ATP-Turnier in Paris

01. November 2013 09:05; Akt: 01.11.2013 18:20 Print

Federer gelingt Revanche für Basel-Niederlage

Roger Federer gelingt die Revanche für seine Final-Niederlage von Basel. Er schlägt den Argentinier Juan Martin del Potro in Paris-Bércy in drei Sätzen 6:3, 4:6, 6:3.

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Novak Djokovic gewinnt das Turnier in Paris-Bercy. Der Serbe schlägt im Final den Titelverteidiger, den Spanier David Ferrer, in zwei Sätzen 7:5 und 7:5. Novak Djokovic steht nach einem harten Kampf gegen Roger Federer im Final von Paris-Bércy. Der Maestro gewinnt den ersten Satz 6:4, verliert die Durchgänge zwei und drei jedoch 3:6, 2:6. Der Schweizer zeigt sich besonders im ersten und zweiten Satz stark und kann Nole bedrängen. Djokovic muss sich strecken, um diesen Ball noch zurückzubringen. PSG-Star Zlatan Ibrahimovic schaut sich mit seiner Familie das Tennisspiel an. Nach der Partie lässt es sich «Ibra» nicht nehmen, mit Djokovic ein bisschen zu spielen. Der Fuss ist jedoch Ibrahimovics bessere Waffe. Überraschend nicht im Final steht Rafael Nadal. Der Spanier verliert gegen seinen Landsmann David Ferrer 3:6, 5:7. Roger Federer kann endlich wieder gegen einen Top-10-Spieler jubeln. Seit Januar hat er kein Match mehr gegen einen Spieler aus den besten Zehn gewinnen können. Juan Martin del Potro schafft es zwar den zweiten Satz entgegen dem Spielverlauf zu gewinnen. Für mehr reicht es aber nicht. Roger Federer zeigt eine ganz starke Leistung, welche ihm wohl auch im Hinblick auf die ATP-Finals viel Selbstvertrauen geben werden. Novak Djokovic ist zu stark für Stan Wawrinka. Trotz dieser Niederlage hat Stan Grund zu feiern. Er schafft es zum ersten Mal in seiner Karriere, sich für die Tour-Finals in London zu qualifizieren. Der nächste Gegner von Djokovic ist mit Roger Federer erneut ein Schweizer. Besonders im zweiten Satz schafft es Stan nicht, seine Chancen zu verwerten. Dies liegt aber wohl auch daran, dass Djokovic in den entscheidenden Phasen zu stark spielt. Im ersten Satz kommt Stan unter die Räder. Djokovic agiert zu stark. Besser macht es Rafael Nadal. Der Spanier steht nach dem 6:4, 6:1-Erfolg gegen Richard Gasquet in den Halbfinals. Tomas Berdych leistet Stanislas Wawrinka Schützenhilfe. Dank dem Sieg des Tschechen fährt der Lausanner an die ATP Finals in London. Berdych besiegt in Paris Milos Raonic in zwei Sätzen 7:6 (15:13) und 6:4. Somit hat der Kanadier keine Chance mehr auf ein Ticket nach London. Roger Federer gewinnt seinen Achtelfinal gegen Philipp Kohlschreiber problemlos 6:3 und 6:4. Da kann der Deutsche sich noch so lang machen - Federer war einfach eine Nummer zu gross. David Ferrer braucht nur zwei Sätze, um gegen Gilles Simon zu gewinnen. Stanislas Wawrinka schafft den Einzug in den Viertelfinal - und macht einen weiteren Schritt in Richtung London. Nach einem Fehlstart spielte der Romand stark auf und siegte 6:3, 6:2 gegen Nicolás Almagro. Der Spanier musste sich im zweiten Satz am Knie pflegen lassen. Roger Federer startet erfolgreich in Paris. Der Schweizer bezwingt den Südafrikaner Kevin Anderson 6:4, 6:4 und sichert sich das Ticket für die ATP-Finals in London. Rafael Nadal gelingt in der französischen Hauptstadt auch ein Startsieg. Der Spanier schlägt seinen Landsmann Marcel Granollers 7:5, 7:5. Stanislas Wawrinka glückt der Auftakt in Paris-Bercy. Der Romand bezwingt den Spanier Feliciano Lopez 6:3, 3:6, 6:3. Das Turnier in Paris-Bercy bot aus Schweizer Sicht noch nie soviel Spannung. Sowohl Roger Federer als auch Stanislas Wawrinka kämpfen noch um die Qualifikation für die World Tour Finals. Roger Federer darf nach London reisen, wenn er sein erstes Spiel gewinnt. Es wartet Kevin Anderson. Etwas mehr zittern muss der auf Platz 8 klassierte Wawrinka. Mit einer Halbfinal-Qualifikation würde er es aus eigener Kraft schaffen. Gute Chancen hat er aber bereits, wenn er die Auftaktpartie gewinnt. Dann könnte ihn vom Duo Gasquet/Tsonga höchstens einer hinter sich lassen und Raonic müsste ins Final vorstossen um ihn noch zu verdrängen.

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Der Sieg Federers fiel verdient aus, musste er doch gegen del Potro bis zum Ende des zweiten Satzes keinen Breakball abwehren. Im ersten Satz gelang ihm der Service-Durchbruch zum 3:1, im zweiten verpasste er aber gleich im ersten Game seine Chance. Als dann der Argentinier erstmals bei Aufschlag Federer gefährlich wurde, waren es gleich Satzbälle. Den zweiten nützte er zum Satzausgleich.

Im Entscheidungssatz entwickelte sich dann ein Kampf auf Biegen und Brechen - diesmal mit dem besseren Ende für den Schweizer. Ein erstes Break zum 3:2 konterte del Potro postwendend, ein zweites konnte er nicht mehr wettmachen. Nach 1:44 Stunde verwertete der 32-jährige Basler seinen ersten Matchball zum psychologisch wichtigen Sieg.

Moralspritze für ATP-Finals

Insgesamt gewann Federer im 19. Duell mit dem 1.98 Meter grossen "Turm von Tandil" zum 14. Mal. Bei den letzten drei Begegnungen - im Final der Swiss Indoors 2012 und 2013 sowie an den ATP Finals 2012 - hatte er jedoch jeweils in drei Sätzen verloren. Gerade im Hinblick auf das Masters, das bereits am Montag beginnt, ist der Sieg möglicherweise von grosser Bedeutung.

Seit Januar am Australian Open (im Viertelfinal gegen Jo-Wilfried Tsonga) hatte der Schweizer keinen Topten-Spieler mehr bezwungen. Nun wird er mit einem guten Gefühl nach London reisen. Zunächst steht aber am Samstag in Paris der Halbfinal gegen die Weltnummer 2 Novak Djokovic an.

Paris-Bercy. ATP-Masters-1000-Turnier. Viertelfinal:
Roger Federer (Sz/5) s. Juan Martin del Potro (Arg/4) 6:3, 4:6, 6:3 in 1:44 Stunde. - Federer im Halbfinal am Samstag gegen Novak Djokovic (Ser, ATP 2).

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(si)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Iceman am 01.11.2013 18:43 Report Diesen Beitrag melden

    RF ist back :-)

    Was für ein starkes Spiel von Roger, hab zum Teil meinen Augen nicht getraut wie er Del Potro richtig an die Wand gespielt hat! Genau diesen Roger will ich sehen, hoffe das er morgen gegen Djoker nachlegen kann :-) GO ROGER!

  • Regula Meier am 01.11.2013 18:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo

    Heute hat Roger fast so wie in alten Zeiten gespielt. An alle die denken Del potro hat schlecht gespielt dem ist nicht so. Die beiden haben sich nichts geschenkt. Hoffentlich gibt ihm dieser Sieg genug Selbstvertrauen auch den Halbfinal zu gewinnen. Go Roger

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  • Heribert am 01.11.2013 17:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stark!

    Federer war heute wie ausgewechselt im Vergleich zu den letzten Wochen. Ich hoffe das geht weiter so! Mit dieser Leistung kann er an den WTF ein ordentliches Wörtchen mitreden

Die neusten Leser-Kommentare

  • Herr Hürzeler am 02.11.2013 12:13 Report Diesen Beitrag melden

    Ignoranten

    Das französische Publikum hat uns Schweizern deutlich gezeigt, wie man mit einem Weltstar respektvoll umgeht und ihm Anerkennung zollt, auch wenn es kein eigener ist. Es ist armselig und despektierlich, wie gewisse Kommentare hier verfasst sind, aber diese Leute kennen den Ausdruck Respekt vermutlich nur vom Hörensagen oder können es einfach nicht mit sich vereinbaren, aussergewöhnliche Leistungen anderer neidlos zu würdigen.

  • TennisSport am 02.11.2013 09:46 Report Diesen Beitrag melden

    Sportliche unkompetenz im höchsten Masse

    An alle respektlosen Drittbrettfans. Fassen wir doch ein für alle mal zusammen: Er kommt nur nach vorne weil er Drittklassespieler als Gegner hatte. Wenn er gegen grosse Spieler gewinnt, waren die einfach nur schlecht, gerade nicht 100 % auf der Höhe oder verletzt etc. Nadal war nicht dabei. Djokovic hatte Sorgen. Ach ja, Murray fehlt, nur deshalb wohl unter den besten acht. Und ansonsten hat er einfach nur Glück. Definitiv wir haben es alle verstanden, ihr könnt also in Zukunft wegbleiben. Roger, ein Tennisschmaus dir gestern zuzusehen, gratulation und viel Glück gegen Djokovic

  • meccano am 02.11.2013 08:24 Report Diesen Beitrag melden

    pech gehabt

    an alle meckertanten und federer-opponenten: nicht verzagen, federer wird sein racket schon an den nagel hängen und auch wieder verlieren, die frage ist nur wann. wenn er an seine gestrige spielweise anknüpfen kann, müsst ihr euch eben noch einige jahre gedulden, aber es wird schon.......;-((((

  • Peter Renggli am 02.11.2013 03:18 Report Diesen Beitrag melden

    Schon vor Wochen...

    habe ich hier geschrieben er soll sich von Paul A. trennen den R.F. ist nicht Sampras. Gestern scheint es er hat wieder zu seinem Speil gefunden. Gratuliere aber trotzdem ist dieser Sieg nur ein Etappensieg auf den Weg zurueck. Viel Glueck Roger

  • Stefan am 02.11.2013 00:07 Report Diesen Beitrag melden

    Delpo

    Federer hat zwar sehr gut gespielt (wie auch in Basel), aber Del Potro war def. nicht in Form. Absolut unsicher im Aufschlag und zu viele Fehler. Hätte Del Potro so wie in Basel gespielt, dann wärs ein 2-Sätzer für ihn geworden :)

    • neccano am 02.11.2013 08:13 Report Diesen Beitrag melden

      ein rein humanitärer akt?

      war ja zum vorneherein klar, dass dieser sieg den notorischen motzern ein gewaltiger dorn im auge ist. ich denke vielmehr, dass del potro federer diesen sieg mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit geschenkt hat, nachdem er miterleben, wie RF am boden zerstört war, was ihn auf's äusserste bewegte. federer war schlicht eine klasse besser, als in basel PUNKT!

    • Tennisspieler am 02.11.2013 11:39 Report Diesen Beitrag melden

      Du hast keine Ahnung

      Gestern hätte Federer eigentlich in 2 Sätzen gewinnen müssen. Er war klar überlegen, eher Zufall, dass der 2. Satz an del Potro ging. Die Service-Statistik widerlegt klar Deine Aussage. Federer spielte wie in seinen besten Jahren (70% 1. Service, weit mehr Winner als Fehler). Del Potro schlug ebenfalls gut auf, jedoch waren die Returns gestern absolute Weltklasse von Federer!! In Basel hat RF bei Weitem nicht dieses Tennis gezeigt wie gestern.

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