ATP-Turnier in Rom

17. Mai 2013 21:22; Akt: 18.05.2013 00:26 Print

Federer räumt Janowicz aus dem Weg

Roger Federer besiegt im Viertelfianl Jerzy Janowicz ohne Satzverlust und stürmt in die Halbfinals in Rom. 85 Minuten benötigt der Maestro um den jungen Polen zu besiegen.

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Rafael Nadal holt sich verdient den Pokal von Rom. Roger Federer strauchelt im Final von Rom gegen Rafael Nadal und verliert 1:6, 3:6. Der Schweizer fand kein Rezept gegen den spanischen Sandkönig. Rafa war einfach mit zu viel Power unterwegs an diesem Sonntag. Serena Williams triumphiert auch in Rom. Die Amerikanerin ist in den letzten Wochen enorm dominant. Viktoria Asarenka hat im Final von Rom nichts zu lachen. Roger Federer zieht seit 7 Jahren wieder einmal ein den Final von Rom ein. Er schlägt den Franzosen Benoit Paire mit 7:6 und 6:4 und trifft dort auf Rafael Nadal. Der Sandkönig gibt auch in Rom den Takt an: Rafael Nadal schlägt Tomas Berdych 6:2 und 6:3 und zieht als erster Spieler ins Endspiel ein. Serena Williams wird ihrer Favoritenrolle gerecht. Das US-Girl steht nach dem 6:3 und 6:0 über Simona Halep (WTA 64) im Endspiel, wo sie auf Victoria Asarenka trifft. Roger Federer erreicht die Halbfinals als letzter Spieler kurz nach Mitternacht mit dem 6:4, 7:6 (7:2) gegen Jerzy Janowicz. Licht und Schatten bei Rafael Nadal im Halbfinal gegen David Ferrer. Am Ende siegt der Mallorquiner mit 6:4, 4:6, 6:2. Frühes Aus für Novak Djokovic: Die Weltnumemr 1 serviert im Viertelfinal gegen Tomas Berdych zum Match, bricht dann aber ein. Berdych macht aus dem 2:6, 3:5 noch ein 2:6, 7:5, 6:4-Sieg. Es ist erst der zweite Sieg des Tschechen gegen Djokovic. Blick auf den Centrale: Bei Kaiserwetter kämpfen die Gladiatoren auf der roten Asche. Roger Federer zeigt seine zweite Gala im neuen Look. Die neue Kurzhaarfrisur scheint ihn tatsächlich zu beflügeln. Rafael Nadal macht den Rambo! Und es nützt: Nach Satzrückstand kämpft sich der Spanier gegen Ernests Gulbis in den Viertelfinal. Und das obwohl der Lette unglaubliche 59 Winner produziert. Novak Djokovic beglückt seine Fans mit einem verschwitzten Armband. Andy Murray muss gegen Marcel Granollers verletzt aufgeben. Kraftvoll und ohne Probleme zieht Rafael Nadal in die nächste Runde ein. Jerzy Janowicz feiert seinen Sieg gegen Jo-Wilfried Tsonga. Da konnte sich der Franzose noch so strecken. Stanislas Wawrinka muss vor dem Zweitrundenspiel gegen Alexander Dolgopolow wegen Oberschenkelproblemen Forfait geben. Auch Andy Murray gibt auf: Nach dem zweiten Satz gegen Marcel Granollers. Rückenprobleme dürften der Grund sein. Roger Federer macht mit Potito Starace kurzen Prozess. Zu reden gibt auf den Rängen vor allem seine neue Kurzhaarfrisur. In nur 50 Minuten muss sich Starace 1:6, 2:6 geschlagen geben. Der neue Look von Federer bleibt jedenfalls gewöhnungsbedürftig. Wenn er so weitermacht, spielt er bei Olympia 2016 in Rio mit einer Glatze. Stanislas Wawrinka hat in der ersten Runde im Gegensatz zu Federer mächtig Mühe. Carlos Berlocq leistet dem Romad kräftig Gegenwehr. Am Ende siegt Wawrinka aber in drei Sätzen. Staunt Novak Djokovic über sich selbst? Der 6:2, 6:3-Sieg gegen Albert Montanes war eigentlich ungefährdet. Maria Scharapowa packt an der Pressekonferenz ihr schönstes Lächeln aus. In Rom ist alles bereit. Die ersten Partien gehen am Montag über die Bühne. Sie ist die Favoritin der Einheimischen: Die hübsche Alexia Virgili. Roger Federer ist früh nach Rom gereist. Bei einer Pressekonferenz spricht er über seine frühe Niederlage in Madrid und über Homosexualität im Tennis-Zirkus.

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Roger Federer hat das Aufschlag-Gewitter von Jerzy Janowicz (ATP 24) überstanden. Der Baselbieter zog in Rom durch einen 6:4, 7:5 gegen den Polen in den Halbfinal ein.

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Grösser hätte der Gegensatz für Federer im Vergleich zu den ersten Partien gegen die ziemlich gleichmässig spielenden Potito Starace und Gilles Simon kaum sein können. Der 22-jährige Pole, im November sensationell Finalist in Paris-Bercy lässt mit seinem Hochgeschwindigkeits-Tennis kaum Rhythmus zu, die Gegner befinden sich meist in der Defensive. Und Janowicz, der in den Runden zuvor mit Jo-Wilfried Tsonga und Richard Gasquet schon die beiden derzeit besten Franzosen besiegt hatte, trat auch gegen den Superstar unbeeindruckt auf. Er servierte immer wieder erste Bälle mit gegen 230 Stundenkilometern, erreichte auch mit dem zweiten Ball oft 180 Stundenkilometer oder mehr und konnte dank dieser Servicestärke auch bei den Grundschlägen volles Risiko gehen. Federer wehrte beim Stande von 1:1 die ersten beiden Breakchancen mit einem Servicewinner und einem Ass ab und zeigte sich im entscheidenden Moment hellwach. Mit dem ersten Breakball holte er sich gleichzeitig den Startsatz.

Satzausgleich in extremis verhindert

Allerdings sollten sich die Dinge für Federer anschliessend mit einem Serviceverlust zum 0:1 sofort komplizieren. Janowicz bewahrte seinen Vorsprung bis ins zehnte Game und hatte dort einen Satzball, bei dem er aber einen Vorhand-Stop in die unteren Maschen des Netzes setzte. Zwei Doppelfehler und drei Breakbälle später gelang Federer der Ausgleich zum 5:5. Das Schwierigste war damit überstanden, das Zittern für die vielen Anhänger aber noch nicht beendet. Bei 6:5 konnte Federer zwei Matchbälle nicht verwerten (Ass, Return-Fehler), im Tiebreak liess er dann aber nichts mehr anbrennen. Genau um sechs Minuten nach Mitternacht Lokalzeit konnte sich Federer über seine dritte Halbfinal-Qualifikation des Jahres nach dem Australian Open und Dubai freuen.

Heute Abend geht es für Federer mit der vierten «night session» im vierten Match weiter. Ab 20 Uhr trifft er auf Benoit Paire (ATP 36), den so überraschenden Franzosen. Paire wehrte in der 2. Runde gegen Landsmann Julien Benneteau glücklich einen Matchball ab und besiegte dann hintereinander Juan Martin del Potro und Marcel Granollers. Der Halbfinaleinzug ist sein bisher wertvollstes Resultat. In zwei Duellen gab Federer in total fünf Sätzen nur elf Games ab.

(heg/si)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Benjamin G. am 18.05.2013 09:44 Report Diesen Beitrag melden

    Das war kein einfaches Match

    Aber Federer konnte dieses Mal bei den entscheidenden Punkten (vorallem bei Satzball Janowicz) die Nerven behalten und zieht jetzt sogar als einziger ohne Satzverlust ins Halbfinale.

  • v.orname am 18.05.2013 00:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hopp Roger

    Ein Final gegen Nadal ist ein Muss.

  • Rübis Stübis am 18.05.2013 10:28 Report Diesen Beitrag melden

    Respekt vor Fedi

    Hab das Spiel nicht gesehen, aber es ist schon beeindruckend, dass Federer noch immer so gut spielt und derart starke, frische und aggressive Spieler zu besiegen mag. Er mag momentan in der Jahreswertung weit hinten liegen, aber langsam kommt er in Fahrt. Ich denke, er hat noch Reserven, um grosse Siege zu erringen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • juan babauslender am 18.05.2013 11:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super Nerven

    er hat einfach die nerven dazu wird nie nervös weiter so federer

  • Alex am 18.05.2013 11:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eishockey

    So hört jetzt auf mit diesem Federer- und Maestro-Gelaber, heute gibt es nur die Eishockey-Nati !!!!

  • The Professional am 18.05.2013 10:58 Report Diesen Beitrag melden

    Es wird schon werden

    Nein, Rücktritt ist vielleicht doch nicht die Lösung... Hochs und Tiefs gehören nun mal dazu. Wer die Tiefs überwindet, kommt noch höher zurück:-)

  • Rübis Stübis am 18.05.2013 10:28 Report Diesen Beitrag melden

    Respekt vor Fedi

    Hab das Spiel nicht gesehen, aber es ist schon beeindruckend, dass Federer noch immer so gut spielt und derart starke, frische und aggressive Spieler zu besiegen mag. Er mag momentan in der Jahreswertung weit hinten liegen, aber langsam kommt er in Fahrt. Ich denke, er hat noch Reserven, um grosse Siege zu erringen.

  • Benjamin G. am 18.05.2013 09:44 Report Diesen Beitrag melden

    Das war kein einfaches Match

    Aber Federer konnte dieses Mal bei den entscheidenden Punkten (vorallem bei Satzball Janowicz) die Nerven behalten und zieht jetzt sogar als einziger ohne Satzverlust ins Halbfinale.