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25. September 2012 14:13; Akt: 25.09.2012 16:03 Print

Wechselt Nadal bald auf den Golfplatz?

Hartnäckige Knieprobleme hindern Rafael Nadal weiterhin am Tennisspielen. Der einzige Sport, den er ausüben darf, ist Golf – eine Beschäftigung, welcher er in Zukunft wohl öfter nachgehen wird.

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Der Mallorquiner gewinnt zwar sein Heimturnier in Madrid, muss danach aber die Turniere von Basel, Paris und das Masters in Schanghai wegen einer Knöchelverletzung absagen. Erstmals bereiten Nadal die Knie ernsthafte Probleme. Beim US Open scheitert er an Landsmann Ferrer und legt danach eine längere Pause ein. Beim Masters ist der Spanier wieder fit, scheitert im Halbfinal aber an Federer. Wieder plagen Nadal gegen Saisonende die entzündeten Knie. In Paris und beim Masters in Schanghai kann der Olympiasieger nicht teilnehmen. Beim French Open unterliegt Nadal sensationell Robin Söderling. Danach pausiert er wieder einmal wegen Knieproblemen und kann deshalb seinen Wimbledon-Titel nicht verteidigen. Beim US Open wird Nadal von einer Bauchmuskelzerrung behindert. Dennoch schafft er es bis in den Halbfinal, wo er gegen Juan-Martin del Potro allerdings chancenlos ist. Zum Saisonschluss leidet Nadal an Rückenbeschwerden. Beim Masters in London verliert er alle drei Gruppenspiele und scheidet sang- und klanglos aus. Im Viertelfinal der Australian Open muss Nadal gegen Andy Murray wegen seinen Knien verletzt aufgeben. Nach einer längeren Pause setzt der Spanier zu einer beeindruckenden Siegesserie an. Die damalige Weltnummer 1 will in Melbourne den «Rafa-Slam» klarmachen. Durch einen Muskelfaserriss, den er im Viertelfinal gegen David Ferrer erleidet, wird Nadal jedoch ausgebremst. Vor Wimbledon leidet Rafael Nadal an einer Fussverletzung. Der Spanier tritt trotzdem an, knickt im Achtelfinal erneut um, schafft es aber dennoch bis ins Finale. Nach dem verlorenen US-Open-Final gegen Novak Djokovic läuft bei Nadal nichts mehr. Nach zwei frühen Niederlagen pausiert er lange und kehrt erst für die World Tour Finals zurück, wo er bereits in der Vorrunde ausscheidet. Nach dem verlorenen Marathon-Final gegen Novak Djokovic beim Australian Open legt Nadal eine sechswöchige Pause ein. Der Spanier lässt den Davis Cup sausen und kehrt erst Mitte März auf die Tour zurück. In Key Biscayne kann Nadal nicht zum Halbfinal gegen Andy Murray antreten. «Es geht nicht. Das linke Knie», hadert der Spanier. Wieder einmal hat ihn seine Schwachstelle ausser Gefecht gesetzt. Im Juli macht Rafael Nadal wieder einmal das Knie Sorgen. Zuerst sagt er ein Exhibitionmatch gegen Novak Djokovic ab. Danach verpasst er die Olympischen Sommerspiele und fällt für den Rest der Saison aus. Grund für all die Absagen ist eine Entzündung des Hoffa-Fettkörpers im linken Knie. Um den Jahreswechsel soll er beim Turnier in Doha auf die Tour zurückkehren. Am 20. November 2012 kehrt Rafael Nadal nach bald sechsmonatiger Pause auf den Platz zurück. In seiner Heimat Manacor (Mallorca) trainiert der Spanier in einer Halle. Doch an ein Comeback ist nach wie vor nicht zu denken. Nadal muss wegen eines Magen-Darm-Virus auch für das Australian Open passen. Im Februar will er bei einem Sandplatzturnier in Chile auf die Tour zurückkehren. Rafael Nadal gibt Anfang Februar beim Sandplatz-Turnier in Vina del Mar sein lang erwartetes Comeback. Rafael Nadal scheitert in Wimbledon sensationell in der ersten Runde. Fragen zu seinem Gesundheitszustand bleiben unbeanwortet. Das Rätselraten beginnt. Nach einer glänzenden Hartplatzsaison (inkl. US-Open-Sieg) zieht der Spanier Mitte Oktober die Reissleine und sagt für die Swiss Indoors ab. Sein Körper brauche Ruhe. Im Final der Australian Open gegen Stan Wawrinka verletzt sich Nadal offensichtlich am Rücken, muss sich während der Partie sogar behandeln lassen. In der Folge fällt das Turnier in Buenos Aires ins Wasser. Nach Wimbledon folgt erneut eine längere Pause. Nadal verletzt sich am Handgelenk und muss für Cincinnati, Toronto und die US Open passen. Erst Anfang Oktober in Peking kehrt er zurück.

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Auch knapp drei Monate nach seinem letzten Auftritt in Wimbledon steht nicht fest, wann der Spanier auf die Tennis-Tour zurückkehrt. «Ich muss erst einmal völlig auskuriert sein, total gesund werden, bevor ich entscheide, wann und wo ich wieder spiele», sagte der seit Monaten mit Knieproblemen kämpfende Nadal im Interview der französischen Sportzeitung «L'Equipe». Zur Zeit sei er nicht in der Lage, auf den Platz zu gehen, fügte der elffache Grand-Slam-Turniersieger hinzu. Seit seiner Zweitrunden-Niederlage am 28. Juni in Wimbledon gegen den Tschechen Lukas Rosol habe er keinen Schläger mehr in die Hand genommen. Einen Sport darf der elffache Grand-Slam-Sieger aber ausüben.

Vergangene Woche veröffentlichte Rafa ein Foto von sich auf seiner Facebook-Seite. Sein Kommentar: «Beim Training des einzigen Sports, den ich laut meiner Ärzte ausüben kann.» Er fügt ein Smiley hinzu, das zeigt, dass er mag, was die Ärzte ihm erlauben.

Karriereende nach Rio 2016?

Nadal und Golf – das ist keine neue Liaison. Schon in der Vergangenheit tauchten immer wieder Bilder und Videos des Tennisstars auf dem Golfplatz auf. Weil das Team des Spaniers rund um das US Open gegenüber dem Sport-Magazin «Sports Illustrated» angekündigt hat, dass die ehemalige Weltnummer 1 nach den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro seine Karriere beenden wird, wird darüber spekuliert, was die Zukunft für das Tennis-Ass bereithält. Das Tennis-Portal tennisnet.com schlägt eine Golfkarriere vor.

Klar ist, Nadal liebt den Sport mit der kleinen weissen Kugel und er soll darin ganz gut sein. Als Tennisprofi sollte er ein gewisses Gefühl für Ball und Schläger haben. Auch Ehrgeiz hat der Spanier. In einer Kolumne in der englischen Zeitung «Telegraph» schrieb er im August 2011 zum Thema Golf: «Ich finde es unmöglich, irgendein Spiel zu spielen, ohne 100 Prozent zu geben.» Und er meint es offenbar ernst. In dieser Kolumne schreibt er nämlich weiter, dass er jegliches Mitgefühl unterdrücke, wenn er mit Freunden Golf spiele. Wie realistisch ein Umstieg zum Golfprofi aber tatsächlich ist, bleibt fraglich.

Kafelnikow als Vorbild?

In seiner Biographie, die 2011 veröffentlicht wurde, gab der Mallorquiner zudem zu, dass er bereits im Jahr 2005 darüber nachgedacht hatte, zum Golfsport zu wechseln. Eine Knöchelverletzung zwang den damaligen Youngster zu seiner ersten Verletzungspause als Profi. Es war damals sogar von einem möglichen Karriereende die Rede.

Im Übrigen wäre Nadal nicht der erste Tennisprofi, der sein Glück auf dem Grün versuchen würde. Den Schritt bereits gewagt hat Jewgeni Kafelnikow – seines Zeichens Olympiasieger aus dem Jahr 2000. Im Juli dieses Jahres hat er nun in Österreich sein Debüt auf der European Tour gegeben. Ein Weltstar wird der Russe im Golf nie werden, gut sein will er trotzdem: «Golf ist ein schwieriger Sport, aber wenn ich von etwas genügend habe, dann ist das Zeit.»

Das gilt ja eigentlich auch für Rafael Nadal. Beendet der Spanier 2016 wirklich seine Tenniskarriere, dann ist er erst 30 Jahre alt – es würden ihm damit noch einige Jahre bleiben, um sein Golf zu verbessern.

(fbu/si)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Stefan Klöti am 25.09.2012 15:46 Report Diesen Beitrag melden

    Ohen Chance

    Rafael Nadal hätte im Profi-Golfsport keine Chance. Jeder der heutigen Top-Stars spielt schon seit Kindesbeinen an.

  • lana li am 25.09.2012 15:06 Report Diesen Beitrag melden

    bildstrecke

    selten so mit euch 20minütler übereingestimmt wie bei der bildstrecke: "Wasserschweine, die aussehen wie Rafael Nadal" herrlich. hehehehe...solche vergleiche sollte es mehr geben. riesig. besten dank an den kreativen geist und macher.

  • Yves Schneider am 25.09.2012 15:50 Report Diesen Beitrag melden

    Rafa mit zuviel Kraft

    Schön für Rafa, aber wirklich Top wie im tennis wird er nicht. er spielt mit zuviel Kraft und auch wenn er jetzt vielleicht ein singe HCP hat wird er es auf der Worldtour nicht unter die Top 20 bringen. All diesen Spieler wurde der Golfball mit in die Wiege gelegt. Trotzdem viel Glück

Die neusten Leser-Kommentare

  • Seve am 25.09.2012 16:10 Report Diesen Beitrag melden

    Topspinn

    Raffa würde sicher noch mit dem SW einen Topspin hinkriegen...

  • Ueli Leutwyler am 25.09.2012 16:03 Report Diesen Beitrag melden

    Capivara - Wasserschweine

    Capivara heissen die Wasserschweine kann man im Zoo ansehen ...ein herrlicher Vergleicht bleibt es.. .-)..hoffe aber, dass Nadal in den Tennis-Zirkus zurückkehrt...ohne ihn ist die Spannung weg.

  • Yves Schneider am 25.09.2012 15:50 Report Diesen Beitrag melden

    Rafa mit zuviel Kraft

    Schön für Rafa, aber wirklich Top wie im tennis wird er nicht. er spielt mit zuviel Kraft und auch wenn er jetzt vielleicht ein singe HCP hat wird er es auf der Worldtour nicht unter die Top 20 bringen. All diesen Spieler wurde der Golfball mit in die Wiege gelegt. Trotzdem viel Glück

  • Stefan Klöti am 25.09.2012 15:46 Report Diesen Beitrag melden

    Ohen Chance

    Rafael Nadal hätte im Profi-Golfsport keine Chance. Jeder der heutigen Top-Stars spielt schon seit Kindesbeinen an.

  • Hattrick am 25.09.2012 15:45 Report Diesen Beitrag melden

    Kraft

    Er ist einer der genialsten Tennisspieler,aber mit dem Tennis das er spielt ist seine Laufbahn schneller zu Ende als ihm lieb ist. Es ist halt nicht nur mit der Kraft gemacht.Wünsche Ihm trotzdem alles Gute