ATP-Turnier in Paris

30. Oktober 2013 12:51; Akt: 30.10.2013 22:02 Print

Federer holt sich das Ticket für die ATP-Finals

Roger Federer ist beim Jahresend-Turnier in London definitiv dabei. Er bezwingt in Paris den Südafrikaner Kevin Anderson 6:4, 6:4.

Bildstrecke im Grossformat »
Novak Djokovic gewinnt das Turnier in Paris-Bercy. Der Serbe schlägt im Final den Titelverteidiger, den Spanier David Ferrer, in zwei Sätzen 7:5 und 7:5. Novak Djokovic steht nach einem harten Kampf gegen Roger Federer im Final von Paris-Bércy. Der Maestro gewinnt den ersten Satz 6:4, verliert die Durchgänge zwei und drei jedoch 3:6, 2:6. Der Schweizer zeigt sich besonders im ersten und zweiten Satz stark und kann Nole bedrängen. Djokovic muss sich strecken, um diesen Ball noch zurückzubringen. PSG-Star Zlatan Ibrahimovic schaut sich mit seiner Familie das Tennisspiel an. Nach der Partie lässt es sich «Ibra» nicht nehmen, mit Djokovic ein bisschen zu spielen. Der Fuss ist jedoch Ibrahimovics bessere Waffe. Überraschend nicht im Final steht Rafael Nadal. Der Spanier verliert gegen seinen Landsmann David Ferrer 3:6, 5:7. Roger Federer kann endlich wieder gegen einen Top-10-Spieler jubeln. Seit Januar hat er kein Match mehr gegen einen Spieler aus den besten Zehn gewinnen können. Juan Martin del Potro schafft es zwar den zweiten Satz entgegen dem Spielverlauf zu gewinnen. Für mehr reicht es aber nicht. Roger Federer zeigt eine ganz starke Leistung, welche ihm wohl auch im Hinblick auf die ATP-Finals viel Selbstvertrauen geben werden. Novak Djokovic ist zu stark für Stan Wawrinka. Trotz dieser Niederlage hat Stan Grund zu feiern. Er schafft es zum ersten Mal in seiner Karriere, sich für die Tour-Finals in London zu qualifizieren. Der nächste Gegner von Djokovic ist mit Roger Federer erneut ein Schweizer. Besonders im zweiten Satz schafft es Stan nicht, seine Chancen zu verwerten. Dies liegt aber wohl auch daran, dass Djokovic in den entscheidenden Phasen zu stark spielt. Im ersten Satz kommt Stan unter die Räder. Djokovic agiert zu stark. Besser macht es Rafael Nadal. Der Spanier steht nach dem 6:4, 6:1-Erfolg gegen Richard Gasquet in den Halbfinals. Tomas Berdych leistet Stanislas Wawrinka Schützenhilfe. Dank dem Sieg des Tschechen fährt der Lausanner an die ATP Finals in London. Berdych besiegt in Paris Milos Raonic in zwei Sätzen 7:6 (15:13) und 6:4. Somit hat der Kanadier keine Chance mehr auf ein Ticket nach London. Roger Federer gewinnt seinen Achtelfinal gegen Philipp Kohlschreiber problemlos 6:3 und 6:4. Da kann der Deutsche sich noch so lang machen - Federer war einfach eine Nummer zu gross. David Ferrer braucht nur zwei Sätze, um gegen Gilles Simon zu gewinnen. Stanislas Wawrinka schafft den Einzug in den Viertelfinal - und macht einen weiteren Schritt in Richtung London. Nach einem Fehlstart spielte der Romand stark auf und siegte 6:3, 6:2 gegen Nicolás Almagro. Der Spanier musste sich im zweiten Satz am Knie pflegen lassen. Roger Federer startet erfolgreich in Paris. Der Schweizer bezwingt den Südafrikaner Kevin Anderson 6:4, 6:4 und sichert sich das Ticket für die ATP-Finals in London. Rafael Nadal gelingt in der französischen Hauptstadt auch ein Startsieg. Der Spanier schlägt seinen Landsmann Marcel Granollers 7:5, 7:5. Stanislas Wawrinka glückt der Auftakt in Paris-Bercy. Der Romand bezwingt den Spanier Feliciano Lopez 6:3, 3:6, 6:3. Das Turnier in Paris-Bercy bot aus Schweizer Sicht noch nie soviel Spannung. Sowohl Roger Federer als auch Stanislas Wawrinka kämpfen noch um die Qualifikation für die World Tour Finals. Roger Federer darf nach London reisen, wenn er sein erstes Spiel gewinnt. Es wartet Kevin Anderson. Etwas mehr zittern muss der auf Platz 8 klassierte Wawrinka. Mit einer Halbfinal-Qualifikation würde er es aus eigener Kraft schaffen. Gute Chancen hat er aber bereits, wenn er die Auftaktpartie gewinnt. Dann könnte ihn vom Duo Gasquet/Tsonga höchstens einer hinter sich lassen und Raonic müsste ins Final vorstossen um ihn noch zu verdrängen.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Roger Federer qualifiziert sich zum 12. Mal in Serie für das Masters der besten acht Spieler des Jahres. Mit einem 6:4, 6:4 gegen Kevin Anderson machte er in Paris bei erster Gelegenheit alles klar.

In beiden Sätzen sorgte Federer gegen den 2.03 Meter grossen Aufschlagriesen aus Südafrika früh für klare Verhältnisse. Im ersten Aufeinandertreffen der beiden startete Anderson (ATP 21) äusserst nervös und schenkte dem Schweizer das erste Break zum 1:0 mit zwei Doppelfehlern richtiggehend. Danach kam keiner mehr in Gefahr, seinen Aufschlag abzugeben.

Federer verspielt fast ein Doppelbreak

Im zweiten Durchgang verpasste er eine erste Möglichkeit im Start-Game, machte es dann aber bei 1:1 besser. Wieder leistete Anderson gütige Schützenhilfe, diesmal mit einem Vorhand-Fehler beim Breakfehler. Erst bei 5:2 sah sich der 32-jährige Basler seinen ersten Breakbällen gegenüber und musste dem Südafrikaner bei der vierten Chance tatsächlich noch einen Aufschlag-Durchbruch zugestehen. Die folgende «Ehrenschlaufe» hätte fast noch im Desaster geendet. Nach Abwehr von zwei weiteren Breakbällen bei 5:4 hatte er den Sieg nach 82 Minuten dennoch in zwei Sätzen in der Tasche.

Damit hat das Zittern um die Qualifikation für die ATP Finals, früher Masters, ein Ende. Federer ist als sechster Spieler nach Nadal, Djokovic, Ferrer, Del Potro und Berdych in London dabei. Wie jedes Jahr seit 2002. Sechs Mal hat er das Jahresend-Turnier der besten Acht gewonnen, so oft wie kein anderer Tennisspieler.

Am Donnerstag gegen Kohlschreiber

Seinen Achtelfinal in der Halle von Paris-Bercy spielt Federer am Donnerstagnachmittag gegen Philipp Kohlschreiber. Der Deutsche ist einer der Lieblingsgegner des Bercy-Siegers von 2011, in sieben Partien hat er erst einen einzigen Satz gewonnen. Letztmals siegte Federer im August in Cincinnati in der 2. Runde (6:3, 7:6).

Zum Liveticker im Popup

Paris-Bercy. ATP-Masters-1000-Turnier. 2. Runde:
Roger Federer (Sz/5) s. Kevin Anderson (SA, ATP 21) 6:4, 6:4

(si)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • BürgerB am 30.10.2013 22:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gratuliere!!

    Was für eine Karriere! 12 Jahre unter den ersten 8.. Einfach sensationell!!

    einklappen einklappen
  • michel am 30.10.2013 22:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    roger nr 1

    da seht ihrs sooo schlecht wie ihr immer tut ist er garnicht sonst würde er sich nich für die world tour finals qualifizieren

  • Manuel Mätzler am 30.10.2013 23:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute leistung

    Habe den match gesehen und abgesehen von den letzten 3 games spielte er sackstarch!weiter so

Die neusten Leser-Kommentare

  • P.M. am 30.10.2013 23:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Go Fedi go, on must go the show

    Na, na, wo seid ihr ihr Federer-Kritiker? Trotz eines nicht so guten Jahres ist er dennoch bei den besten 8 resp. 9 dabei! Rücktritt, oder etwa doch nicht? Vielleicht sollten die Kritiker zurücktreten, aber vielleicht haben sie ja den richtigen Moment dafür schon verpasst...

    • Sepp Oberexperte am 31.10.2013 07:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Tennisqualitaet 50 % Verlust :'(

      P.M. Euer Gott Geldroooger scheidet dort gleich aus und das ist dann das Abkassier-- Tennisend !

    einklappen einklappen
  • Manuel Mätzler am 30.10.2013 23:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute leistung

    Habe den match gesehen und abgesehen von den letzten 3 games spielte er sackstarch!weiter so

  • BürgerB am 30.10.2013 22:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gratuliere!!

    Was für eine Karriere! 12 Jahre unter den ersten 8.. Einfach sensationell!!

    • Deliciano am 31.10.2013 07:58 Report Diesen Beitrag melden

      Allez, Roger!

      Trotz des für seine Verhältnisse sehr schwachen Jahres schliesst er es nun also auf Platz 6 der besten 8 ab. Ganz abgesehen davon, dass er von den letzten 11 Teilnahmen 6 Mal der Sieger war und zweimal erst im Final verlor. Aber alle Mühe, die Relationen herzustellen, ist wohl vergeblich; die gewohnheitsmässigen Motzer, Neider und Besserwisser kümmern auch die unzähligen anderen Rekorde Federers nicht. Wer selber kaum je Mittelmass erreicht, kann sich vermutlich nicht über Ausnahmetalente freuen.

    einklappen einklappen
  • michel am 30.10.2013 22:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    roger nr 1

    da seht ihrs sooo schlecht wie ihr immer tut ist er garnicht sonst würde er sich nich für die world tour finals qualifizieren