Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Davis Cup
08. Februar 2012 07:26; Akt: 08.02.2012 10:38 Print
«Ich konnte das Team nicht im Stich lassen»
Roger Federer sieht den Schweizer Davis-Cup-Partien gegen die USA in Fribourg optimistisch entgegen. Neben dem «Maestro» geben sich aber auch die Amerikaner siegessicher.
Drei Tage vor dem ersten Ballwechsel im Forum Fribourg absolvierten die Teams der Schweiz und der USA die ersten Medientermine. Beidseitig waren Lockerheit und Zuversicht Trumpf.
12 Tage sind vergangen, seit Roger Federer in den Halbfinals des Australian Open an Rafael Nadal scheiterte. Der Baselbieter sah sich den epischen Final zwischen Novak Djokovic und Nadal anschliessend nicht an. «Ich war unterwegs, aber ich habe nur Positives gehört und so ein Spiel ist sehr gut für das Tennis», sagte Federer. Ehe er am Montag zum Team stiess, entspannte sich Federer und nahm zuletzt Termine in der Schweiz war.
«Antizyklischer Entscheid»
Djokovic, Nadal, Andy Murray und Juan Martin Del Potro sind nur die wichtigsten Cracks, die in dieser Woche auf einen Davis-Cup-Einsatz verzichten. Gerade angesichts des chargierten Programms dieses Jahres, das mit den Olympischen Spielen einen zusätzlichen Höhepunkt bereithält, haben sich viele Cracks Schonung auferlegt. Federer, der einzige Topstar, der am Wochenende seine Farben vertritt, geht quasi den umgekehrten Weg und spielt erstmals seit 2005 wieder in einer Startpartie. Für ihn war der Entscheid nach dem Wiederaufstieg des letzten Jahres quasi logisch: «Es ist eine Sache der Planung und der Prioritäten. Ich habe letztes Jahr zweimal gespielt und den weiten Weg von New York nach Sydney und zurück auf mich genommen. Da war es klar, dass ich nun meine Teamkollegen nicht im Stich lassen kann.» Vorerst, so betonte Federer erneut, gilt die Zusage nur für die erste Runde: «Ich hoffe, wir gewinnen, dann schauen wir weiter. Es wird aber schwer, die Amerikaner haben ein starkes Team.»
Gross ist auch die Umstellung, nicht nur vom Sommerwetter in Australien auf die sibirischen Kälte in der Schweiz, sondern auch von den Hartplätzen auf die Sand-Courts. Die Belagswahl will sich Federer zusammen mit seinen Kollegen zunutze machen. Er ist sich aber bewusst, dass es eine gewisse Umstellung braucht: «Der Unterschied ist schon sehr gross, der Ball fliegt mehr, und es ist auch für mich eine grosse Herausforderung, schliesslich spielt man ausser im Davis Cup eigentlich nirgends mehr in der Halle auf Sand. Ich bin aber überzeugt, dass es der richtige Entscheid ist, schliesslich wachsen ja alle Amerikaner auf Hartplätzen auf. Ich bin auch guten Mutes, dass ich bis Freitag bereit bin.»
Bereit sein will auch Stanislas Wawrinka. Der Romand hat nach seinem Drittrunden-Out in Melbourne gegen Nicolas Almagro eine rund einwöchige Pause eingelegt, dann in seinem Stammklub Stade Lausanne vor allem physische Einheiten absolviert. Seit letztem Freitag trainiert er in Freiburg wieder regelmässig Tennis. «Ich fühle mich gut», so die klare Nummer 2 des Teams, dessen in Australien aufgetretene Probleme an der linken Schulter grossmehrheitlich abgeklungen sind.
Courier: «Alles nach Plan»
Sehr gelöst gaben sich auch die Amerikaner, denen die Aussenseiterrolle offensichtlich behagt. «Bis jetzt läuft alles nach Plan», erklärte Jim Courier, «wir sind gut empfangen worden und haben den Jetlag gut verdaut.» Auch mit dem Bodenbelag im Forum Fribourg haben sich die Gäste angefreundet, die rote Sandunterlage sollte gemäss Courier für sein Team nicht zum Nachteil werden: «Die Höhe und die Bälle sorgen für schnelle Verhältnisse, aber der Sand verlangsamt es wieder ein wenig. Wir sind aber zufrieden», so Courier, der 1992 in Dallas im Final den entscheidenden dritten Punkt gegen Jakob Hlasek geholt hatte.
Auch John Isner ist mit dem Bodenbelag insgesamt zufrieden: «Die Bälle springen nicht immer gleichmässig ab, aber das ist bei nicht fix installierten Sandplätzen eigentlich immer so. Es braucht etwas Zeit, um sich daran zu gewöhnen, aber das geht ja stets beiden Spielern gleich.» Der 206 cm lange Aufschlag-König, die Nummer 2 hinter Teamleader Mardy Fish, steht am Freitag voraussichtlich - falls Jim Courier nicht hoch pokert und ihm Debütant Ryan Harrison vorzieht - vor einer aus persönlicher Sicht idealen Aufgabe. Er könnte mit einem Überraschungssieg gegen Federer die Basis zum grossen Coup des US-Teams legen. Isner freut sich auf das Wochenende: «Jedes Team, das gegen eine Mannschaft mit Roger spielt, hat es schwer. Aber wir hätten nicht die ganze lange Reise auf uns genommen, wenn wir nicht hier wären, um zu gewinnen.»
(si)
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.
































Come on Roger!!
Wird sowieso mal Zeit, dass wir den Davis Cup gewinnen.
Davis Cup Motivationsturbo
Vor allem dürfen wir nicht vergessen, was Djokovics fantastischem Jahr 2011 voran gegangen ist: der Gewinn des Davis Cups. Sowas scheint ungemein motivierend zu wirken :-)
Schön wäre es, aber...
Wir haben 2(!) Topspieler in unseren Reihen. Schauen sie mal Spanien usw. an.