ATP Finals London

14. November 2017 20:39; Akt: 15.11.2017 08:01 Print

Federer schlägt Zverev und steht im Halbfinal

Roger Federer ist an den ATP Finals nicht zu stoppen. Der 36-jährige Basler gewinnt gegen Alexander Zverev auch sein zweites Spiel und steht vorzeitig im Halbfinal.

Nicht zu stoppen: Roger Federer schlägt Alexander Zverev in drei Sätzen. (Video: Tamedia/AP)
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Spätestens nach dem Forfait von Rafael Nadal ist Federers Favoritenrolle in London in Stein gemeisselt. Der Einzige, dem man zumindest ein bisschen zutraut, den Masters-Rekordsieger bremsen zu können, ist Alexander Zverev. Doch auch der Deutsche scheiterte, wenn auch knapp.

Vor allem im ersten Satz vergab der Aufsteiger des Jahres, der Federer im August im Final des Masters-1000-Turniers in Montreal deklassiert hatte, aber zu viele Chancen. Zunächst gleich drei Breakchancen im ersten Game, danach eine 4:0-Führung im Tiebreak. Allerdings hätte auch Federer den Satz früher gewinnen können. Beim Stand von von 6:5 konnte er zwei Satzbälle nicht nutzen, beim zweiten fiel Zverevs Ball von der Netzkante ins Feld. Allerdings hatte auch der Schweizer zweimal Glück mit Netzrollern, unter anderem im Tiebreak.

Verspielte Führung

Im zweiten Satz war es dann Federer, der eine 2:0-Führung nicht ins Trockene brachte. Zum 2:2 verlor er erstmals am diesjährigen Turnier ein Aufschlagspiel - und zum 5:7 ein zweites mal. Überhaupt hatte der 16 Jahre jüngere Deutsche beim Service eher Vorteile, da Federer nur etwas über die Hälfte der ersten Aufschläge ins Feld brachte. Dennoch war es im dritten Satz der sechsfache Masters-Champion, der zum 2:1 das vorentscheidende Break schaffte. Danach war er nicht mehr zu stoppen, nach zweieinviertel Stunden unterlief Zverev beim ersten Matchball ein Doppelfehler. So endete die Partie 7:6 (8:6), 5:7, 6:1 zu Gunsten von Federer.

Nach dem zweiten Sieg im zweiten Spiel steht Federer vorzeitig als Halbfinalist fest - zum 14. Mal bei der 15. Masters-Teilnahme. Unabhängig vom Ausgang des letzten Spiels am Donnerstag gegen Marin Cilic steht er auch bereits als Gruppensieger fest. Den zweiten Halbfinalplatz in der Gruppe Boris Becker machen Zverev und Jack Sock im Direktduell untereinander aus.

Sieg für den Debütanten Sock

Der Debütant Sock kam in seinem zweiten Spiel zum ersten Sieg. Der Amerikaner kämpfte sich gegen Marin Cilic nach klarem Rückstand zurück und gewann nach fast zweieinhalb Stunden 5:7, 6:2, 7:6 (7:4). Der erste Amerikaner an den ATP Finals seit Mardy Fish 2011 entwickelt sich zum echten Entfesselungskünstler. Als Nummer 22 war er in das Turnier von Paris-Bercy gegangen und katapultierte sich mit dem Sieg als letzter Spieler noch für das Masters der besten acht. In der 2. Runde lag er da gegen Kyle Edmund im dritten Satz 1:5 zurück, ehe er seinen märchenhaften Lauf startete.

Auch gegen Marin Cilic machte der 25-Jährige aus dem Bundesstaat Nebraska gleich mehrere Rückstände wett. Der Kroate führte im dritten Satz 3:0 und im Tiebreak nochmals 4:2. Dann gewann Sock aber die letzten fünf Punkte und als erster Amerikaner in der O2 Arena eine Partie. Zum Auftakt hatte er in zwei Sätzen gegen Roger Federer verloren. Dabei hatte der Tag für Sock nicht eben gut begonnen. Um 4 Uhr morgens war er im Hotel von einem Feueralarm in die kalte Nacht hinaus getrieben worden. «Das war einer der nervigsten Töne, den ich je gehört habe», meinte er. «Und wirklich laut.» Am Abend war seine Laune dann definitiv besser.

Cilic wird hingegen zu einer Art tragischer Figur der ATP Finals. Bereits im ersten Spiel gegen Alexander Zverev hatte er im Entscheidungssatz einen 3:1-Vorsprung nicht zum Sieg nutzen können. Seine Bilanz am Jahresend-Turnier ist katastrophal. Im achten Spiel verlor er zum siebten Mal und hat keine Halbfinal-Chance mehr.

(lif/chk/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • David Heruno am 14.11.2017 22:12 Report Diesen Beitrag melden

    Roger

    Was sollen denn die ganzen Hasskommentare gegen Roger Federer?? Er ist ein ausgezeichneter Sportler und ein toller Typ. Ist doch auch mal schön zu sehen, dass nicht nur sehr junge Sportler international Chancen haben sondern Federer aufräumt;)

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  • B.locherer am 14.11.2017 23:31 Report Diesen Beitrag melden

    Roger

    Immer wieder die Negativen Kommentare und der sogenannte Tennis Opa gewinnt wieder. Schaut doch besser Hornussen wen Ihr vom Tennis nichts versteht.

  • René B. am 14.11.2017 23:19 Report Diesen Beitrag melden

    Kritiker werden wohl versenkt

    Und wieder einmal werden die Kritiker sehr wahrscheinlich versenkt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Frei Alexandra am 16.11.2017 17:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gefällt mir nicht

    Ich mag Zverev einfach nicht. Ein Unsympatischer Typ

  • Andy F am 15.11.2017 13:17 Report Diesen Beitrag melden

    Der Beste

    Er spielt mit grossem Abstand das attraktivste, variantenreichste Tennis im Moment - und dazu noch erfolgreich. Gestern mittelmässig, hat doch gereicht gegen Nummer 3 der Welt. Klare Nummer 1 im 2017!

  • Sid am 15.11.2017 10:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Chapeau Roger!

    Egal wie Roger spielt, er ist ein echter Gentleman. Ein Detail: Beim ersten Spiel gegen Sock hat er das Ballkind an der Hand angeschaut und höflich Danke gesagt. Danach war er sich nicht zu fein, die aufgeworfene Münze selber aufzulesen. Das habe ich noch bei niemandem sonst gesehen. Hut ab!

  • Michèle am 15.11.2017 09:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    8. Weltwunder

    eigentlich hätte Roger es verdient Weltnr 1 zu sein, Rafa hat mehr Punkte weil er mehr gespielt hat. Für mich ist Roger das 8. Weltwunder, so etwas wird es nie mehr geben!

    • evi am 16.11.2017 06:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Michèle

      und wieso hat RF nicht mehr gespielt? ganz klar wegen dem zu hohem Alter und mangelnder Fitness

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  • Bese am 15.11.2017 09:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    .??

    Beim Schweizer fehlt leider der Vaterlandsliebe. Ob beim echter Schweizer auch so, weiss ich nicht. Denke nicht.