Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Tennis-Gretchenfrage
01. Februar 2010 14:10; Akt: 01.02.2010 14:30 Print
Roger, wie hast du’s mit dem Grand Slam?
von Patrick Toggweiler - Nach der herausragenden Leistung im Final des ersten Majors des Jahres überbieten sich die Medien mit Superlativen für Federers Spiel. Und selbstverständlich taucht da diese Frage wieder auf. Diese eine, ganz bestimmte Frage.
-
Lob und Trost: «Er traf auf einen Gott»
-
Roger Federer nach seinem Triumph: «Eines der besten Spiele der Karriere»
-
Murray nach der Niederlage: «Ich kann weinen wie Roger …
-
Das Geheimnis der Speed-Queen: Vonn siegt dank Federer
-
16. Grand-Slam-Titel: Roger Federer gewinnt das Australian Open
- Was meinen Sie?
-
Federers Rekordjagd
-
Federers Rekorde
-
Roger Federer gewinnt die Australian Open 2010
«Ich traue ihm in diesem Jahr sogar den Grand Slam zu», lässt sich Boris Becker zitieren, anders sieht es Tim Henman. Der ehemalige britische Profitennisspieler glaubt nicht daran, dass Federer nach den Australian Open auch die French Open, Wimbledon und die US Open ungeschlagen überstehen kann. Die «New York Times» wiederum postuliert: «Mit dem Gewinn des vierten Australian-Open-Titels hat Federer vielleicht die besten Chancen, es Don Budge (1938) und Rod Laver (1962, 69) gleichzutun und den Heiligen Gral des Sports zu gewinnen.»
Und tatsächlich: Jedesmal, wenn Roger Federer die Australian Open gewann, nahm er auch die Trophäen aus London und New York nach Hause. So geschehen 2004, 2006 und 2007. Bis 2009 hiess es, der grosse Stolperstein seien die French Open – Federer sei nicht fähig, dieses Turnier zu gewinnen. Im selben Jahr strafte der Schweizer seine Kritiker Lügen. Und die Chancen, das French Open zu gewinnen, sind auch in diesem Jahr intakt.
Knackpunkt Nadal und French Open
Rafael Nadal scheidet mit einer Knieverletzung für eine unbestimmte Zeit aus. Dass er bis zum Beginn von Roland Garros im Mai wieder zu seiner Topform zurückfindet, hängt nicht nur von seinem lädierten Körper, sondern auch von seinem Kopf ab. Nadal macht gerade das durch, was Federer vor eineinhalb Jahren erleiden musste. Seine letzten Duelle gegen Top-Spieler verlor er allesamt. Und es war der Spanier, der Federer 2006 und 2007 in Paris Finalniederlagen beibrachte und damit den Grand Slam des Schweizers in diesen Jahren verhinderte. Dass Federer an diesem Turnier den Grundstein für den Grand Slam legt, scheint durchaus möglich.
Wimbledon – die Konkurrenz schläft nicht
Wer das Finalspiel 2009 zwischen Andy Roddick und Roger Federer gesehen hat, weiss, dass dem Schweizer an einem durchschnittlichen Tag auf Rasen nicht nur Rafael Nadal gefährlich werden kann. Äusserst knapp nur gewann der Schweizer in fünf Sätzen – seine Leistung im Final war allerdings mit derjenigen vom Australian-Open-Final 2010 nicht zu vergleichen. Ein Federer auf Top-Niveau ist auf Rasen hingegen nicht zu bezwingen. Deshalb gilt: In Wimbledon kann sich der Basler nur selber schlagen.
US-Open, Nervenspiel, Angst der Gegner
Das letzte Major des Jahres ist das US Open. Gewinnt Roger Federer zuvor French Open und Wimbledon wird selbst der erfahrene Federer in Sachen Erwartungsdruck und Medienaufmerksamkeit Neuland betreten. Für den Schweizer spricht dann allerdings, dass ihn die Siege von Paris und London in eine Aura der Unbesiegbarkeit hüllen. Was sich seine Gegner während seiner Baisse mühsam erarbeitet haben, nämlich das dumpfe Gefühl, Federer doch irgendwie schlagen zu können, wäre wieder verblasst und der psychologische Vorteil wieder beim Schweizer.
Roger Federer hat das Zeug, in diesem Jahr den Grand Slam zu holen. Spielt er wie im Final der Australian Open gegen Andy Murray oder wie im Halbfinal gegen Jo-Wilfried Tsonga sowieso. Noch ist es ein langer Weg. Auch in diesem Jahr wird Roger Federer nicht immer sein bestes Gesicht zeigen. Dann wird ihm entgegen kommen, dass man in den Majors drei Sätze gegen ihn gewinnen muss. Ihn in einem Allerwelts-Turnier zu bezwingen, ist eine Sache. Eine andere ist es, ihn in einem Major in die Knie zu zwingen - das hat Roger Federer in diesem Turnier nun deutlich untermauert. Nur gerade drei Spielern ist das in den letzten Jahren gelungen: Rafael Nadal, Juan Martin Del Potro und Novak Djokovic.
Federer bleibt cool
Und was sagt der Meister selbst über die grösste Lücke in seinem Palmares? «Es ist etwas, wenn es geschieht, dann ist es grossartig – aber es ist nicht mein Ziel Nummer Eins. Es ist dasselbe, wie dass ich mir keine bestimmte Anzahl Grand-Slam-Titel als Ziel gesetzt habe. Was immer passiert, passiert.»
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
-
Alle 79 Kommentare




























Grösster Sportler der Welt aller Zeiten
Einige Kommentare von Leuten, die sich an Federer stören, finde ich erbärmlich! Wieso können sich diese Schweizer nicht einfach freuen, dass der vielleicht grösste Sportler der Welt aller Zeiten ein Schweizer ist? Das verstehe ich nicht. In ein paar Jahren können wir uns dann ja wieder über 15. Plätze in unwichtigeren Sportarten freuen und stolz darauf sein. Einige hätten von Federer wohl eine bessere Meinung, wenn er nach Wimbledon 2003 nichts mehr gewonnen hätte. Unglaublich, dass in anderen Ländern die Bedeutung seiner Leistungen besser eingeschätzt werden kann als in seinem eigenen.
King Roger ...
... ist noch die einzige CH Persönlichkeit, auf die wir Auswanderer noch "stolz" sein können und uns Freude beschert. Souverän, gratuliere Roger, Mirka und den 2 Babies.
@Beat Zollinger
Hingegen ist er, so hat es den Anschein, ein grossartiger Mensch, der trotz seinen erfolgen am Boden geblieben ist. Das verdient doch ein bisschen Respekt. Schau dir mal andere Meister ihres Fachs an. Tiger woods e.g.