Roger Federer

19. November 2017 14:42; Akt: 19.11.2017 15:29 Print

2017 war «ein fantastisches Jahr»

Auf Roger Federer warten nach dem Aus in London zwei Wochen Ferien mit der Familie. Seine sportliche Bilanz über das abgelaufene Jahr fällt positiv aus.

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Daumen hoch fürs Jahr 2017: Roger Federer nach seiner Halbfinal-Niederlage in London. (18. Novembern 2017) (Bild: Keystone/Neil Hall)

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Selbst für Roger Federer wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Der 36-jährige Basler scheiterte in den Halbfinals der ATP Finals in London überraschend an David Goffin. Dennoch sprach er von einem «fantastischen Jahr».

Das Ende war enttäuschend, doch es konnte das Comeback-Jahr des Roger Federer nicht trüben. Am Samstag verlor er nach sechs – meist deutlichen – Siegen erstmals gegen den nur 1,80 m grossen Belgier David Goffin (6:2, 3:6, 4:6) und verpasste so seinen siebten Masters-Titel, der nach dem verletzungsbedingten Fehlen von Rafael Nadal und Co. wie aufgelegt schien. Der Schweizer war danach enttäuscht, weil er zu wenig aggressiv und schlicht zu wenig gut gespielt habe.


Roger Federer scheitert in London. (Video: Tamedia/AP)

Er betonte aber auch: «Ich bin sehr gefasst, denn ich habe alles probiert. Es war auch so ein fantastisches Jahr.» Er habe in London nie 100 Prozent das richtige Gefühl und Timing für den Platz und die Bälle gefunden. Die vielleicht wichtigste Erkenntnis für Federer: Er fühlte sich frisch und fit. Bevor er für zwei Wochen in die Familienferien verreist und dann in Dubai die Vorbereitung auf die neue Saison in Angriff nimmt, hat er keinerlei Sorgen.

Erleichterung über gutes Saisonende

Im Vergleich zum letzten Jahr, als er kaum ein Turnier in Vollbesitz seiner Kräfte in Angriff nehmen konnte und die Saison nach Wimbledon abbrechen musste, sprach er bezüglich Gesundheitszustand von einem «perfekten Jahr». Einzig in der Schlussphase des Finals in Montreal (Niederlage gegen Alexander Zverev) machte sich der Rücken bemerkbar, weshalb er auch am US Open (Viertelfinal-Out gegen Juan Martin Del Potro) nicht die Bestform abrufen konnte. «Ich habe den Rücken nach dem US Open noch relativ lange gespürt», verriet Federer. «Deshalb bin ich froh, dass ich das Jahr gut beenden konnte.» Er holte im Herbst in Shanghai und Basel die Titel Nummer 6 und 7.

Federer gewann in diesem Jahr 52 von 57 Matches. Die Quote von 91 Prozent gewonnener Spielen sind eine Marke, die er in seiner Karriere nur in den Jahren seiner grössten Dominanz (und bevor Nadal auf der ATP Tour Fuss fasste) von 2004 bis 2006 erreichte. Herausragend ist auch die Bilanz des nunmehr 19-fachen Grand-Slam-Champions gegen Spieler aus den Top Ten: 14 Siege, nur 2 Niederlagen (gegen Zverev und Goffin).

Planung für 2018 noch offen

Federer spielte allerdings nur zwölf offizielle Turniere. Bei Nadal waren es 18, womit der Spanier die entscheidende Differenz in der Weltrangliste schuf. Er beendet das Jahr mit 1040 Punkten Vorsprung. Hätte Federer in London gewonnen, wäre der Rückstand auf 140 Zähler geschrumpft. Ob es im kommenden Jahr mehr Einsätze sein werden, liess Federer offen. «Das kommt natürlich auch auf die Resultate an.» In diesem Jahr seien ja zumindest die Turniere in Cincinnati und Paris-Bercy ebenfalls eingeplant gewesen, die er dann aufgrund körperlicher Beschwerden nach erfolgreichen Einsätzen in der Vorwoche ausliess. «Auch der Verzicht auf die gesamte Sandsaison war so nicht geplant.»

Fest steht, dass Federer die Saison wiederum beim Hopman Cup in Perth an der Seite von Belinda Bencic beginnen und dann am Australian Open versuchen wird, seinen Titel zu verteidigen. «Die Zeit in Australien Anfang Jahr war vielleicht die beste meiner Karriere», schwärmte der Basler von den guten Erinnerungen. Wie es danach im Detail weitergeht, werde man während der Ferien planen.

Viele Beobachter gehen davon aus, dass er nach den guten Erfahrungen in diesem Jahr die Sandsaison erneut komplett auslassen wird. «Wir werden sehen», sagte Federer dazu nur. «Die Planung kann ähnlich sein wie dieses Jahr – oder auch ganz anders.» Das Wichtigste für ihn: Da er sich körperlich gut fühle, könnten er und sein Team «so planen wie wir wollen».

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • LUZ93 am 19.11.2017 15:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fedi

    Er ist ein guter verlierer da sah man am Ende des Matches als er mit einem gönendem lächeln zu Goffin lief und es ihm so richtig gönnte das Goffin weiter kommt. Den was muss unser Roger schon noch beweisen klar er ist ehrgeizig und will weiterhin abräumen aber eben was der Typ alles schon erreicht hat wird denke ich niemand mehr erreichen... den was er zeigt und erreichte ist schon unmenschlich.

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  • marko 32 am 19.11.2017 16:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke

    Danke Roger Es war Ein super 2017 Jahr Weiter so Roger

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  • Görjan am 19.11.2017 15:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    David Goffin

    Warum wird dass jetzt so gross geschrieben das er nur 1.80 gross sei? Ich mein ist nicht mal klein, also was soll der Unsinn?? Kann er jetzt desswegen automatisch schlechter Tennis spielen??? Völlig unnötig!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Robby am 20.11.2017 10:49 Report Diesen Beitrag melden

    Sowas von sackschwach

    Kein Artikel über den Final von gestern. Eine schwache Leistung. Auch wenn Federer nicht mehr dabei war, interessiert sich die Leserschaft ja vielleicht dennoch für das Tennisgeschehen (Weltmeisterfinal!)

  • Schlimmer Fehler 27.03 am 20.11.2017 05:57 Report Diesen Beitrag melden

    Super gemacht!

    Wenn man mir vor 12 Monaten erzählt hätte, Dimitrov würde mal Weltmeister werden, ich hätte es nicht geglaubt. Und wie wurde er das, ungeschlagen. Super!

  • Petra Torched am 20.11.2017 05:05 Report Diesen Beitrag melden

    Kann noch besser werden

    Das Jahr war recht gut, 2018 kann noch besser werden. Wüsste nicht warum?! Roger steht noch voll unter Strom. Freue mich auf das was kommt.

    • Lachen vergeht euch noch am 20.11.2017 06:14 Report Diesen Beitrag melden

      Noch das Maß aller Dinge

      Da stimme ich Ihnen absolut zu. Wenn Roger seine Auftritte weiterhin plant und mit seinen Kräften haushaltet, wird er weiterhin um die großen Titel spielen!

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  • Karin Lunatic am 20.11.2017 05:02 Report Diesen Beitrag melden

    Herber Schlag

    Wir hatten mit dem Titel feste gerechnet. Ausgerechnet gegen den Lieblingsgegner Goffin musste King Roger die Segel streichen. Vielleicht klappt es ja 2018.

  • rg am 19.11.2017 23:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    bravo RF

    Federer kann trotz frühzeitigem Ausscheiden sehr stolz sein auf seine Saison. Er hat auch als Senior im Tennis-Circuit bewiesen, weshalb er zurecht einer der besten Sportler aller Zeiten ist.