Davis-Cup-Doppel

02. Februar 2013 10:32; Akt: 02.02.2013 23:25 Print

Wawrinelli nach 7-Stunden-Kampf geschlagenWawrinelli nach 7-Stunden-Kampf geschlagen

Stanislas Wawrinka und Marco Chiudinelli müssen sich den Tschechen im längsten Davis-Cup-Doppel der Geschichte in fünf Sätzen geschlagen geben. Damit rückt das Weiterkommen in weite Ferne.

Bildstrecke im Grossformat »
Stanislas Wawrinka führte die Schweiz nahe an die Sensation. Stanislas Wawrinka verliert das entscheidende Spiel gegen Tomas Berdych. Grosse Enttäuschung bei den Schweizern. Wieder alles gegeben und doch verloren. Stanislas Wawrinka und Tomas Berdych zeigen am Tag nach dem Marathon-Match erneut eine beeindruckende Leistung und spielen Tennis auf hohem Niveau. In den ersten beiden Sätzen kann Wawrinka jedoch mit dem Tschechen nicht mithalten und nutzt seinerseits die Breakchancen nicht. Nach dem Gewinn dritten Satzes scheint sich das Blatt zu wenden und die Hoffnung kehrt zurück. Obwohl «Stan» im Tiebreak im vierten Satz mit Minibreak vorne liegt ... ... holt sich Berdych das Minibreak zurück und verwertet gleich den ersten Matchball zum Sieg für die Tschechen. Damit stehen die Tschechen in den Viertelfinals und die Schweiz scheidet aus. Immerhin: Zum Abschluss gewinnt Henri Laaksonen sein letztes Spiel. Stanislas Wawrinka und Marco Chiudinelli verlieren nach 7 Stunden und 1 Minute das epische Doppel gegen Tomas Berdych und Lukas Rosol. Das unfassbare Resultat auf der Anzeigetafel. Wawrinelli kämpfen und sind zu Beginn des fünften Satzes nahe am Sieg. Severin Lüthi heizt die Schweizer immer wieder an, doch am Schluss entscheidet einen Doppelfehler von Chiudinelli den epischen Fight. Die Zuschauer hielt es zum Schluss vor Spannung kaum mehr auf den Sitzen. Stanislas Wawrinka versucht das Publikum anzuheizen. Im fünften Satz sind Rosol/Berdych konstanter und dürfen jeweils zuerst aufschlagen. Ein Vorteil, den sie am Ende ausnützen. Der junge Schweizerisch-Finnische Doppelbürger verliert sein Einzel, nachdem er den vierten Durchgang im Tiebreak für sich entscheidet, mit 3:6, 2:6, 7:6 und 1:6. Die Weltnummer 6 Tomas Berdych ist zu klar zu stark und gleicht für die Tschechen zum 1:1 nach Matches aus. Auch die Tipps von Davis-Cup-Captain Severin Lüthi helfen dem Schweizer nicht. Stanislas Wawrinka gewinnt das erste Spiel in der Davis-Cup-Runde gegen Tschechien ... ... gegen Lukas Rosol (ATP 73) mit 6:4, 6:3 und 6:4. Die Fans in der Genfer Palexpohalle feuern unsere Schweizer lautstark an. Einige machen mit tollen Outfits auf sich aufmerksam. Stanislas Wawrinka beim Training mit Captain Severin Lüthi. Der Romand eröffnet das Duell gegen Tschechien am Freitag gegen Lukas Rosol. Das Schweizer Team an der Auslosung in Genf. Stanislas Wawrinka und Marco Chiudinelli bestreiten das Doppel gegen Jiri Vesely und Ivo Minar (v.l.n.r.). Henri Laaksonen fordert Tschechiens Star Tomas Berdych. Stanislas Wawrinka und Lukas Rosol. Die Autogramme des Schweizer Teamleaders sind beliebt. Besprechung mit Coach Severin Lüthi. Training in Genf.

Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Die Schweiz verliert das Doppel im Davis-Cup-Achtelfinal gegen Tschechien nach einem historischen Duell 4:6, 7:5, 4:6, 7:6 (7:3), 22:24. Das Team von Severin Lüthi liegt damit vor den letzten beiden Einzeln 1:2 zurück. Stanislas Wawrinka/Marco Chiudinelli und Tomas Berdych/Lukas Rosol schrieben in der Palexpo-Halle vor 3200 Zuschauern Geschichte.

Umfrage
Setzt sich die Schweiz im Davis Cup gegen Tschechien durch?
45 %
55 %
Insgesamt 2940 Teilnehmer

Nach 7 Stunden und einer Minute verwerteten die Tschechen nach einem Doppelfehler von Chiudinelli den 13. Matchball. Noch nie hatte ein Davis-Cup-Match länger gedauert. In der Tennisgeschichte wurde nur in Wimbledon 2010 zwischen Nicolas Mahut und John Isner länger gespielt, etwas über elf Stunden.

Fataler Doppelfehler

Marco Chiudinelli war am Ende der Pechvogel, der das entscheidende Aufschlagsspiel verlor. Der Basler hatte zuvor hervorragend gespielt. Bei eigenem Service kam er bis zum letzten Game kaum mal in Bedrängnis, am Netz agierte er sicher und seine Returns landeten praktisch immer im Feld. Hätte Wawrinka ähnlich stark aufgespielt wäre die Schweiz wohl zum Sieg gekommen. Doch der Waadtländer lief seiner Form über die gesamte Spielzeit, aber insbesondere in den ersten drei Sätzen hinterher. Zum Teil unterliefen ihm haarsträubende Fehler. Bei den ersten vier Breaks, die die Schweiz kassierte, war der Teamleader am Aufschlag.

Im ersten Satz nahmen die Tschechen Wawrinka den Service zum 5:4 ab. Mit viel Mühe und nach zwei abgewehrten Breakchancen brachte Berdych den Satz nach Hause. Im zweiten Umgang führte die Schweiz 2:0 kassierte aber sogleich das Rebreak. Schliesslich war es ein hervorragendes Game beim Stand von 6:5, das dem Schweizer Duo den Satz sicherte. Ein sehenswerter Lob und ein Volley jeweils von Chiudinelli brachten zwei Satzbälle ein; Wawrinka beendete das Game mit einem Rückhand-Passierball.

12 Matchbälle abgewehrt

Weil neben Wawrinka auch Rosol lange Zeit vor allem durch Fehler auffiel, waren spektakuläre Ballwechsel die Ausnahme. Die Begegnung lebte von der Spannung und dem Kampfgeist beider Teams. Die Schweizer liessen nie locker. Nach dem verlorenen dritten Satz spielten sie - das heisst vor allem Wawrinka - im vierten sicherer und gewannen das Tiebreak verdient.

Im Entscheidungssatz wurde der Match immer besser, obwohl den vier Akteuren die Müdigkeit anzusehen war. Die Nerven verlor aber keiner. Wawrinka musste beim Stand von 3:4 einen Breakball abwehren, Berdych bei 7:7 deren zwei. Und später musste Wawrinka bei eigenem Aufschlag bei 7:8, 15:16, 19:20 und 21:22 insgesamt elf Matchbälle entschärfen. Den 13. nutzten die Tschechen dann.

Davis Cup, Achtelfinal in Genf:
Schweiz - Tschechien 1:2*

Freitag, 1. Februar 2013
Stanislas Wawrinka - Lukas Rosol 6:4, 6:3, 6:4
Henri Laaksonen - Tomas Berdych 3:6, 2:6, 7:6, 1:6

Samstag, 2. Februar 2013
Wawrinka/Chiudinelli - Berdych/Rosol 4:6, 7:5, 4:6, 7:6 (7:3), 22:24

Sonntag, 3. Februar 2013
Stanislas Wawrinka - Tomas Berdych
Henri Laaksonen - Lukas Rosol

(si)

20min Login Facebook Connect
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.
  • s. meier am 03.02.2013 13:06 Report Diesen Beitrag melden

    Marathon Stan Rekord

    Damit hat auch Marathon Stan seinen wohl verdienten Rekord. xD

  • Tina am 03.02.2013 10:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schwerere Partie gegen Djokovic

    Hahaha das ich nicht lache! Nicht vergleichbar?! Gegen Djokovic war er fast gestorben! xD

  • R.:F.: am 03.02.2013 00:43 Report Diesen Beitrag melden

    Auch bei ATP Rekord

    Das Match müsste auch bei der ATP als Rekord angesehen werden, denn das epische Wimbledon Spiel zwischen Mahut und Isner wurde nicht am Stück gespielt sondern über 3 Tage verteilt. Somit wäre dies wohl das längste am Stück gespielete Tennismatch - Gratulation Stan und Chiudi! Der Sieg wäre das Krönchen gewesen.