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17. Juli 2017 11:07; Akt: 17.07.2017 11:07 Print

Machen es Federer und Nadal wie 2007?

Roger Federer bricht Rekord um Rekord. Nach dem 8. Wimbledon-Titel ist er zusammen mit Rafael Nadal auf dem gleichen Weg wie 2007.

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Roger Federer spielt 1998 in Gstaad gegen den unbekannten Argentinier Lucas Arnold - und verliert 4:6, 4:6. Im Jahr 2000 verpflichtete der damals 18-jährige Federer den Schweden als Coach. Dieser blieb bis im Dezember 2003, wenige Wochen bevor Federer erstmals die Nummer eins werden sollte. auf der Profitour: 2001 in Mailand gegen den Franzosen Julien Boutter. Federer gewann zwei Turniere und stand zweimal im Final eines Turniers. So auch in Basel, wo er Tim Henman unterlag. Federer schlägt 2001 in Wimbledon den damaligen Dominator Da war allen klar, dass Federer ein ganz Grosser werden kann. 2002 gewann Federer unter anderem in Hamburg mit einem 6:1, 6:3, 6:4 im Final gegen Marat Safin. Zudem stand der Baselbieter zweimal im Halbfinal. 2003 holte Federer seinen Mit 7:6, 6:2, 7:6 setzte er sich in Wimbledon gegen den aufschlagstarken Australier Mark Philippoussis durch. Neben Wimbledon holte sich Federer auch erstmals den Dies gegen Andre Agassi mit 6:3, 6:0, 6:4. Es war einer von sieben Turniersiegen 2003. 2004 holte sich Federer am Die in Wimbledon 2004: Andy Roddick unterlag dem Schweizer mit 6:4, 5:7, 6:7, 4:6. Kurz danach siegte Federer auch zum ersten Mal in der Schweiz, nämlich in Eine Elfmal stand Federer 2004 im Final, elfmal gewann er das Turnier. So auch das Masters gegen Lleyton Hewitt mit 6:3, 6:2. Eine der wohl besten Vorstellungen: Hewitt wird im US Open-Final mit 0:6, 6:7, 0:6 vom Platz gefegt - für Federer. Zur neuen Saison 2005 verpflichtet Federer wieder einen Coach: Der Australier Zuvor war Federer rund ein Jahr lang ohne Trainer. Im Mai 2007 trennte sich Federer von Roge. Das Engagement startete erfolgreich: Nach dem 5:7, 7:5, 6:0, 6:2 gegen Marcos Baghdatis im Final holte sich Federer erneut den Den Pokal erhielt er aus den Händen von Legende Rod Laver. Der 2005 siegte Federer gegen Roddick mit 6:2, 7:6, 6:4. In diesem Jahr holte Federer 12 Titel - Weltklasse. Ein an den US-Open 2005: Federer ringt Andre Agassi vor 23 000 frenetischen Fans bei dessen Heimturnier mit 6:3, 2:6, 7:6, 6:1 nieder. Nach vier Niederlagen im Jahr 2006, schlug Federer seinen Dauerkonkurrenten Nadal im Final von mit 6-0 7-6 6-7 6-3. Federer holt sich 2006 einen Rekord nach dem anderen. Mit dem Sieg beim in New York. Das Überraschungsmann James Blake blieb im Final chancenlos (6:0, 6:3, 6:4). Der Roger Federer fertigt im Final den Chilenen Fernando Gonzalez 7:6, 6:4, 6:4 ab und holt den Titel in Melbourne ohne Satzverlust. 26. Februar 2007: Federer überholt Jimmy Connors und steht seit ununterbrochen an der Weltspitze. Am 10. April 2007 erhält Roger Federer seine 20. April 2007: Roger Federer besiegt im Viertelfinal von Monte Carlo David Ferrer mit 6:4, 6:0. Es ist der des Baselbieters. Juli 2007: Roger Federer gewinnt Wimbledon und stellt damit Björn Borgs Rekord ein. Im Final ringt der Schweizer Rafael Nadal in einem atemberaubenden Spiel mit 7:6, 4:6, 7:6, 2:6, 6:2 nieder. Beim Masters-Series-Turnier 2007 in Cincinnati fegte Federer James Blake vom Platz und holte den - das schafften bislang erst neun Spieler. (Bild: Reuters/John Sommers II) US Open 2007: Roger Federer holt in seinem 14. Grand-Slam-Endspiel in Serie den dank einem 7:6, 7:6, 6:4 Finalsieg gegen Novak Djokovic (Ser/3). Damit hat der Schweizer Roy Emerson eingeholt. Roger Federer verliert am erstmals ein Gruppenspiel. Er unterliegt Fernando Gonzalez, steigert sich dann aber aber und fegt sämtliche Gegner ohne Satzverlust vom Platz. 26. November 2007: Federer ist seit ohne Unterbruch die Weltnummer 1 im Herren-Tennis. Es deutet nicht viel darauf hin, dass sich dies bald ändern wird. Das Jahr 2008 beginnt für Federer alles andere als gut. Während der Vorbereitung zum Australian Open erwischt er eine und kann kaum trainieren. Beim Grand-Slam in Melbourne schafft es die Weltnummer 1 mit Mühe in den Halbfinal. Dort scheitert Federer an Novak Djokovic. Die Anfangs März kommt es noch schlimmer: Der Schweizer scheidet in Dubai bereits in der 1. Runde aus. Nach dieser Niederlage kommt der Grund für Federers misslungenen Saisonstart ans Licht: Er leidet an Ende April die Federer gewinnt nach einer längeren Durststrecke in Estoril. Seine Krankheit scheint überwunden. - dieser Belag war auch 2008 nicht Federers Freund. Sowohl in Hamburg als auch beim French Open... ... musste sich der Schweizer im Final dem «Sandkönig» Rafael Nadal beugen. In Paris gab es sogar eine für den Schweizer - 1:6, 3:6 0:6 das Resultat. In beim ersten Rasen-Turnier der Saison, schien für Federer dann wieder die Sonne. Souverän holte er dort den fünften Titel - eine perfekte Vorbereitung für Wimbledon also. Doch dort musste Federer wohl die einstecken: Im Final unterlag er auf «seinem» heiligen Rasen Rafael Nadal nach einem Marathon-Spiel. Aus der Traum von sechs Wimbledon-Siegen in Serie. Besser wurde es auch in Toronto und Cincinnati nicht: Die Weltnummer 1 scheiterte in der ersten bzw. in der zweiten Runde. Mit dem frühen Aus in Cincinnati stand der Verlust der fest. Peking, August 2008: Viertes grosses Turnier, Federers Traum von Olympiagold im Einzel platzte im Viertelfinal gegen James Blake mit dem 4:6, 6:7 (2:7). Letztes Highlight vor der Entthronung: Roger Federer holte am 16. August 2008 zusammen mit Stanislas Wawrinka im Herrendoppel doch noch eine an den Olympischen Spielen in Peking. September 2008: Beim US Open gewann er mit 6:2, 7:5, 6:2 gegen Andy Murray und feierte seinen 13. Grand-Slam-Titel. Beim ersten Turnier als Weltnummer 2 überzeugte Federer mit fast vergessenen Stärken. Roger Federer konnte den Schwung vom US Open mitnehmen und siegte beim zum dritten Mal in Folge. Danach spürte der Baselbieter aber die Der Rücken begann zu zwicken. Prompt war beim schon in der Vorrunde Schluss. Andy Murray schickte Federer nach einem dramatischen Spiel in die Ferien. Kurz vor den Australien Open 2009 durfte Roger Federer wieder einen Pokal in die Höhe stemmen. Beim besiegte er seinen Landsmann Stanislas Wawrinka. Beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres stand dem Schweizer aber vor der Sonne. Roger Federer konnte die Tränen nicht zurückhalten. Nach dem Australian Open zwickte wieder der Rücken. Roger Federer musste seine Teilnahme bei der Erstrunden-Partie im in den USA absagen. März 2009: Wieder fit, lief es der ehemaligen Nummer 1 in Nordamerika nicht wunschgemäss. Beim gegen Novak Djokovic musste sogar der Schläger dran glauben. Privat lief alles bestens. Zunächst verkündete Federer, dass er im Sommer Vater werde und nur kurze Zeit später unter Auschluss der Öffentlichkeit in seiner Heimat Basel. Das private Glück konnte Federer auf dem Platz aber nicht beflügeln. In Monte Carlo musste er sich ausgerechnet seinem Landsmann und mit dem er bei Olympia Gold holte, geschlagen geben. In scheiterte Federer im Halbfinal an Novak Djokovic, nachdem er schon deutlich geführt hatte. In Madrid, ausgerechnet in der «Höhle des Löwen», dann der Gegen Rafael Nadal sicherte sich Federer überlegen seinen ersten Turniersieg der Saison. Den Schwung von Madrid nahm Federer auch ans mit. Mit viel Leidenschaft und etwas Glück kämpfte sich der Schweizer in Paris ins Finale. Und dort wartete für einmal nicht Rafael Nadal. Gegen Überraschungsmann Robin Söderling hatte Federer im Final keine grosse Mühe. Mit dem schaffte Federer als sechster Spieler aller Zeiten den Karriere-Grand-Slam. Gleichzeitig zog er mit seinem mit Rekordhalter Pete Sampras gleich. Die Ein unglaublicher Rekord! Privates Glück: Am 23. Juli 2009 brachte Mirka mit Myla Rose und Charlene Riva Die Öffentlichkeit wusste bis zur Geburt nichts von Zwillingen. Der Federer gewinnt am 23. August 2009 das Masters-1000-Turnier in Cincinnati. Beim US Open stand Federer auch vierten Grand-Slam-Final des Jahres. Dort musste er sich allerdings in fünf Sätzen dem Argentinier geschlagen geben. Trotzdem wurde Federer als «bester Tennisspieler aller Zeiten» vom Nachbarland mit einer eigenen Briefmarke geehrt. Kurz vor dem Heimturnier in Basel gab Federer die neue Zusammenarbeit mit der Schokoladenfirma bekannt. An den Swiss Indoors konnte er seinen Titel nicht verteidigen. Im Final der Weltnummer 3 Novak Djokovic in drei Sätzen. Noch ein Federer wurde im November 2009 Werbeparnter der Schweizer Bank Credit Suisse. Das Jahr 2010 begann für Federe traumhaft. In Melbourne konnte er seinen feieren, seinen ersten als Vater. Sportlich lief's in der Folge nicht mehr so gut. Eine hartnäckige warf Federer zurück. In Indians Wells und Miami schied er früh aus, nachdem er Matchbälle nicht verwerten konnte. Auch lief's nicht viel besser. Immerhin schaffte er es in den Final von Madrid, wo er gegen Rafael Nadal einmal mehr chancenlos blieb. Seinen Titel konnte er bei den French Open nicht verteidigen. Im Viertelfinale war gegen Robin Söderling Endstation und somit von Pete Sampras um eine Woche. In Wimbledon dann Im Viertelfinal folgte das Aus gegen Tomas Berdych. Zum ersten Mal seit 2002 stand Federer in seinem Wohnzimmer nicht im Final. Die Enttäuschung war riesig. Federer engagierte mit einen neuen Coach... ... in feierte Federer den zweiten Titel des Jahres. Auch bei den musste er sich jedoch Novak Djokovic geschlagen geben, nachdem er einen Matchball nicht verwerten konnte. Mit dem Titel in Stockholm begann der des Schweizers. Von Prinzessin Victoria erhielt Federer den überdimensionalen Siegerpokal. Beim Heimturnier von Basel revanchierte sich der Schweizer bei Novak Djokovic für die Niederlage vom Vorjahr und das ärgerliche Aus bei den US Open. Mit seinem vierten Titel wurde Federer ausserdem Zum Schluss folgte der Im Final der World Tour Finals zeigte er Rafael Nadal, dass er auf den schnellen Belägen noch immer eine Klasse für sich ist und lancierte so das Nummer-1-Rennen für die kommende Saison. Doch Ferien gönnte sich Federer noch nicht. Zunächst standen zwei Gespielt wurde in Zürich, Madrid und nach dem Jahreswechsel in Doha (siehe Bild). Das entschied Federer für sich und brachte sich somit für die Australian Open in Favoritenstellung. Im allerdings Endstation. Der spätere Titelgewinner Novak Djkovic war an diesem Tag zu stark. Auch in erwischte Novak Djokovic den besseren Tag. Im Final bezwang der Serbe Federer klar in zwei Sätzen. In Indian Wells und Miami scheiterte Federer zweimal im Halbfinal. In der kalifornischen Wüste unterlag er Novak Djokovic, in Floridas Metropole verlor er gegen Rafael Nadal klar in zwei Sätzen. Zwiespältige Auftritte dann zu Beginn der Federer verlor in Monte Carlo gegen Jürgen Melzer, in Madrid im Halbfinal wieder einmal gegen Nadal und in Rom überraschend früh gegen Richard Gasquet. Nach dem durchzogenen Saisonbeginn trumpfte Federer in Paris gross auf. Der Schweizer mit 7-5 7-6 5-7 6-1 am favorisierten Nadal. Das ist das vierte Mal, dass Federer im Final von Paris scheitert. In Wimbledon muss sich Federer bereits nach der von seinem Lieblingsturnier verabschieden. Er verliert überraschend mit 6:3, 7:6 4:6, 4:6, 4:6. Vom 8. bis 10. Juli 2011 war im Einsatz. Gegen Portugal spielten die Schweizer in Bern um den Einzug in die Playoffs für die Weltgruppe. Sie siegten diskussionslos mit 5:0. Enttäuschung beim US Open: Im Halbfinal unterliegt Federer der Weltnummer 1 Novak Djokovic . Mitte September trat an. In Australien spielte die Schweiz um den Aufstieg in die Weltgruppe. Sie gewann 3:2 und gehörte wieder zu den besten sechzehn Teams der Welt. Am 6. November gewinnt Federer nach einer sechswöchigen Turnierpause . Er bezwingt im Endspiel den Japaner Kei Nishikori 6:1, 6:3. Nur eine Woche später doppelt Federer in Paris-Bercy nach und . Sein Finalgegner Jo-Wilfried Tsonga unterliegt mit 1:6, 6:7. Bei den World Tour Finals in London holt Federer im 100. Final (6:3, 6:7, 6:3 gegen Tsonga) . Mit dem sechsten Masters-Triumph ist der Schweizer nun alleiniger Rekordsieger. Federer stürmt beim Australian Open ohne Satzverlust in den Halbfinal. Dort ist Rafael Nadal aber eine Nummer zu gross. Der 16-fache Major-Sieger ist nun . Im Davis Cup ist die Schweizer Nummer 1 wieder einmal von Beginn weg dabei. , die Schweiz scheidet mit 0:5 überraschend deutlich aus. Über die Davis-Cup-Pleite kann sich Federer . Der «Maestro» schlägt im Final von Rotterdam Juan Martin Del Potro mit 6:1 und 6:4. Auf den Sieg in Rotterdam folgt auch gleich Federers nächster Streich. In Dubai holt der Schweizer seinen . Und dem ist nicht genug: Im erfolgreichen Frühling 2012 holt sich Federer auch noch den T Auf dem kontroversen blauen Sand von Am 8. Juli 2012 gewinnt Federer seinen siebten Wimbledon-Titel, den 17. Grand Slam und egalisiert die Anzahl Wochen (286) als Weltnummer 1 von Pete Sampras. Am 5. August 2012 steht Roger Federer erstmals im , wo er auf Andy Murray trifft. Doch die grosse Chance auf den «Karriere-Grand-Slam» (alle Majors und Olympia mindestens einmal gewinnen) kann er nicht nutzen und verliert gegen einen sackstarken Schotten 2:6, 1:6, 4:6 - eine der bittersten Niederlage in der Karriere. Kurz nach der Enttäuschung im Olympia-Final hat sich Federer wieder gefangen. Am 19. August 2012 besiegt er seinen Erzrivalen und Konkurrenten in zwei Sätzen (6-0, 7-6). September 2012: Auf den Triumph folgt ein herber Dämpfer. Federer scheidet am bereits im Viertelfinal aus. Im läuft es dem Schweizer Team rund. Federer trägt massgeblich dazu bei, dass die Schweiz die Barrage-Begegnung gegen Holland im September 2012 gewinnt. In Halle gewinnt Federer seinen ersten Titel des Jahres 2013. Im Juni 2013 muss Federer einen Rückschlag einstecken. Ausgerechnet in Wimbledon endet seine Viertelfinalserie (36 am Stück), weil er in der 2. Runde ausscheidet. In Dubai, wo Federer einen Wohnsitz hat und oft trainiert, feiert er Anfang März dank eines Finalsiegs über Tomas Berdych seinen . Obwohl ihm ein paar Monate zuvor kaum jemand zugetraut hätte, erreicht Federer 2014 den Final in Wimbledon. Der achte Titel bleibt ihm jedoch knapp verwehrt. In einem kämpft sich der inzwischen vierfache Vater gegen Novak Djokovic aus scheinbar aussichtloser Lage in einen fünften Satz, den er 4:6 verliert. Der. Diese Trophäe hält er 33-jährig zum ersten Mal in seinen Händen: Federer gewinnt mit der Schweiz den 2014. Magische Marke: Federer holt sich am 11. Januar 2015 nicht nur den Turniersieg in Brisbane, der Schweizer feiert den . Nach seinem frühen Out in Melbourne gegen Andreas Seppi holt Federer Ende Februar mit einem Finalsieg über Djokovic seinen . In hingegen heisst der Sieger Novak Djokovic. Der Serbe bezwingt Federer in vier Sätzen. Auch im ist Djokovic zu stark. Federer lässt haufenweise Breakbälle liegen und verliert schliesslich in 4:6, 7:5, 4:6, 4:6. : Federer schlägt seinen Rivalen Rafael Nadal im Finals seines Basler Heimturniers. Am Australian Open 2016 muss Federer nach dem Halbfinal gegen Djokovic die Tasche packen. Viel schlimmer: Am Tag nach dem Out verletzt er sich am Knie, als er seinen Töchtern ein Bad einlassen will. Es ist der Anfang einer Seuchensaison. Federer lässt zahlreiche Turniere aus, dennoch schafft er es in Wimbledon in den Halbfinal. Dort unterliegt er Milos Raonic. Wegen Kniebeschwerden bricht er danach seine Saison ab. Im mit einem Finalsieg gegen Rafael Nadal. Es ist sein 18. Major-Titel. Das Comeback-Märchen geht weiter: Federer gewinnt im Frühling 2017 auch die Turniere in ! Die Sandsaison 2017 lässt der Baselbieter komplett aus, er konzentriert sich auf die Rasenturniere. In feiert er seinen neunten Triumph. Ein gutes Omen für Wimbledon? Wahnsinn! Roger Federer gewinnt 2017 zum achten Mal Wimbledon. Es ist sein insgesamt 19. Grand-Slam-Triumph.

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«Es ist der Ort, an dem all meine Träume als Spieler wahr geworden sind.» 2017 geht für Roger Federer ein weiterer Traum in Erfüllung. 14 Jahre nach seinem ersten und fünf Jahre nach seinem letzten Triumph an der Church Road gewinnt er sein Lieblingsturnier zum achten Mal und krönt sich zum alleinigen Rekordsieger. Pete Sampras und William Renshaw hatten das prestigeträchtigste aller Turniere ebenfalls siebenmal gewonnen. Zudem ist Federer der älteste Wimbledon-Sieger der Neuzeit.

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Federers Rekordjagd an der Church Road hatte bereits in der Auftaktpartie gegen Alexander Dolgopolow begonnen. Mit seiner 70. Teilnahme an einem Grand-Slam-Turnier egalisierte er die Marke von Fabrice Santoro, mit seinem 85. Einzelsieg in Wimbledon übertraf er Jimmy Connors – nach dem Final steht Federer bei 91. Zudem schlug er im Auftaktspiel gegen Dolgopolow das 10'000. Ass seiner Karriere.

Aufhören ist keine Option

Dass Federer sein Comeback, das er mit dem Titel in Melbourne lancierte, nun mit dem achten Titel in Wimbledon krönte, ist beeindruckend. Das macht Lust auf noch mehr. «Es wird immer besser. Und wenn es so läuft, dann komme ich gern noch ein paarmal zurück», sagte er nach dem Sieg in Wimbledon. Und Coach Severin Lüthi bekräftigte: «Erfolge sorgen bei Roger immer für Hunger auf mehr.» Es seien nicht so sehr die Rekorde, die ihn antrieben.

Am 8. August feiert Federer seinen 36. Geburtstag, danach folgt mit dem US Open ein weiteres Highlight. Kann er seine unwiderstehliche Form bis New York behalten, könnte das Märchen schon bald eine Fortsetzung finden. Vor zehn Jahren gewann der Maestro ebenfalls in Australien und London. In Paris musste er Rafael Nadal den Vortritt lassen. In Flushing Meadows triumphierte dann wieder Federer. Die beiden sind in diesem Jahr also auf dem genau gleichen Weg wie 2007 und 2006.


Wieder die Nummer 1?

Und dann wäre da noch die Sache mit der Nummer 1. Zwar hegt Federer kaum Ambitionen, den Thron ein weiteres Mal zu besteigen, dennoch stehen die Chancen gut. Der Schweizer hat in der zweiten Jahreshälfte keine Punkte zu verteidigen, weil er vor einem Jahr die Saison beendete.

Nach dem Sieg in Wimbledon ist Federer erstmals seit August 2016 wieder in den Top 3. Er schiebt sich an Stan Wawrinka und Novak Djokovic vorbei. Der Rückstand auf Andy Murray beträgt noch gut 1000 Punkte, 500 fehlen ihm bis zu Nadal.

Bislang stand Federer 302 Wochen an der Spitze, zuletzt im Herbst 2012. Die älteste Nummer 1 war Andre Agassi 2003 mit rund 33 Jahren. Noch eine Marke, die wie gemacht ist für den Altmeister.

(als/heg/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Heinz Miller am 17.07.2017 11:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Future

    Es gibt nur ein Problem mit Roger & Stan, danach kommt nichts mehr, der Nachwuchs wurde komplett verschlafen...

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  • nylonfeets 4ever am 17.07.2017 11:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Superhero

    es wäre das sahnehäubchen,wenn Roger nochmals die nummer 1 wird,aber eigentlich ist er es schon.Roger,die ganze schweiz glaubt an dich.

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  • Pascal am 17.07.2017 11:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nadal und/ oder Federer Nr. 1

    Murry wird seine Nr 1 so oder so verlieren, ausser Nadal und Federer gewinnen nichts mehr u. Murry gewinnt wieder fast alles, wie letztes Jahr. Nadal wird wohl der schnellere sein, ihm fehlen noch ein paar Punkte. Sollte Federer aber die nächsten 3 Turniere spielen, könnte er sogar vor Nadal die Nr 1 haben. Es wird auf die Leistung von Nadal ankommen, spielt er gut und Fedi macht eine Pause, wird Fedi wohl nicht mehr die Nr 1. Wenn Fedi die nächsten 2 Turniere spielt hätte er die grössten Chancen. Er ist noch frisch und die andern Angeschlagen. Es wird auf jeden Fall ein Kopf an Kopf rennen zwischen den beiden zwischen den beiden.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sandro L. am 17.07.2017 22:14 Report Diesen Beitrag melden

    Kämpfe, Rafa!

    Vamos Rafa! Lass Roger nicht alles haben was er will ;). Nicht böse gemeint, aber ich bin halt seit Urzeiten ein Rafa-Fan und glaube nicht, dass er so lange Tennis spielen kann wie Roger, daher wünsche ich es ihm sehr, dass er die Nr. 1 wird. Aber ja, Roger ist klar im Vorteil auf Hartplätzen.

  • kili am 17.07.2017 19:49 Report Diesen Beitrag melden

    Kinder

    hey heinz was ist mit den Kindern von Roger;}

  • jc heusser am 17.07.2017 18:29 Report Diesen Beitrag melden

    Der Maestro zeigt den Weg!

    Wenn er so weiter spielt kommt die Nr.1 ganz automatisch! Die Konkurenz ist meist verletzt oder schwächelt und mit seiner Auszeit 2016 hat Roger nicht viele Punkte zu verteidigen! Ausserdem ist Rafa auf harten und schnellen Belägen auch nicht "unwieferstehlich"! Kimmt ganz auf den Maestro an wann und wo er spielt! Also viel Glück Roger wir "freuen uns auf das was noch kommt"!

  • Lana Wal am 17.07.2017 17:28 Report Diesen Beitrag melden

    Roger oder Rafa Nr. 1

    So spannend war die Tennisszenerie schon lange nicht mehr. Rafa & Roger können beide Nr. 1 werden. Doch wenn man um Rogers Stärken auf Hartplatz bzw. Teppichboden weiß, fürchte ich, zieht Rafa da wohl den Kürzeren.

  • Stoiker am 17.07.2017 17:14 Report Diesen Beitrag melden

    Wo ist das Problem ?

    @heinz Miller Wieso Problem ? Geniessen. Es kann ja rein statistisch gesehen nun wieder 100 Jahre dauern, bis so eine Ausnahmesituation eintritt und es gibt ja noch Fussball und Ski und Curling.