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Geständnis in Autobiografie
28. Oktober 2009 08:02; Akt: 30.10.2009 15:04 Print
Die späte Drogenbeichte des Andre Agassi
Der frühere Tennisprofi Andre Agassi packt in seinen Memoiren über seine Drogenabhängigkeit in den 90er-Jahren aus. Er habe damals regelmässig Crystal Meth (Methamphetamin) zu sich genommen, offenbart der 39-Jährige in dem in Kürze erscheinenden Buch «Open».
Tennis-Stars und Drogen
Ex-Tennis-Superstar Andre Agassi räumt in seiner in Kürze erscheinenden Autobiografie ein, 1997 die Droge Crystal Meth genommen zu haben. In jenem Jahr war er auf Platz 141 der Weltrangliste zurückgefallen. In einem am Dienstag auf der Website der Zeitschrift «People» erschienenen Auszug aus dem Buch schreibt Agassi: «Ich würde nicht von Abhängigkeit sprechen, aber eine Menge Leute würden sagen, wenn du etwas konsumierst, um vor etwas zu flüchten, dann hast du ein Problem.»
Crystal Meth gilt als preiswerte «Partydroge» mit aufputschender Wirkung. Es wird überwiegend geschnupft, teilweise auch geraucht oder in Wasser gelöst intravenös injiziert. Der Konsum verursacht starke Euphorie, verringert das Schlafbedürfnis, steigert die Leistungsfähigkeit und das Mitteilungsbedürfnis. Ausserdem können Halluzinationen auftreten. Die Wirkung ist ähnlich der von Amphetamin, aber deutlich stärker.Ein Redakteur der Zeitschrift «Sports Illustrated» hatte am Dienstag in einem Twitter-Beitrag als Erster auf den Methamphetamin-Verweis in Agassis Buch aufmerksam gemacht. Sorgen, wie seine Fans auf das Drogengeständnis reagieren werden, mache sich Agassi nicht. Er sei regelrecht aufgeregt gewesen, der Welt die ganze Geschichte zu erzählen.
Drogenlüge nach Dopingtests
Als er während der Zeit des Drogenkonsums von einem positiven Dopingtest erfahren habe, habe er sich zunächst gedacht, «mein Name, meine ganze Karriere, alles steht auf dem Spiel». Ein paar Tage später habe er in einem Brief an die Verantwortlichen der Spielergewerkschaft ATP den Vorfall erklärt und dabei gelogen. «Ich habe gesagt, ich habe vor kurzem aus Versehen einen Drink 'mit Schuss' meines Freundes Slim getrunken und dabei unabsichtlich seine Drogen zu mir genommen», soll Agassi laut «New York Times» geschrieben haben. Er bat um Verständnis und um Gnade. Die ATP untersuchte damals den Fall und entschied sich gegen eine Sperre.
Turbulente Ehe und grosse Liebe
Neben seiner Drogenvergangenheit beschreibt der ehemalige Tennis-Profi seine turbulente Ehe mit der Schauspielerin Brooke Shields, das Geheimnis seiner ewigen Glatze und er erzählt auch von seiner Beziehung mit Steffi Graf (40), in die er sich während der French Open 1998 verliebt hatte. Die beiden sind seit 2001 verheiratet. Sie haben inzwischen zwei Kinder, Sohn Jaden Gil (7) und Tochter Jaz Elle (6). Die Familie lebt in Agassis Heimatstadt Las Vegas.
(pre/si)


























