Federer und die Swiss Indoors

27. Oktober 2012 08:07; Akt: 27.10.2012 12:16 Print

«Das Geld darf nicht das Problem sein»

von P. Reich - Roger Federers Vertrag mit den Swiss Indoors läuft aus. Die Verhandlungen zwischen ihm und Turnierdirektor Brennwald sind auf Eis gelegt. Spielt der «Maestro» nächstes Jahr nicht in Basel?

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Federer zum Verhandlungs-Poker mit Swiss-Indoors-Turnierdirektor Roger Brennwald. (Video: 20 Minuten Online) Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal
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Die Swiss Indoors ohne Roger Federer? Unvorstellbar! In den letzten 13 Jahren war der beste Schweizer Tennisspieler der Hauptdarsteller des ATP-500-Turniers in der Basler St.-Jakob-Halle. Besser gesagt: Es war eine regelrechte One-Man-Show. «Fedi», wie die Schweizer Fans ihren Liebling nennen, lockte das Publikum in Massen an. Schliesslich woll(t)en alle den Schweizer Vorzeige-Athleten einmal in ihrem Leben live spielen sehen.

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Doch im nächsten Jahr könnte Federer in Basel fehlen. Der Vertrag zwischen dem «Maestro» und den Swiss Indoors läuft nach vier Jahren aus. Die Verhandlungen um eine Verlängerung wurden schon vor dem Turnier aufgenommen, gerieten aber bald einmal ins Stocken. Federer, der gemäss der «Aargauer Zeitung» bislang rund 500 000 Franken Antrittsgage pro Teilnahme erhielt, und Manager Tony Godsick sollen plötzlich einen siebenstelligen Betrag gefordert haben, wird gemunkelt. Eine solche Summe will Turnierdirektor Roger Brennwald seinem besten Pferd im Stall aber offenbar nicht zahlen. Denn in Basel soll nicht nur Federer, sondern auch noch andere Topstars spielen.

«Basel hatte immer Priorität»

Ist Federer also ein geldgieriger Sack? Bitte entschuldigen Sie die Ausdrucksweise... Die Weltnummer 1 widerspricht vehement. «Das Geld ist bestimmt nicht das Problem. Das darf es auch nicht sein. Es kann ja nicht sein, dass am Schluss die Fans darunter leiden», betont der fünfmalige Turniersieger. Wenn es ihm ums Geld gehen würde, hätte er statt bei seinem Heimturnier auch in Asien spielen können. «Doch für mich hatte Basel immer die absolute Priorität, ich bin immer hierher gekommen.»

Federer beharrt auf seiner Position und ist der Meinung, dass er alles für eine Einigung getan hat. «Es hat im Vorfeld schon Verhandlungen gegeben, doch dann wollte er (Roger Brennwald, Anm. d. Red.) auf einmal nicht mehr. Ich glaube, ich habe dem Turnier in der Vergangenheit schon viel geholfen, mehr kann ich nicht tun. Natürlich ist die Hoffnung gross, dass ich im nächsten Jahr wieder hier spielen werde.» Das letzte Wort ist also noch nicht gesprochen. Und es ist anzunehmen, dass sich die Parteien irgendwann doch noch finden werden. Denn die Swiss Indoors ohne Federer kann man sich nun wirklich nicht vorstellen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Harry am 27.10.2012 12:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unser Nationalheld 

    zeigt sein wahres Gesicht. Geld, Geld, Geld. Seine, ach so geliebten, Fans sind solange wichtig, solange sie ihm die Taschen füllen. Wundert das etwa irgendjemand? Hat tatsächlich jemand von Loyalität geträumt? Mit dem was er in Basel schon verdient hat, könnte er es sich locker leisten umsonst anzutreten.

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  • Massimo am 27.10.2012 08:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Besser ins Waisenhaus investieren

    500'000 ChF... nur, damit er kommt und die Arbeiter, die dirt arbeiten erhalten 6.- bis 8.- Euros in der Stunde und das erst nich nachts. Von mir aus brauchts gar kein Tennisturnier in Basel. Herr Brennwald sollte das Geld lieber ins Waisenhaus oä. investieren.

  • Rodolfo Fornello am 27.10.2012 08:43 Report Diesen Beitrag melden

    Feder geldgierig?

    Kein Zweifel, Feder hat sich im Verlauf der letzten Jahre ihn einen diplomatischen Schlitzohr entwickelt, seine Entourage (Berater) sicher auch. Um was geht es im Tennis........um Geld, viel Geld! Wenn Geld für die Teilnahme in Basel kein Problem sein sollte, wo ist dann das Problem Herr Federer und Management?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Benjamin G. am 28.10.2012 20:26 Report Diesen Beitrag melden

    Volle Stadien nur mit Federer

    Das Turnier verdient sich dumm und dämlich durch Federer. Umfragen haben gezeigt, dass die meisten keine Schimmer haben von seinen Gegnern - Hauptsache Federer. Mit 72'000 Zuschauern und bei einem Durchschnittspreis von ca. 250 Fr. werden durch das Turnier 18 Mio. Fr. nur allein durch die Zuschauer im Stadion erbracht. Davon werden 1.8 Mio. Fr. an die Spieler als Preisgeld ausgeschüttet. Für die restliche Organisation wird noch eine zusätzliche halbe Million aufgewendet. Und in den letzten 13 Jahren hat Federer für volle Stadien gesorgt...

    • Benjamin G. am 28.10.2012 20:30 Report Diesen Beitrag melden

      Teil2

      ...Rechnet man das alles hoch, hat Federer auf allen Seiten sehr viel Geld generiert. Ohne ihn wäre wohl kaum die Hälfte der Stadien gefüllt worden. Zudem muss man daran denken, dass Federer zwischen den grossen Turnieren, die zeitplanmässig recht knapp bemessen sind, immer nach Basel kam, obwohl er dies kaum nötig hätte. Ja, die Gage von 1 Mio. Extra hätte sich Federer nicht nur verdient, sondern sie sollte nur schon als Abfindung beitragen für den enormen Gewinn durch ihn und den zusätzlichen Aufwand.

    • Benjamin G. am 28.10.2012 20:33 Report Diesen Beitrag melden

      Teil3

      Klar, dass es nicht schön wäre, wenn die Fans deswegen Federer in seiner Heimat nicht sehen könnten. Aber hier geht's nicht darum, sondern dass sich dann die Turnierverantwortlichen eine goldene Nase durch eben Federer verdienen würden und Federer eigentlich sich in dieser Zeit, wie er auch selbst sagt, besser erholen könnte, als dort ihre Taschen zu füllen.

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  • Benno Hagedorn am 28.10.2012 14:23 Report Diesen Beitrag melden

    Realistisch bleiben! Andere Gründe?

    RF Geldgier zu unterstellen ist meiner Meinung nach billig. Glaubt Ihr wirklich, er hätte das Geld aus Basel nötig? RF hat klar gemacht: "Geld ist bestimmt nicht das Problem". Also überlegt mal 3 Sekunden länger. Was könnte es sonst sein? Vielleicht eben doch der immer gedrängtere Terminplan? Die Einsicht, dass die Familie mindestens so wichtig ist, wie die dreihundert-x-te-Woche an der Weltspitze oder ein halbes Milliönli mehr auf dem Konto? Versucht ihn Brennwald vielleicht unter Druck zu setzen? So wie das Davis Cup-Team glaubt,RF spiele immer für die CH, egal wann und mit welchen Pfeiffen?

  • R. Grieder am 27.10.2012 16:07 Report Diesen Beitrag melden

    Wäre cool

    Klar RF ist inzwischen eine Marke und will auch bezahlt sein. Trotzdem sollte auch er nicht vergessen, woher er gekommen ist und vielleicht tatsächlich das Geld nicht in den Vordergrund stellen und "ehrenamtlich" mitspielen. Denn die 500K Franken hat er sicherlich nicht mehr nötig.

  • Patrick Müller am 27.10.2012 15:51 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Witz

    Ich respektiere sämtliche Leistungen von Federer und klar ist er ein aussergewöhnlicher Sportler und hat in seiner Karriere auch unglaubliches erreicht. Doch finde ich auch, dass es doch einen Witz ist Ihm noch eine Antrittsgage in Höhe von CHF 500' zu zahlen. Seien wir doch mal ehrlich, wenn er dieses Turnier dieses Jahr nicht locker gewinnen würde wäre es doch schlicht weg ein Witz. Er ist die Nr. 1 der zweitbeste ist die Nummer 8 und der Drittbeste ist in der Weltrangliste die Nr. 13. Wäre der tolle Roger am Anfang gegen einen Spieler wie Djokovic getroffen, wäre er schon draussen.

    • Ein Tenis Fan am 28.10.2012 09:59 Report Diesen Beitrag melden

      Er ist Geld GIRIG

      Recht haben Sie!!

    • dominik gansner am 28.10.2012 13:22 Report Diesen Beitrag melden

      traurige kommentare...

      immer wieder unglaublich, welches tennis unwissen sich hier in kommentarfeldern rumtreibt. startgeld ist etwas ganz normales... und zudem sprechen wir hier über den namen Roger Federer! und zum satz: "seien wir doch mal ehrlich, wenn er dieses turnier dieses jahr nicht locker gewinnen würde wäre es doch schlicht weg ein witz." ist eine absoulte frechheit. zudem auch die anmerkung "wäre roger am anfang auf djokovic getroffen...." selbst bei einem grandslam wären die beiden erst im finale aufeinandergetroffen...

    • trudi borsos am 28.10.2012 18:16 Report Diesen Beitrag melden

      frau

      Wissen wäre besser als etwas zusammen zu basteln!Ich persönlich weiss nicht was der Grund ist und habe kein Recht eine Idee als Kritik anzubringen.Beide Herren sind Profis und die WISSEN auch um was es geht!T.B.

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  • rf fan am 27.10.2012 13:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hört auf...

    antrittsgage. wenn ich das nur höre wird mir schlecht. die sollen spielen. ich glaube die prämien sind genug hoch. roger hat in diesem jahr 6.5 mio an preisgeld gewonnen. fertig mit antrittgage für alle! weltweit verbieten!!