ATP-Turnier in Rom

19. Mai 2013 12:23; Akt: 19.05.2013 18:57 Print

Federer wird vom Sandkönig deklassiert

Roger Federer unterliegt im Final von Rom Sandkönig Rafael Nadal klar mit 1:6 und 3:6. Die Weltnummer 3 bleibt gegen den Spanier über weite Strecken chancenlos.

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Rafael Nadal holt sich verdient den Pokal von Rom. Roger Federer strauchelt im Final von Rom gegen Rafael Nadal und verliert 1:6, 3:6. Der Schweizer fand kein Rezept gegen den spanischen Sandkönig. Rafa war einfach mit zu viel Power unterwegs an diesem Sonntag. Serena Williams triumphiert auch in Rom. Die Amerikanerin ist in den letzten Wochen enorm dominant. Viktoria Asarenka hat im Final von Rom nichts zu lachen. Roger Federer zieht seit 7 Jahren wieder einmal ein den Final von Rom ein. Er schlägt den Franzosen Benoit Paire mit 7:6 und 6:4 und trifft dort auf Rafael Nadal. Der Sandkönig gibt auch in Rom den Takt an: Rafael Nadal schlägt Tomas Berdych 6:2 und 6:3 und zieht als erster Spieler ins Endspiel ein. Serena Williams wird ihrer Favoritenrolle gerecht. Das US-Girl steht nach dem 6:3 und 6:0 über Simona Halep (WTA 64) im Endspiel, wo sie auf Victoria Asarenka trifft. Roger Federer erreicht die Halbfinals als letzter Spieler kurz nach Mitternacht mit dem 6:4, 7:6 (7:2) gegen Jerzy Janowicz. Licht und Schatten bei Rafael Nadal im Halbfinal gegen David Ferrer. Am Ende siegt der Mallorquiner mit 6:4, 4:6, 6:2. Frühes Aus für Novak Djokovic: Die Weltnumemr 1 serviert im Viertelfinal gegen Tomas Berdych zum Match, bricht dann aber ein. Berdych macht aus dem 2:6, 3:5 noch ein 2:6, 7:5, 6:4-Sieg. Es ist erst der zweite Sieg des Tschechen gegen Djokovic. Blick auf den Centrale: Bei Kaiserwetter kämpfen die Gladiatoren auf der roten Asche. Roger Federer zeigt seine zweite Gala im neuen Look. Die neue Kurzhaarfrisur scheint ihn tatsächlich zu beflügeln. Rafael Nadal macht den Rambo! Und es nützt: Nach Satzrückstand kämpft sich der Spanier gegen Ernests Gulbis in den Viertelfinal. Und das obwohl der Lette unglaubliche 59 Winner produziert. Novak Djokovic beglückt seine Fans mit einem verschwitzten Armband. Andy Murray muss gegen Marcel Granollers verletzt aufgeben. Kraftvoll und ohne Probleme zieht Rafael Nadal in die nächste Runde ein. Jerzy Janowicz feiert seinen Sieg gegen Jo-Wilfried Tsonga. Da konnte sich der Franzose noch so strecken. Stanislas Wawrinka muss vor dem Zweitrundenspiel gegen Alexander Dolgopolow wegen Oberschenkelproblemen Forfait geben. Auch Andy Murray gibt auf: Nach dem zweiten Satz gegen Marcel Granollers. Rückenprobleme dürften der Grund sein. Roger Federer macht mit Potito Starace kurzen Prozess. Zu reden gibt auf den Rängen vor allem seine neue Kurzhaarfrisur. In nur 50 Minuten muss sich Starace 1:6, 2:6 geschlagen geben. Der neue Look von Federer bleibt jedenfalls gewöhnungsbedürftig. Wenn er so weitermacht, spielt er bei Olympia 2016 in Rio mit einer Glatze. Stanislas Wawrinka hat in der ersten Runde im Gegensatz zu Federer mächtig Mühe. Carlos Berlocq leistet dem Romad kräftig Gegenwehr. Am Ende siegt Wawrinka aber in drei Sätzen. Staunt Novak Djokovic über sich selbst? Der 6:2, 6:3-Sieg gegen Albert Montanes war eigentlich ungefährdet. Maria Scharapowa packt an der Pressekonferenz ihr schönstes Lächeln aus. In Rom ist alles bereit. Die ersten Partien gehen am Montag über die Bühne. Sie ist die Favoritin der Einheimischen: Die hübsche Alexia Virgili. Roger Federer ist früh nach Rom gereist. Bei einer Pressekonferenz spricht er über seine frühe Niederlage in Madrid und über Homosexualität im Tennis-Zirkus.

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Rafael Nadal liess in Rom Roger Federer nicht den Hauch einer Chance. Der Spanier deklassierte Federer im Foro d'Italico in etwas mehr als einer Stunde mit 6:1, 6:3. Federers Fazit fiel deshalb auch kurz aus: «Es war nicht mein Tag. Vielmehr war es derjenige von Rafa». Immerhin zeigte der Schweizer bei der Siegesfeier auch Humor: «Das ist leider oftmals der Fall, wenn Rafa gegen mich spielt.»

Trotzdem darf Roger Federer auch positive Impressionen aus Rom mit ans French Open nach Paris (ab nächstem Sonntag) mitnehmen. Federer erreichte an seinem sechsten Turnier in dieser Saison erstmals einen Final. Er gewann vier Einzel auf Sand, wenn auch die Gegner (Starace, Simon, Janowicz, Paire) keine Top-10-Spieler waren. Bis zum Final gegen Nadal gab Federer bloss zwei Aufschlagspiele ab.

Federer über weite Strecken chancenlos

Im Final halfen diese Statistiken nichts. Roger Federer brachte noch sein erstes Aufschlagspiel durch, wurde danach aber viermal hintereinander gebreakt und verlor bis zum 1:6, 0:3 neun Spiele hintereinander. Im ersten Satz brachte Federer über 80 Prozent seiner ersten Aufschläge ins Feld, dennoch kam er nach dem ersten Game nie mehr in die Nähe eines Spielgewinns. Zu Beginn des zweiten Satzes erspielte sich Federer eine erste Breakmöglichkeit. Ein Aufschlagdurchbruch gelang Federer aber erst bei 1:6, 1:5, als die Partie bereits nahezu verloren war.

Nadals siebenter Turniersieg in Rom hilft dem Spanier in der Weltrangliste. Eine Woche vor dem zweiten Grand-Slam-Turnier der Saison in Roland-Garros verbessert sich Nadal im Ranking auf Kosten von David Ferrer wieder auf Platz 4 der Weltrangliste. Entsprechend kann Nadal am French Open nicht schon in den Viertelfinals auf Novak Djokovic, Andy Murray oder Roger Federer treffen.

Nadal mit starker Rückkehr

Noch viel beeindruckender aus der Sicht Nadals präsentiert sich hingegen der Blick auf die Jahreswertung. Diese führt Nadal (5000 Punkte) nach sechs Turniersiegen (Buenos Aires, Acapulco, Indian Wells, Barcelona, Madrid, Rom) bereits wieder mit fast 700 Punkten Vorsprung auf Novak Djokovic (4310) und Andy Murray (2945) an. Und das, obwohl Nadal bis zum Comeback im Februar sieben Monate lang wegen einer Knieverletzung hatte pausieren müssen. Roger Federer verbesserte sich in der Jahreswertung dank der Finalqualifikation vom 11. auf den 6. Platz (mit 1860 Punkten), unmittelbar vor Stanislas Wawrinka.

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(si)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter Müller am 19.05.2013 18:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Roger ist Top

    Nadal ist momentan unschlagbar. Es ist schon eine riesen Leistung von Federer, überhaupt ins Finale gekommen zu sein.

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  • johnnyb am 19.05.2013 17:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    peinlich 

    federer sollte endlich aufhören, es ist nur noch peinlich.

  • Ledi am 19.05.2013 17:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    richtig schlecht

    Katastrophale Darbietung. Diese mentale Probleme immer gegen Nadal. Da hat er sich einmal mehr selbst geschlagen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Franz Schorno am 20.05.2013 13:50 Report Diesen Beitrag melden

    Federer wie Beckham ...

    Unmotiviert und chancenlos ... einfach nur peinlich!

    • Rolf Polier am 21.05.2013 13:19 Report Diesen Beitrag melden

      Seltsamer Vergleich

      Beckham hat dieses Wochenende definitiv seine Fussballkarriere beendet (und kein Schwein hat's interessiert). Als Fussballer war er nie annähernd in derselben Liga wie Federer, der als einer der grössten Tennisspieler aller Zeiten gilt und momentan immer noch die Nummer 3 der Welt ist. Ich habe irgendwie das Gefühl, Sie haben weder von Fussball noch Tennis die geringste Ahnung.

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  • TennisSport am 20.05.2013 10:25 Report Diesen Beitrag melden

    Respekt wäre mehr als angebracht

    Hier hat es offenbar viele RN/ND-Fans die es nicht ertragen, dass Roger mit 31/32 ihren Spielern immer noch die Stirn bieten kann, sonst würden sie nicht so sehr den Rücktritt von Roger wünschen, oder Leute die nur momentane Zahlen sehen, aber nicht wirklich Tennis verfolgen. Müsstet Ihr jetzt nicht sagen, dass alle ausser RN zurücktreten sollten, Djokovic, Murry, Tsonga, Delpo draussen, ROGER IM FINAL, 2012 noch die 2 meisten Punkte im Race-Ranking gewonnen, gleich viele Pokale gewonnen wie Nole und sogar fast das Jahr als N1 beendet, also ist wohl der erste der aufhören sollte RF? KRANK!

  • Rolf Polier am 20.05.2013 10:11 Report Diesen Beitrag melden

    Und wann muss Nadal aufhören?

    Tolles Comeback für Nadal, zweifellos. Bereits sechs Turniersiege 2013, davon allerdings fünf auf Sand. Da hat er Federer schon immer dominiert. Mit den French Open ist die Sandplatz-Saison vorbei. Ab Wimbledon wird sich zeigen, ob Rafas Knie halten. Angesichts der Tatsache, dass er auch nach dem Comeback wiederholt Probleme und Schmerzen hatte, würde ich nicht allzuviel darauf wetten.

  • Sternli am 20.05.2013 01:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Federer soll endlich aufhören

    War ja klar dass Nadal gewinnt. Was will denn schon Federer, er soll endlich aufhören und sich ganz den Werbespots widmen, obwohl die ja auch zum schiessen sind!!! Er hat doch genug Geld fürs ganze Leben und kann doch die Zeit mit seiner Familie verbringen. Man sollte wissen wenn man aufhören soll. Nadal spielt einfach Weltklasse, es ist toll ihm zuzusehen, macht echt Freude.

    • Giancarlo am 20.05.2013 08:32 Report Diesen Beitrag melden

      Federer ist immer noch weltklasse!

      Hey, Sternli, für uns alle wäre es genial, wenn du die Sportart wechseln würdest. Seit 10 Jahren spielt Federer an der Weltspitze mit. Er ist immer noch die Nummer 3 der Welt und gerade wieder in einem ATP-1000 Turnier. Viel weiter vorne kann man gar nicht sein. Würdest du was von Tennis verstehen, dann wüsstest du, dass Federer einer der subtilsten Techniker der Welt ist.

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  • Sepp am 19.05.2013 19:16 Report Diesen Beitrag melden

    Realität

    Federer hat doch alles erreicht. Leider hat er gegen Nadal keinen Stich (mehr).