World Tour Finals

10. November 2012 13:35; Akt: 10.11.2012 23:18 Print

Federer unterliegt Del Potro und trifft auf Murray

Roger Federer verliert gegen Juan Martin Del Potro 6:7, 6:4, 3:6. Dem verpassten Sieg will er nicht lange nachtrauern, denn er müsse nach vorne zu den Halbfinals schauen, sagt er.

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Sowohl Andy Murray... ...als auch Roger Federer finden ihren Halbfinal zum Schreien. Allerdings aus unterschiedlichen Gründen. Während Murray es wohl aus Frust tut,... ...freut sich Federer über den 7:6, 6:2-Erfolg und den Finaleinzug. Der Halbfinal gegen Juan Martin Del Potro war für Novak Djokovic ein Spagat zwischen gut und schlecht. Del Potro dominierte das Spiel klar, bis Djokovic im zweiten Satz das Rebreak gelang. Danach drehte der Serbe auf und gewann das Spiel 4:6, 6:3, 6:2. Die Köpfe hängen, weil schon vor dem Spiel klar ist, dass sich keiner der beiden für die nächste Runde qualifizieren kann. Janko Tipsarevic legt trozdem einen fulminanten Start hin. Am Schluss kann David Ferrer das Spiel aber noch zu seinen Gunsten drehen. Juan Martin Del Potro bezwingt Roger Federer 6:7, 6:4, 3:6. Der Basler hat sich schon für die Halbfinals qualifiziert. Diese Niederlage kann ihm nichts gross anhaben. Dank dieses Sieges ist auch Juan Martin Del Potro in den Halbfinals anzutreffen. Andy Murray war der klar bessere Mann auf dem Platz. Er bezwang den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga 6:2, 7:6 und steht im Halbfinal der World Tour Finals. Der Franzose wurde im ersten Satz regelrecht überrollt. Im zweiten Satz spielte Tsonga dann meist auf Augenhöhe mit Murray. Am Sieg des Briten konnte er aber nichts ändern. Auch Schauspieler Kevin Spacey war mit von der Partie und verfolgte das Spiel aufmerksam. Novak Djokovic erspielt sich gegen Tomas Berdych einen 6:2, 7:6-Sieg. Zum heulen war es für Berdych, wie der Serbe vor allem im ersten Satz locker aufgespielt und trotzdem gewonnen hat. Am Ende des zweiten Satzes kam der Serbe aber noch einmal ins Schwitzen: Drei Satzbälle Berdychs musste er abwehren, bevor er selber zu einem Matchball kam. Janko Tipsarevic ist nicht zu beneiden. Der Serbe verliert bei seinem Duell mit Juan Martin del Potro den ersten Satz gleich 0:6. Auch Durchgang zwei geht an den Argentinier. Damit hat del Potro im 3. Gruppenspiel gegen Roger Federer die Chance, sich den Gruppensieg zu schnappen. Roger Federer gewinnt sein zweites Spiel gegen David Ferrer 6:4, 7:6. Ferrer machte es dem Schweizer allerdings überhaupt nicht leicht. Nach diesem Zwei-Satz-Sieg steht Federer in der Runde der letzten vier. Der Tscheche Tomas Berdych bezwingt Jo-Wilfried Tsonga in drei Sätzen (7:5, 3:6, 6:1). Damit wahrt er seine Chancen auf eine Halbfinal-Qualifikation. Für den Franzosen Tsonga hingegen ist der Zug nach zwei Niederlagen in Folge bereits abgefahren. Dass er die Halbfinals nicht erreichen wird, ist beschlossene Sache. Andy Murray verliert das Gruppenspiel gegen Novak Djokovic 6:4, 3:6, 5:7. Am Anfang lief es überhaupt nicht für Novak Djokovic. Den ersten Satz musste der Serbe abgeben. Immerhin erfreute er schon da das weibliche Publikum beim T-Shirt-Wechsel. David Ferrer kann sich gegen Juan Martin Del Potro mit 6:3, 3:6, 6:4 durchsetzen. Das Spiel zwischen den beiden in Neon-Farben war umkämpft und bis zum Schluss spannend. Vielleicht hat es Ferrer seinen vielen T-Shirt-Wechsel zu verdanken, dass er am Schluss als Sieger vom Platz gehen durfte. Roger Federer gewinnt sein Auftaktspiel gegen Janko Tipsarevic überlegen 6:3, 6:1. Der Serbe (hier beim Aufschlag) hat gegen den sehr gut spielenden Schweizer keine Chance. Ob dieses Mädchen beim Einmarsch in die Halle schon gewusst hat, dass sie den späteren Sieger in die Halle führen darf? Jo-Wilfried Tsonga unterliegt Novak Djokovic in seiner ersten Partie an den World Tour Finals. Djokovic entscheidet den ersten umkämpften Satz mit 7:6 für sich und macht im zweiten mit 6:3 alles klar. Die Freundin der Weltnummer 1, Jelena Ristic, hat also allen Grund zur Freude. Andy Murray gewinnt das Auftaktspiel der World Tour Finals gegen Tomas Berdych 3:6, 6:3, 6:4. Zu Beginn tat sich der Schotte äusserst schwer. Ganz zum Missfallen seiner Freundin Kim Sears. Den ersten Satz dominierte Tomas Berdych und gewann ihn verdient. Im zweiten Satz fand Murray immer besser ins Spiel. Murray brachte seinen Gegner mit einem überzeugenden Auftritt immer mehr zur Verzweiflung.

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Roger Federer zieht an den ATP-Finals in London trotz einer 6:7 (3:7), 6:4, 3:6-Niederlage gegen Juan Martin Del Potro als Gruppensieger in die Halbfinals ein. Dort trifft er auf Andy Murray. Um das zweite Ticket für den Final am Montag kämpfen die Weltnummer 1 Novak Djokovic (Ser) und Del Potro, der sich dank dem Erfolg gegen Federer den vierten und letzten Platz in den Halbfinals sicherte.

Federer lobt seinen Gegner

Gegen Del Potro kassierte Federer erstmals nach zwölf Siegen in Serie an den ATP-Finals wieder eine Niederlage. Damit gelang es ihm nicht, sich für die Niederlage vor zwei Wochen im Final von Basel zu revanchieren, als Del Potro Federer an dessen Heimturnier im Tiebreak des dritten Satzes bezwungen hatte. Federer lobt seinen Gegner gegenüber BBC zu diesem Erfolg: «Es ist ein guter Effort seinerseits, mich zwei Mal nacheinander zu bezwingen.»

Auch in der O2-Arena boten sich die beiden ein über weite Strecken ausgeglichenes Duell. Eine fünfminütige Schwächephase im Tiebreak kostete Federer den ersten Satz, nachdem er zuvor sehr gut serviert hatte und beim Stand von 4:3 drei Breakbälle nicht hatte verwerten können. Mit einem Blitzstart im zweiten Durchgang mit acht Punkten in Serie legte Federer den Grundstein zum Satzausgleich. Die Entscheidung fiel zu Beginn des dritten Durchgangs, als sich Federer, der insgesamt zwölf Asse schlug, sich das erste und einzige Mal breaken lassen musste. Der Basler will dem verpassten Sieg aber nicht zu lange nachtrauern: «Das wichtigste ist jetzt, dass ich nach vorne schaue und mich ausruhe.»

Negative Bilanz gegen Murray

Dass Federer und Murray sich am Sonntagabend zum dritten Mal innerhalb von gut vier Monaten in London in einem wichtigen Spiel gegenüberstehen, haben sie David Ferrer zu verdanken. Der Spanier siegte im für ihn bedeutungslos gewordenen Gruppenspiel gegen Janko Tipsarevic (Ser) 4:6, 6:3, 6:1 und sorgte dafür, dass Federer die Gruppe B als Sieger abschloss.

Gegen Murray weist Federer eine negative Bilanz auf (8:10), nachdem er die letzten beiden Begegnungen gegen den Schotten im Olympia-Final und im Halbfinal von Schanghai ohne Satzverlust verloren hatte. Das erste grosse Duell der beiden in diesem Jahr in London hatte der Schweizer im Wimbledon-Final Anfang Juli in vier Sätzen für sich entschieden.

(ivb/si)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Rönz am 11.11.2012 12:01 Report Diesen Beitrag melden

    Botschafter

    Nicht nur das Erreichte von Roger Federer ist einmalig und fantastisch. Was ich noch viel mehr bewundere an ihm ist seine Art als Mensch! Er ist äusserst sympatisch und mit Abstand der wichtigste Botschafter für die Schweiz!

  • chnusti am 11.11.2012 10:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    legendär...

    roger ist der beste spieler aller zeiten egal wie das ausgeht. eine lebende legende.

    • Buddy am 11.11.2012 20:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      So schräg

      Der Name sagt alles - " Chnusti"! Aber lassen wir allen " ihren König" ...

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  • Ueli Wenger am 11.11.2012 10:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Federer ist die Schweizer Tennislegende

    Djokovic mag momentan stärker sein als Federer aber eine Legende wie Federer wird er nie werden. Dazu fehlen im Klasse und noch viel mehr Charakter.

    • experte am 11.11.2012 11:36 Report Diesen Beitrag melden

      Konstanz

      Klasse? Charakter? Man könnte meinen Sie kenne Ihn persönlich und nicht aus zweiter Hand (den Medien)....ich denke, er wird keine Tennislegende werden, da er nicht die gleiche Konstanz wie Federer ausstrahlt. Zu viel Konkurrenz momentan.

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  • Bernhard Günter am 11.11.2012 04:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine chace

    er wird nicht den hauch einer chace haben gegen murray. so wie er jetzt spielt macht er sich echt keinen gefallen mehr, er sollte besser aufhoeren.

    • Vorname Name am 11.11.2012 13:08 Report Diesen Beitrag melden

      Was ist eine Chace?

      Er sollte aufhören? Am Besten wohl alle Anderen auch, sie schlechter als ATP 2 klassiert sind, oder was?

    • Beni am 11.11.2012 22:35 Report Diesen Beitrag melden

      Nun?

      und willst du dich korrigieren?villeicht stehst du ja sogar dazu das du komplett falsch lagst^^

    • noch 1 sieg am 11.11.2012 23:04 Report Diesen Beitrag melden

      und jetzt noch weltmeister :)

      ja super bernhard sie sind ja ein wahrer experte gehen sie frauenfussball schauen dort sind sie wohl besser aufgehoben oder ballet :) 7:6 6:2 sieg aber egal die ewigen nörgler hören eh nie auf bis der grösste magier dann wirklich abtritt und dann jamern selbst die nörgler rum weil sie erst dann erkennen was für ein grosser sportler roger federer ist und war

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  • Schafi am 10.11.2012 22:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Er hat uns so oft eines besseren belehrt...

    King Roger wird's schon richten...