Showkampf in Bogotá

16. Dezember 2012 04:30; Akt: 16.12.2012 09:30 Print

Dirigent Federer und Tsongas Rache

Roger Federers letzte Exhibition in Südamerika hatte es in sich. Der Maestro besiegte Jo-Wilfried Tsonga in Bogotá 7:6, 2:6, 6:3 und zeigte einmal mehr sein grosses Showtalent.

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Gekreische und tosender Applaus: Als Roger Federer beim letzten Gastspiel seiner Südamerika-Tour in Bogotá in die Halle läuft, herrscht eine Atmosphäre wie in einem Fussballstadion. Der Maestro bietet dem heissblütigen Publikum dann auch eine tolle Show und besiegt Jo-Wilfried Tsonga mit 7:6, 2:6 und 6:3. Tsonga gibt vollen Einsatz, doch wieder einmal reicht es nicht, um Federer zu besiegen. Autsch, das hat wehgetan. Tsonga trifft Federer mit einem vom Netz abgelenkten Aufschlag voll in die Glocken. Bei Federers drittem Matchball darf eine hübsche Kolumbianerin für Tsonga auf den Platz. Ihr Ballgefühl lässt allerdings zu wünschen übrig, immerhin gibts ein Erinnerungsfoto am Netz für die selbstbewusste Brünette. Mit einem klaren 6:4, 7:6 entschied Roger Federer das zweite Spiel gegen ... ... Juan Martin Del Potro in Buenos Aires am 13. Dezember. Der Schweizer verlässt Argentinien damit mit einem Sieg und einer Niederlage. Vor dem Spiel kam die Ehrung: Abgeordnete der Stadtregierung von Buenos Aires überreichten Del Potro und Federer Urkunden, die sie als «ehrenwerte Gäste» der argentinischen Hauptstadt ausweisen. Roger Federer und Juan Martin Del Potro zu Gast im La Bombonera, der Spielstätte der Boca Juniors. Der etwas in die Jahre gekommene Herr ganz rechts ist kein geringerer als Gabriel Omar Batistuta. Zusammen mit der argentinischen Fussballlegende «Batigol» versuchte sich Federer im Fussball-Tennis. Beim Einwärmen zeigte der Schweizer, dass er auch mit dem Fuss ein Ballkünstler ist. Danach brillierte Federer auch als Kopfballungeheuer. Roger Federer spielt in Tigre bei Buenos Aires vor über 20'000 Fans. Das erste Duell mit Juan Martin Del Potro verliert er mit 6:3, 3:6, 4:6. Roger Federer nimmt sich in Tigre Zeit für körperlich benachteiligte Kinder. Und der Maestro nimmt sich Zeit und schaut bei der Präsidentin Argentiniens Cristina Fernandez de Kirchner vorbei. Diese freut sich sehr über das signierte Shirt. Auch mit von der Partie ist Juan Martin Del Potro Federer präsentiert sich beim Charity-Auftritt entspannt. Roger Federer ist in Argentinien eingetroffen und scherzt mit Juan Martin del Potro an einer Pressekonferenz in Buenos Aires. Der argentinische Lokalmatador verrät dem Schweizer wohl kaum seine Taktik für die beiden Exhibitionspiele vom 12. und 13. Dezember. Bei seinem letzten Auftritt in Brasilien liess sich Roger Federer etwas ganz Besonderes einfallen. Im zweiten Satz der Partie gegen Tommy Haas, die er 6:4, 6:4 gewinnen konnte, tauchte er plötzlich im Trikot der brasilianischen Fussball-Nationalmannschaft auf. Auch mit dem etwas grösseren Filzball konnte Federer ziemlich gut umgehen. So kennt man Federer schon eher: Perfekte Haltung bei der Vorhand. Zwei hübsche Pokale für die Ü30-Tennissenioren. Roger Federer ist zu Spässen aufgelegt. In seiner zweiten Exhibition gegen Jo-Wilfried Tsonga, die er 7:6, 6:2 gewinnt, legt er ein Tänzchen mit dem Maskottchen aufs Parkett. Federer hatte die Partie im Griff, immer wieder blieb Zeit, sich anderen Aktivitäten zu widmen. Doch auch die Tennisfans kamen nicht zu kurz. Tsonga und Federer zeigten spektakuläre Ballwechsel und sorgten für einen tolle Stimmung in Sao Paulo. Federer als «Ehrendame» beim Showkampf zwischen Caroline Wozniacki und Maria Scharapowa. Roger Federer tritt in São Paolo gegen Thomaz Bellucci an. Der Schweizer zeigt sich in Brasilien volksnah. Sportlich läuft es nicht ideal. Federer unterliegt 5:7, 6:3, 4:6. Die Fans waren aber so oder so begeistert. Vor der Partie lieferte sich Federer mit Jo-Wilfried Tsonga einen Rasier-Wettbewerb.

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«Roger, Roger», hallte es immer wieder durch das mit 14'000 heissblütigen Zuschauern ausverkaufte «Coliseo El Campín» von Bogotá. Es war ziemlich eindeutig, für wen die kolumbianischen Herzen bei Federers letzten Auftritt auf seiner Südamerika-Tour schlugen. Zuweilen konnte einem Jo-Wilfried Tsonga, den Federer mit 7:6, 2:6, 6:3 besiegte, schon fast leidtun.

Doch der französische Spassvogel liess nicht nichts anmerken und trug seinen Teil dazu bei, dass das Publikum eine tolle Show zu Gesicht bekam. Federer und Tsonga riskierten beide viel und so kam es zu einigen spektakulären Ballwechseln. Natürlich durfte auch der Spass nicht zu kurz kommen.

So versuchte sich Federer im ersten Satz beim Stand von 4:5 nach einem geglückten Smash als Dirigent. Mit den Händen zeigte er dem Publikum an, wann es lärmen sollte und wann nicht. Tsonga musste später darunter leiden, als Federer seine Finger kurz vor dem Aufschlag der Weltnummer 8 spielen liess und die Zuschauer ihn beim Service störten.

Tsongas Aufschlag in Federers Glocken

Tsonga revanchierte sich auf seine Weise. Im zweitletzten Game traf er Federer bei Matchball mit einem vom Netz abgefälschten Aufschlag dort, wo Mann am empfindlichsten ist. Nachdem Federer bestätigt hatte, dass er keine bleibenden Schäden davontragen wird, kam er zu seinem dritten Matchball. Doch auch den konnte Tsonga abwehren. Vielleicht auch dank einer hübschen Kolumbianerin, die er kurzerhand aus dem Publikum holte, um Federer aus der Fassung zu bringen.

Die Brünette zeigte viel Showtalent, dafür aber weniger im Umgang mit dem Ball. Schnell gab sie auf, beorderte die beiden Tenniscracks aber für ein Erinnerungsfoto ans Netz. Bei eigenem Aufschlag servierte Federer die Partie schliesslich souverän nach Hause und beendete damit seine Südamerika-Tour siegreich. In zehn Tagen hat Federer in São Paulo, Buenos Aires und Bogotá sechs Matches bestritten und dabei viermal gewonnen und zweimal verloren.

(pre)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • alejandro am 16.12.2012 12:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    rf

    was fuer ein unsymphatischer spieler dieser roger ist...unglaublich

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Die neusten Leser-Kommentare

  • alejandro am 16.12.2012 12:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    rf

    was fuer ein unsymphatischer spieler dieser roger ist...unglaublich

    • Roger, Zürich am 16.12.2012 16:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Sehr symphatisch

      Er muss ja nicht symphatisch sein..?? Oder.?? Nur gewinnen, das reicht voll und ganz.!! Oder bist du allen symphatisch.?? Wohl kaum.:-)

    • Richy am 16.12.2012 16:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      ist so

      da hast du leider recht!

    • HurrDurr am 16.12.2012 17:01 Report Diesen Beitrag melden

      Stimmt...

      ... drum ist er ja auch weltweit so unbeliebt!

    • Hot Dog am 16.12.2012 17:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Nein?

      Keine Ahnung wo du das her hast.. Er ist ein unglaublich sympathisch und fairer Spieler.

    • Carlos Mendez am 16.12.2012 17:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Roger

      @alejandro: Unglaublich solche Kommentare. :-( Roger ist einer der grossartigsten und menschlichsten Spieler überhaupt. Ich verstehe solche negative Stimmungen überhaupt nicht.

    • lk am 16.12.2012 18:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      warum?

      wie kommst du darauf? hast du auch einen grund oder sagst du das einfsch mal so?

    • San Cap am 17.12.2012 12:35 Report Diesen Beitrag melden

      @alejandro

      Unsympatisch ist Ihr Kommentar!!! Aber ein Federer bestimmt nicht! Von Federer werden Sie nie einen solchen Kommentar lesen, und zwar auch dann nicht, wenn er sogar damit Recht hätte. Und das zeichnet einen fairen und sypatischen Menschen aus. Was ich ja von Ihnen nicht behaubten kann.

    • chris am 17.12.2012 17:15 Report Diesen Beitrag melden

      Neid

      Ich denke, dass Sie nur neidisch auf RF sind. Ich schätze RF sehr... er ist sehr bodenständig geblieben und sehr sympathisch.

    • Miri Müller am 19.12.2012 17:03 Report Diesen Beitrag melden

      Sympatisch

      Ich finde Federer und Djokovic sehr sympatish:P federer hat bei dem letzen London Masters wieder einmal mehr gezeigt das er ein fairer verlierer ist:)

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