zu sagen, ob ich 2005 besser war»

Roger Federer blickt nach seinem achten Wimbledon-Triumph zurück: Auf seine Kindheit, sein erstes Wimbledon-Highlight und sein Top-Niveau von 2005.

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Mailand. Julien Boutter (FRA), 6:4, 6:7, 6:4. Sydney. Juan Ignacio Chela (Arg), 6:3, 6:3. Hamburg. Marat Safin (RUS), 6:1, 6:3, 6:4. Wien. Jiri Novak (CZE), 6:4, 6:1, 3:6, 6:4. Marseille. Jonas Bjorkman (SWE), 6:2, 7:6. Dubai. Jiri Novak (CZE), 6:1, 7:6. München. Jarkko Nieminen (FIN), 6:1, 6:4. Halle. Nicolas Kiefer (GER), 6:1, 6:3. Wimbledon. Mark Philippoussis (AUT), 7:6, 6:2, 7:6. Wien. Carlos Moya (ESP), 6:3, 6:3, 6:3. Masters in Houston. Andre Agassi (USA), 6:3, 6:0, 6:4. Australian Open. Marat Safin (RUS), 7:6, 6:4, 6:2. Dubai. Feliciano Lopez (ESP), 4:6, 6:1, 6:2. Indian Wells. Tim Henman (GBR), 6:3, 6:3. Hamburg. Guillermo Coria (ARG), 4:6, 6:4, 6:2, 6:3. Halle. Mardy Fish (USA), 6:0, 6:3. Wimbledon. Andy Roddick (USA), 4:6, 7:5, 7:6, 6:4. Gstaad. Igor Andrejew (RUS), 6:2, 6:3, 5:7, 6:3. Toronto. Andy Roddick (USA), 7:5, 6:3. US Open. Lleyton Hewitt (AUS), 6:0, 7:6, 6:0. Bangkok. Andy Roddick (USA), 6:4, 6:0. Masters in Houston. Lleyton Hewitt (AUS), 6:3, 6:2. Doha. Ivan Ljubicic (CRO), 6:3, 6:1. Rotterdam. Ivan Ljubicic (CRO), 5:7, 7:5, 7:6. Dubai. Ivan Ljubicic (CRO), 6:1, 6:7, 6:3. Indian Wells. Lleyton Hewitt (AUS), 6:2, 6:4, 6:4. Miami. Rafael Nadal (ESP), 2:6, 6:7, 7:6, 6:3, 6:1. Hamburg. Richard Gasquet (FRA), 6:3, 7:5, 7:6. Halle. Marat Safin (RUS) 6:4, 6:7, 6:4. Wimbledon. Andy Roddick (USA), 6:2, 7:6, 6:4. Cincinnati. Andy Roddick (USA), 6:3, 7:5. US Open. Andre Agassi (USA), 6:3, 2:6, 7:6, 6:1. Bangkok. Andy Murray (GBR), 6:3, 7:5. Doha. Gaël Monfils (FRA), 6:3, 7:5. Australian Open. Marcos Baghdatis (CYP), 5:7, 7:5, 6:0, 6:2. Indian Wells. James Blake (USA), 7:5, 6:3, 6:0. Miami. Ivan Ljubicic (CRO), 7:6, 7:6, 7:6. Halle. Tomas Berdych (CZE), 6:0, 6:7, 6:2. Wimbledon. Rafael Nadal (ESP), 6:0, 7:6, 6:7, 6:3. Toronto. Richard Gasquet (FRA), 2:6, 6:3, 6:2. US Open. Andy Roddick (USA), 6:2, 4:6, 7:5, 6:1. Tokyo. Tim Henman (GBR), 6:3, 6:3. Madrid. Fernando Gonzalez (CHI), 7:5, 6:1, 6:0. Basel. Fernando Gonzalez (CHI), 6:3, 6:2, 7:6. Masters in Schanghai. James Blake (USA), 6:0, 6:3, 6:4. Australian Open. Fernando Gonzalez (CHI), 7:6, 6:4, 6:4. Dubai. Michail Juschni (RUS), 6:4, 6:3. Hamburg. Rafael Nadal (ESP), 2:6, 6:2, 6:0. Wimbledon. Rafael Nadal (ESP), 7:6, 4:6, 7:6, 2:6, 6:2. Cincinnati. James Blake (USA), 6:1, 6:4. US Open. Novak Djokovic (SRB), 7:6, 7:6, 6:4. Basel. Jarkko Nieminen (FIN), 6:3, 6:4. Masters in Schanghai. David Ferrer (ESP), 6:2, 6:3, 6:2. Estoril. Nikolai Dawydenko (RUS), 7:6, 1:2 (w.o.). Halle. Philipp Kohlschreiber (GER), 6:3, 6:4. US Open. Andy Murray (GBR), 6:2, 7:5, 6:2. Basel. David Nalbandian (ARG), 6:3, 6:4. Madrid. Rafael Nadal (ESP), 6:4, 6:4. French Open. Robin Söderling (SWE), 6:1, 7:6, 6:4. Wimbledon. Andy Roddick (USA), 5:7, 7:6, 7:6, 3:6, 16:14. Cincinnati. Novak Djokovic (SRB), 6:1, 7:5. Australian Open. Andy Murray (GBR), 6:3, 6:4, 7:6. Cincinnati. Mardy Fish (USA), 6:7, 7:6, 6:4. Stockholm. Florian Mayer (GER), 6:4, 6:3. Basel. Novak Djokovic (SRB), 6:4, 3:6, 6:1. World Tour Finals in London. Rafael Nadal (ESP), 6:3, 3:6, 6:1. Doha. Nikolai Dawydenko (RUS), 6:3, 6:4. Basel. Kei Nishikori (JPN), 6:1, 6:3. Paris. Jo-Wilfried Tsonga (FRA), 6:1, 7:6. World Tour Finals in London. Jo-Wilfried Tsonga (FRA), 6:3, 6:7, 6:3. Rotterdam. Juan Martin Del Potro (ARG), 6:1, 6:4. Dubai. Andy Murray (GBR), 7:5 6:4. Indian Wells. John Isner (USA), 7:6, 6:3. Madrid. Tomas Berdych (CZE) 3:6, 7:5, 7:5. Wimbledon. Andy Murray (GBR), 4:6, 7:5, 6:3, 6:4. Cincinnati. Novak Djokovic (SRB), 6:0, 7:6. Halle. Michail Juschni (RUS), 6:7, 6:3, 6:4. Dubai. Tomas Berdych (CZE) 3:6, 6:4, 6:3. Halle. Alejandro Falla (COL) 7:6, 7:6. Cincinnati. David Ferrer (ESP) 6:3, 1:6, 6:2. Schanghai. Gilles Simon (FRA) 7:6, 7:6. Basel. David Goffin (BEL) 6:2, 6:2. Brisbane. Milos Raonic (CAN), 6:4,6:7,6:4 Dubai. Novak Djokovic (SRB), 6:3, 7:5. Istanbul. Pablo Cuevas (URU), 6:3, 7:6. Halle. Andreas Seppi (ITA), 7:6, 6:4. Cincinnati. Novak Djokovic (SRB), 7:6, 6:3. Basel. Rafael Nadal (ESP), 6:3, 5:7, 6:3. Australian Open. Rafael Nadal (ESP), 6:4, 3:6, 6:1, 3:6, 6:3. Indian Wells. Stan Wawrinka (SUI), 6:4, 7:5. Miami. Rafael Nadal (ESP), 6:3, 6:4. Halle. Alexander Zverev (GER), 6:1, 6:3. Wimbledon. Marin Cilic (KRO), 6:3, 6:1, 6:4.

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Mit seinem 1111. Sieg auf der ATP-Tour gewann Roger Federer den Wimbledon-Final gegen Marin Cilic. Nach seinem 19. Grand-Slam-Titel äusserte er sich gegenüber mehr als 100 Vertretern der Presse aus aller Welt zu seinem achten Titel im All England Club – womit er nun alleiniger Rekordhalter ist.

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2001 schlugen Sie hier in Wimbledon Pete Sampras, heute haben Sie zum achten Mal die Trophäe in die Höhe gestemmt. Haben Sie sich dies jemals vorstellen können?
«Nein, ich hätte nie gedacht, dass ich nach dem Sieg gegen Pete einst so erfolgreich sein würde. Ich hatte gehofft, dass ich vielleicht einmal den Final erreichen und damit die Chance haben würde, den Titel zu gewinnen. Acht Titel kann man sich gar nicht zum Ziel setzen. Und wenn, dann braucht man so viel Talent sowie Eltern und Trainer, die dich ab drei Jahren beginnen zu pushen und dich als Projekt sehen. Ich war kein solches Kind. Ich war ein normaler Junge, der in Basel aufgewachsen ist und hoffte, einst Karriere auf der Tennis-Tour zu machen. Ich träumte und glaubte daran, dass ich es schaffen kann. Ich habe viel Arbeit investiert, die sich ausbezahlt hat.»

Während der Siegerehrung haben Sie gesagt, dass Sie hoffen, in einem Jahr zurückzukehren. Entscheiden Sie das Ende Jahr oder wie planen Sie?
«Ich würde gern wieder antreten. Aber da dies noch weit weg ist und im letzten Jahr viel passiert ist, versuche ich, jeweils die Gelegenheit wahrzunehmen, um den Leuten zu danken und ihnen zu sagen, dass ich hoffe, dass ich zurückkommen werde. Aber es gibt keine Garantie, vor allem mit 35 oder 36 nicht. Aber das Ziel ist definitiv, in einem Jahr zurückzukommen und den Titel zu verteidigen.»

Sie haben oft gesagt, dass die Rekorde nicht ihre Motivation seien. Was bedeutet Ihnen dieser achte Wimbledon-Sieg?
«Er ist sehr speziell. Wimbledon war und wird immer mein Lieblingsturnier sein. Meine Vorbilder haben sich auf dieser Anlage bewegt und auf diesen Plätzen gespielt. Aufgrund dieser Spieler bin ich auch zu einem besseren Spieler geworden. Während des Tages und auch während der Siegerehrung habe ich aber nicht viel daran gedacht, dass es der achte Titel ist. Ich war einfach nur glücklich, dass ich den Wimbledon-Titel gewinnen konnte, weil es ein langer und aufregender Weg mit zwischenzeitlich auch schwierigen Zeiten war.»

Ihr früherer Coach Stefan Edberg hat immer geglaubt, dass Sie noch einmal einen Grand-Slam-Titel gewinnen können. Haben Sie selbst auch nie den Glauben daran verloren?
«Ich habe fest daran geglaubt. Aber es war auch wichtig, dass mein Team und mein Umfeld immer daran geglaubt haben. Wenn du zweifelst, beruhigen diese Leute dich, wenn du dich zu gut fühlst, holen sie dich wieder auf den Boden zurück. Ich habe meine Teammitglieder ehrlich gefragt, ob sie glauben, dass ich wieder grosse Turniere gewinnen und die besten Spieler regelmässig schlagen kann. Die Antwort war von allen dieselbe: Wenn du 100 Prozent fit, gut vorbereitet und motiviert zum Spielen bist, dann ist alles möglich.»

Sie haben Wimbledon erstmals ohne Satzverlust gewonnen. Man hat immer davon gesprochen, dass Sie 2005 Ihr Topniveau erreicht haben. Wie würde das Resultat Federer 2005 gegen Federer 2017 aussehen?
«Das ist sehr schwer zu sagen. Das waren natürlich Zeiten, in denen ich kaum Matches verloren habe. Ich denke, dass ich da mein bestes Tennis gespielt habe. Ich spielte pro Saison fast 100 Matches und gewann fast 90 davon. Da hatte ich ein wahnsinnig grosses Selbstvertrauen. Ich würde schon sagen, dass ich heute vielleicht der bessere Spieler bin, einfach, weil ich mich weiterentwickeln konnte. Vielleicht serviere ich noch ein Stück besser, einfacher, mit mehr Power, auch beim zweiten Aufschlag. Ich denke, es würde sehr eng werden. Aber ob ich besser oder schlechter war, ist schwer zu beantworten. Es waren einfach andere Zeiten.»

Welche besondere Fähigkeit zeichnet Sie aus. Sind es die technischen oder vielmehr die mentalen Fähigkeiten?
«In dieser Phase der Karriere ist es sicherlich die Konstanz. Ich war zudem immer ein ‹Big-Stage-Player›, auf den grossen Bühnen fühle ich mich wohl. Mein bestes Tennis habe ich immer auf den grossen Plätzen gespielt. Als Kind hatte ich grosse Träume, ich glaubte, dass Dinge möglich sind, an die andere vielleicht nicht glaubten. Dann habe ich über die Jahre hart, sehr gut und clever trainiert und hatte immer die richtigen Leute um mich herum: meine Frau und meine Eltern, die mich immer auf dem Boden gehalten haben. Ich war sicherlich mit viel Talent gesegnet, aber ich habe auch hart gearbeitet. Nur Talent allein reicht nicht, um dies alles zu erreichen.»

Es herrschte eine merkwürdige Atmosphäre auf dem Platz, weil Marin Cilic Probleme hatte. Haben Sie deswegen Ihre Taktik geändert?
«Ich wusste nicht genau, was sein Problem war. Er hat gut serviert und Serve-and-Volley gespielt, darum hatte ich nicht gedacht, dass er Mühe habe, sich zu bewegen. Als er den Arzt rief, dachte ich, ihm sei vielleicht schwindlig. Dass ich nicht wusste, was er genau hatte, machte es für mich einfacher. Wenn einer hinkt, oder offensichtlich verletzt ist, beginnst du zu überlegen und versuchst, ein paar Stoppbälle zu spielen, um ihn zu testen. So konnte ich mich auf mein Spiel fokussieren. Klar, die Stimmung war nicht wie bei einem Fünfsatz-Thriller. Diese habe ich auch schon erlebt, weshalb ich glücklich bin, dass es heute anders war.»

Womit waren Sie im Final am meisten zufrieden?
«Ich war sehr gut vorbereitet. Ich habe am Samstag und am Sonntagmorgen viel mit Ivan (Ljubicic) und Seve (Lüthi) über die Taktik gesprochen. Wir wussten nicht genau, wie der Match laufen würde. Aber es war genau richtig, was sie mir gesagt haben. Ich musste kleine Anpassungen vornehmen und habe diese im richtigen Moment gemacht. Ich hatte meine Nerven im Griff, obwohl ich den ganzen Tag ziemlich angespannt war. Am Ende war es ein Mannschaftssieg, das macht mich sehr zufrieden.»

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fritz Lanz am 16.07.2017 22:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der King, der eigentlich ein Kaiser ist!

    Mir ist egal ob er jemals besser war. Tatsache ist dass Roger Federer ein absolutes Ausnahmetalent ist. Ich verneige mich vor seiner Leistung.

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  • Killuminati am 16.07.2017 22:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Legende

    Was für ein Mensch. Eine Lebende Legende

  • Face2Face am 16.07.2017 22:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Top RF

    Bester Sportler ever....

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sigi Sigmund am 17.07.2017 15:50 Report Diesen Beitrag melden

    Danke, Roger, DANKE!!!

    Von Tennisgott Federer wird man in 100 Jahren noch sprechen! Unfassbar, was dieser Mann für die Schweiz erreicht hat! Da können alle Image- und Touristik-Fachleute einpacken. Stellt RF neben ein Schweizerkreuz und die "Likes" explodieren!!!

  • Tennisfreak am 17.07.2017 07:39 Report Diesen Beitrag melden

    Rogerfan

    Ich verfolge die Karriere von Federer seit 1999 und denke, dass er 2004/2005 noch einen Nuance besser war. Inbesondere die Aufschläge, dort schlug er soviele Asse und war auch auf den Beinen noch "bizzli" schneller. Jedoch ist es immer schwierig zu sagen, da es damals auch andere Gegner waren Hewitt, Safin, Roddick, Agassi etc. Auf jeden Fall gibt es keinen besseren Tennispieler davor und höchswahrscheinlich auch danach lange nicht. Und das ist schön dabei zu sein. Go Roger for US Open und die US Tour kann er auch noch gewinnen wie zu besten Zeiten. :-)

  • §§§ am 17.07.2017 06:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Daumendreher!

    Gibt ed den eigentlich keine erwachsenen mehr? Ich lese hier fast nur birenweiche Teenager Kommentare welche eines "King Roger" nicht würdig sind.

  • Fidelio am 17.07.2017 05:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es hat mich kaputt gemacht

    Ich war gerade in einem satanisten party. Eigentlich darf ich darüber gar nicht berichten aber ich mach es trotzdem obwohl es konsequenzen haben wird

  • max am 17.07.2017 05:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nase

    hat Roger eigentlich mal die Nase machen lassen?