ATP-Turnier in Rom

18. Mai 2013 22:40; Akt: 18.05.2013 23:00 Print

Federer sorgt für Traumfinal gegen Nadal

Roger Federer schlägt Benoit Paire im Halbfinal von Rom mit 7:6 und 6:4. Federer zieht damit nach sieben Jahren zum ersten Mal wieder in den Final in der Ewigen Stadt ein.

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Rafael Nadal holt sich verdient den Pokal von Rom. Roger Federer strauchelt im Final von Rom gegen Rafael Nadal und verliert 1:6, 3:6. Der Schweizer fand kein Rezept gegen den spanischen Sandkönig. Rafa war einfach mit zu viel Power unterwegs an diesem Sonntag. Serena Williams triumphiert auch in Rom. Die Amerikanerin ist in den letzten Wochen enorm dominant. Viktoria Asarenka hat im Final von Rom nichts zu lachen. Roger Federer zieht seit 7 Jahren wieder einmal ein den Final von Rom ein. Er schlägt den Franzosen Benoit Paire mit 7:6 und 6:4 und trifft dort auf Rafael Nadal. Der Sandkönig gibt auch in Rom den Takt an: Rafael Nadal schlägt Tomas Berdych 6:2 und 6:3 und zieht als erster Spieler ins Endspiel ein. Serena Williams wird ihrer Favoritenrolle gerecht. Das US-Girl steht nach dem 6:3 und 6:0 über Simona Halep (WTA 64) im Endspiel, wo sie auf Victoria Asarenka trifft. Roger Federer erreicht die Halbfinals als letzter Spieler kurz nach Mitternacht mit dem 6:4, 7:6 (7:2) gegen Jerzy Janowicz. Licht und Schatten bei Rafael Nadal im Halbfinal gegen David Ferrer. Am Ende siegt der Mallorquiner mit 6:4, 4:6, 6:2. Frühes Aus für Novak Djokovic: Die Weltnumemr 1 serviert im Viertelfinal gegen Tomas Berdych zum Match, bricht dann aber ein. Berdych macht aus dem 2:6, 3:5 noch ein 2:6, 7:5, 6:4-Sieg. Es ist erst der zweite Sieg des Tschechen gegen Djokovic. Blick auf den Centrale: Bei Kaiserwetter kämpfen die Gladiatoren auf der roten Asche. Roger Federer zeigt seine zweite Gala im neuen Look. Die neue Kurzhaarfrisur scheint ihn tatsächlich zu beflügeln. Rafael Nadal macht den Rambo! Und es nützt: Nach Satzrückstand kämpft sich der Spanier gegen Ernests Gulbis in den Viertelfinal. Und das obwohl der Lette unglaubliche 59 Winner produziert. Novak Djokovic beglückt seine Fans mit einem verschwitzten Armband. Andy Murray muss gegen Marcel Granollers verletzt aufgeben. Kraftvoll und ohne Probleme zieht Rafael Nadal in die nächste Runde ein. Jerzy Janowicz feiert seinen Sieg gegen Jo-Wilfried Tsonga. Da konnte sich der Franzose noch so strecken. Stanislas Wawrinka muss vor dem Zweitrundenspiel gegen Alexander Dolgopolow wegen Oberschenkelproblemen Forfait geben. Auch Andy Murray gibt auf: Nach dem zweiten Satz gegen Marcel Granollers. Rückenprobleme dürften der Grund sein. Roger Federer macht mit Potito Starace kurzen Prozess. Zu reden gibt auf den Rängen vor allem seine neue Kurzhaarfrisur. In nur 50 Minuten muss sich Starace 1:6, 2:6 geschlagen geben. Der neue Look von Federer bleibt jedenfalls gewöhnungsbedürftig. Wenn er so weitermacht, spielt er bei Olympia 2016 in Rio mit einer Glatze. Stanislas Wawrinka hat in der ersten Runde im Gegensatz zu Federer mächtig Mühe. Carlos Berlocq leistet dem Romad kräftig Gegenwehr. Am Ende siegt Wawrinka aber in drei Sätzen. Staunt Novak Djokovic über sich selbst? Der 6:2, 6:3-Sieg gegen Albert Montanes war eigentlich ungefährdet. Maria Scharapowa packt an der Pressekonferenz ihr schönstes Lächeln aus. In Rom ist alles bereit. Die ersten Partien gehen am Montag über die Bühne. Sie ist die Favoritin der Einheimischen: Die hübsche Alexia Virgili. Roger Federer ist früh nach Rom gereist. Bei einer Pressekonferenz spricht er über seine frühe Niederlage in Madrid und über Homosexualität im Tennis-Zirkus.

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Beim Masters-1000-Final in Rom kommt es zum Traumfinal zwischen Roger Federer und Rafael Nadal. Der Schweizer gewinnt seinen Halbfinal gegen Benoit Paire (Fr) 7:6 (7:5), 6:4.

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Bei der Match-Analyse muss man nicht lange verweilen, um den (mit)entscheidenden Punkt zu eruieren. Federer gewann ein eher ungewöhnliches Tiebreak, in dem die Rückschläger neun von zwölf Punkten für sich entschieden. Der 24-Jährige aus Avignon hatte dabei mit 2:0, 3:1 und 5:4 geführt und anschliessend serviert, mit aggressivem und furchtlosem Spiel und total 23 Gewinnschlägen hätte er sich den Teilerfolg zumindest verdient. Er hatte auch vorher das erste Break geschafft, im siebten Game, mit dem insgesamt fünften Breakball kam dann Federer aber sofort wieder ins Spiel zurück.

Wichtige Punkte im richtigen Moment

Bis Satzende holte danach aber nur noch der Baselbieter Punkte und legte so die Basis zum dritten Sieg im dritten Spiel gegen Paire, der über weite Strecken an die hervorragenden Leistungen der letzten Tage anknüpfte, im zweiten Satz aber doch den physischen (und vor allem auch psychischen) Anstrengungen der letzten Tage Tribut zollte. Nach 88 Minuten beendete Federer die Partie mit einem Vorhand-Gewinnschlag und bleibt damit weiter ohne Satzverlust. Federer steht damit 2013 erstmals in einem Endspiel.

Genau gegen letzteren Nadal kommt es morgen zum 30. offiziellen Vergleich, Nadal führt in der Bilanz mit 19:10. Auf Sand gab es jenes Duell, das die Tennis-Fans dieser Welt in der letzten Dekade am meisten bewegt hat, seit Roland Garros 2011 nicht mehr zu sehen. Auf der langsamsten Unterlage spricht die Bilanz insgesamt mit 12:2 eine klare Sprache zugunsten Nadals und auch das einzige Aufeinandertreffen im Foro Italico hat er für sich entschieden. 2006 in einem der besten Matches der Tennis-Geschichte gewann der Linkshänder das Tiebreak im fünften und entscheidenden Satz 7:5, Federer hatte vorher zwei Matchbälle gehabt, diese riskant gespielt und dabei zweimal die Vorhand knapp verzogen.

Rom. ATP-Masters-1000- und WTA-Premier-Turnier (6,2 Mio. Dollar/Sand). Männer. Halbfinals: Rafael Nadal (Sp/5) s. Tomas Berdych (Tsch/6) 6:2, 6:4. Roger Federer (Sz/2) s. Benoît Paire (Fr) 7:6 (7:5), 6:4. - Final: Nadal (5) - Federer (2).

Frauen. Halbfinals: Serena Williams (USA/1) s. Simona Halep (Rum) 6:3, 6:0. Viktoria Asarenka (Russ/3) s. Sara Errani (It/7) 6:0, 7:5. - Final: Serena Williams (1) - Asarenka (3).

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(si)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Valbella Sartons am 19.05.2013 06:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rheintaltraining

    Ich denke die Rheintalluft und das Training im Steinbockland hat ihm behagt. Wäre für die Tennisgeschichte schön,wenn Roger nochmals Platz 1 erobert.

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  • Sepp Nörgeler am 18.05.2013 22:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weg zum Final oft Einfach gemacht !

    Traumfinal ? Ohje ! Ein Geldoldy gegen ein immer Verletzter ? Die Einnahmen stimmen da nur von Beiden !

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  • Roli am 19.05.2013 00:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gib ihm Saures!

    Dä magsch Rotscher

Die neusten Leser-Kommentare

  • G.P. am 19.05.2013 12:36 Report Diesen Beitrag melden

    Federers Erbe

    Federer hat dem Schweizer Tennis verdammt viel zu verdanken. Talent allein reicht nicht aus, um so weit zu kommen. Daher hat er eine gewisse Verantwortung dem gegenüber. Wie wäre es, wenn er einen Teil davon zurückgibt und sich mehr für die Tenniszukunft in der Schweiz engagiert?! Die Nachfrage wäre da. Das nötige Geld und die Kontakte hat er ja allemal. Immerhin kassiert er jährlich 30 Millionen allein an Schweizer Sponsorengelder. Es reicht einfach nicht, lediglich am Basler Turnier und ab und zu beim Davis Cup teilzunehmen, Sorry Roger!

  • Fairplay am 19.05.2013 11:51 Report Diesen Beitrag melden

    Bester CH-Sportler ever

    Roger Federer bestreitet heute das 111. Finale seiner Karriere.76 Mal hat er gewonnen,34 Mal verloren,war also "nur" zweiter. Nennt mir einen Sportler in der Schweiz,der auch nur einen Bruchteil dieser Leistung gezeigt hat.Didier Cuche,den ich sehr schätze,hat z.b 21 Rennen in seiner doch langen Karriere geschafft.

  • Talula am 19.05.2013 11:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verdient

    Verdienen würden es beide!Im Sport braucht es auch noch ein bisschen Glück!Ganz einfach der Bessere gewinnt!!!

  • The Professional am 19.05.2013 09:57 Report Diesen Beitrag melden

    Danke Roger

    Roger, vielen Dank für viele Jahre tolles Tennis! Du hast alles erreicht, jetzt kannst du einfach noch geniessen:-) Ich mag dir das von Herzen gönnen. Super, wie du es auch mit knapp 32 immer wieder weit nach vorne schaffst in den Turnieren, 90% der Profis sind dann schon pensioniert... Alles Gute!

    • Hans Hagel am 19.05.2013 12:40 Report Diesen Beitrag melden

      KING ROGER

      Ganz meine Worte!! Derzeit stehen zurecht die Eisgenossen im Rampenlicht. Deren Siegesserie an der WM-2013 kann schon jetzt als historisch bezeichnet werden. Dennoch sollte man gleichzeitig nie die Leistung eines Roger Federer ausser Acht gelassen werden. Diese erachte ich in all den Jahren als mindestens so historisch!!

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  • SG am 19.05.2013 08:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traumfinal??

    Der Weltranglisten Zweite gegen den fünften ist ein Traumfinal. Ok.

    • richtiger am 19.05.2013 12:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      falsch

      Deine Aussage ist zu all dem noch falsch!

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