Roger Federer

11. November 2012 23:27; Akt: 12.11.2012 00:20 Print

«Nach dem Re-Break wars ein perfekter Match»

Roger Federer ist mit seiner Leistung gegen Andy Murray zufrieden. Im Hinblick auf das Endspiel der World Tour Finals hat er sich schon über seinen Gegner Novak Djokovic Gedanken gemacht.

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Sowohl Andy Murray... ...als auch Roger Federer finden ihren Halbfinal zum Schreien. Allerdings aus unterschiedlichen Gründen. Während Murray es wohl aus Frust tut,... ...freut sich Federer über den 7:6, 6:2-Erfolg und den Finaleinzug. Der Halbfinal gegen Juan Martin Del Potro war für Novak Djokovic ein Spagat zwischen gut und schlecht. Del Potro dominierte das Spiel klar, bis Djokovic im zweiten Satz das Rebreak gelang. Danach drehte der Serbe auf und gewann das Spiel 4:6, 6:3, 6:2. Die Köpfe hängen, weil schon vor dem Spiel klar ist, dass sich keiner der beiden für die nächste Runde qualifizieren kann. Janko Tipsarevic legt trozdem einen fulminanten Start hin. Am Schluss kann David Ferrer das Spiel aber noch zu seinen Gunsten drehen. Juan Martin Del Potro bezwingt Roger Federer 6:7, 6:4, 3:6. Der Basler hat sich schon für die Halbfinals qualifiziert. Diese Niederlage kann ihm nichts gross anhaben. Dank dieses Sieges ist auch Juan Martin Del Potro in den Halbfinals anzutreffen. Andy Murray war der klar bessere Mann auf dem Platz. Er bezwang den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga 6:2, 7:6 und steht im Halbfinal der World Tour Finals. Der Franzose wurde im ersten Satz regelrecht überrollt. Im zweiten Satz spielte Tsonga dann meist auf Augenhöhe mit Murray. Am Sieg des Briten konnte er aber nichts ändern. Auch Schauspieler Kevin Spacey war mit von der Partie und verfolgte das Spiel aufmerksam. Novak Djokovic erspielt sich gegen Tomas Berdych einen 6:2, 7:6-Sieg. Zum heulen war es für Berdych, wie der Serbe vor allem im ersten Satz locker aufgespielt und trotzdem gewonnen hat. Am Ende des zweiten Satzes kam der Serbe aber noch einmal ins Schwitzen: Drei Satzbälle Berdychs musste er abwehren, bevor er selber zu einem Matchball kam. Janko Tipsarevic ist nicht zu beneiden. Der Serbe verliert bei seinem Duell mit Juan Martin del Potro den ersten Satz gleich 0:6. Auch Durchgang zwei geht an den Argentinier. Damit hat del Potro im 3. Gruppenspiel gegen Roger Federer die Chance, sich den Gruppensieg zu schnappen. Roger Federer gewinnt sein zweites Spiel gegen David Ferrer 6:4, 7:6. Ferrer machte es dem Schweizer allerdings überhaupt nicht leicht. Nach diesem Zwei-Satz-Sieg steht Federer in der Runde der letzten vier. Der Tscheche Tomas Berdych bezwingt Jo-Wilfried Tsonga in drei Sätzen (7:5, 3:6, 6:1). Damit wahrt er seine Chancen auf eine Halbfinal-Qualifikation. Für den Franzosen Tsonga hingegen ist der Zug nach zwei Niederlagen in Folge bereits abgefahren. Dass er die Halbfinals nicht erreichen wird, ist beschlossene Sache. Andy Murray verliert das Gruppenspiel gegen Novak Djokovic 6:4, 3:6, 5:7. Am Anfang lief es überhaupt nicht für Novak Djokovic. Den ersten Satz musste der Serbe abgeben. Immerhin erfreute er schon da das weibliche Publikum beim T-Shirt-Wechsel. David Ferrer kann sich gegen Juan Martin Del Potro mit 6:3, 3:6, 6:4 durchsetzen. Das Spiel zwischen den beiden in Neon-Farben war umkämpft und bis zum Schluss spannend. Vielleicht hat es Ferrer seinen vielen T-Shirt-Wechsel zu verdanken, dass er am Schluss als Sieger vom Platz gehen durfte. Roger Federer gewinnt sein Auftaktspiel gegen Janko Tipsarevic überlegen 6:3, 6:1. Der Serbe (hier beim Aufschlag) hat gegen den sehr gut spielenden Schweizer keine Chance. Ob dieses Mädchen beim Einmarsch in die Halle schon gewusst hat, dass sie den späteren Sieger in die Halle führen darf? Jo-Wilfried Tsonga unterliegt Novak Djokovic in seiner ersten Partie an den World Tour Finals. Djokovic entscheidet den ersten umkämpften Satz mit 7:6 für sich und macht im zweiten mit 6:3 alles klar. Die Freundin der Weltnummer 1, Jelena Ristic, hat also allen Grund zur Freude. Andy Murray gewinnt das Auftaktspiel der World Tour Finals gegen Tomas Berdych 3:6, 6:3, 6:4. Zu Beginn tat sich der Schotte äusserst schwer. Ganz zum Missfallen seiner Freundin Kim Sears. Den ersten Satz dominierte Tomas Berdych und gewann ihn verdient. Im zweiten Satz fand Murray immer besser ins Spiel. Murray brachte seinen Gegner mit einem überzeugenden Auftritt immer mehr zur Verzweiflung.

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Roger Federer gewinnt den Halbfinal an den World Tour Finals gegen Andy Murray 7:6, 6:2. Der Schweizer zeigt einen miserablen Start und liegt schon früh fast mit einem Doppelbreak hinten. Dann kann er sich aber wieder fangen und kommt zurück. Er schafft das Re-Break und spielt von dem Moment an gross auf. Über diese Wende sinnierend meint die Weltnummer 2 gegenüber dem Schweizer Fernsehen: «Andy hat gut angefangen und agressiv gespielt. Dann legte ich mehr Geschwindigkeit in meine Aufschläge und so kam ich zurück. Nach dem Re-Break war es ein perfekter Match.»

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Lange über dieses Spiel nachdenken lohnt sich aber nicht: Schon am Montag steht der Final gegen Novak Djokovic an. Federer sieht diesen Match nicht als Prestige-Duell um die Spitzenposition in der Weltrangliste: «Es ist schon entschieden, dass er die Nummer eins ist. Er soll es geniessen und man sollte dieses Thema ruhen lassen. Morgen geht es nur um den Turniersieg.»

Worauf der Basler achten muss, wenn er das Turnier gewinnen will, weiss er auch: «Novak hat eine super Beinarbeit - wahrscheinlich eine der besten auf der Tour. Und im Vergleich zu Murray spielt er konstant agressiv. Das macht ihn zu einem schwierigen Gegner.» Ob Roger Federer sein Wissen über den Finalgegner auch praktisch anwenden kann, wird sich am Montag zeigen.

20 Minuten Online berichtet ab 21 Uhr live vom Final zwischen Roger Federer und Novak Djokovic.

(ivb)

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  • lukas h am 12.11.2012 09:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schön

    und er kanns doch! einen miesen start wieder wettmachen ist schon schwer, dies ohne satzverlust noch schwerer, und gegen einen topspieler beinahe unmöglich. und doch hat roger genau das gemacht. hut ab!

  • Paulo am 12.11.2012 09:33 Report Diesen Beitrag melden

    Viel Glück

    Herzliche Gratulationen zum Sieg gegen Andy. Vor den Spiel war ich noch nicht so optimistisch, dachte da noch ans Spiel gegen Juan-Martin, welches Du verloren hattest. Aber was Du nach einem Fehlstart gezeigt hast, ist absoluter wahnsinn. Tennis vom Feinsten. Vielen Dank für diesen tollen Match und viel Glück für den heutigen Final gegen Nole

  • Marlisa Schmid am 12.11.2012 12:20 Report Diesen Beitrag melden

    RF:Extreme coolness

    Was bei RF auffällt, ist vor allem seine mentale Stärke, womit er dem Murray haushoch überlegen ist. Trotz schwierigem Beginn und Rückstand im 1. Satz bringt er es fertig, ohne Emotionen zu zeigen sein kühles Pokerface zu bewahren. Nach aussen hin keine negative Signale zu senden. Während Murray, als es ihm nicht mehr so rund lief, das Rackett zertrümmerte und mit sich selber haderte und seine Energie mit Selbstgesprächen verpuffte.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Marlisa Schmid am 12.11.2012 12:20 Report Diesen Beitrag melden

    RF:Extreme coolness

    Was bei RF auffällt, ist vor allem seine mentale Stärke, womit er dem Murray haushoch überlegen ist. Trotz schwierigem Beginn und Rückstand im 1. Satz bringt er es fertig, ohne Emotionen zu zeigen sein kühles Pokerface zu bewahren. Nach aussen hin keine negative Signale zu senden. Während Murray, als es ihm nicht mehr so rund lief, das Rackett zertrümmerte und mit sich selber haderte und seine Energie mit Selbstgesprächen verpuffte.

  • DerSerbe am 12.11.2012 11:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Noole !!!

    Go nole!!! Ich hoffe dass es ein faires Spiel sein wird. Trotzdem Respect to Roger!!

  • Knecht Ulrich am 12.11.2012 11:02 Report Diesen Beitrag melden

    Go Roger go

    Ich wünsche Roger Federer für den Final das allerbeste. Doch weiss auch er, dass eine Leistung wie gegen Murray nicht ausreicht. Die Statistik zeigte nach dem ersten Satz 14 uforced errors bei dem Schotten auf, eine Zahl, die sich normal bei ihm und in Rankingnähe im einstelligen Bereich befinden. Wie der Kommentator richtig bemerkte, es hätte im 1. Satz statt 2:3 auch 0:5 stehen können. Ich wünsche Federer gegen den Joker einen weit besseren und konzentrierteren Einstieg und den Titel mit dem richtigen Timing. Go Roger.

  • Paulo am 12.11.2012 09:33 Report Diesen Beitrag melden

    Viel Glück

    Herzliche Gratulationen zum Sieg gegen Andy. Vor den Spiel war ich noch nicht so optimistisch, dachte da noch ans Spiel gegen Juan-Martin, welches Du verloren hattest. Aber was Du nach einem Fehlstart gezeigt hast, ist absoluter wahnsinn. Tennis vom Feinsten. Vielen Dank für diesen tollen Match und viel Glück für den heutigen Final gegen Nole

  • lukas h am 12.11.2012 09:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schön

    und er kanns doch! einen miesen start wieder wettmachen ist schon schwer, dies ohne satzverlust noch schwerer, und gegen einen topspieler beinahe unmöglich. und doch hat roger genau das gemacht. hut ab!