Rückfall im Ranking

17. Januar 2017 16:20; Akt: 17.01.2017 16:31 Print

Bencic droht der Totalabsturz

Nach ihrem Erstrunden-Aus in Melbourne fällt Belinda Bencic im Ranking weiter zurück. Geht es so weiter, muss sie bald wieder Qualifikationen bestreiten.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

«Ich muss mich nicht verstecken», betonte Belinda Bencic nach ihrer 4:6, 3:6-Niederlage gegen die sechsfache Australian-Open-Siegerin und Weltnummer 2 Serena Williams. Das muss sie tatsächlich nicht – vor allem, weil sie am Ende nochmals ihren ganzen Kampfgeist auspackte und aus einem 0:5 ein 3:5 machte. Für eine Wende war Williams aber, anders als bei Bencics sensationellem Sieg vor eineinhalb Jahren in Toronto, zu stark. Vor allem beim Aufschlag hatte die Amerikanerin deutliche Vorteile.

Umfrage
Fängt sich Belinda Bencic bald?
61 %
28 %
11 %
Insgesamt 1446 Teilnehmer

«Dieses Spiel hat gezeigt, dass ich Tennis spielen kann», strich die 19-jährige Ostschweizerin heraus. Am Ende bleibt dennoch eine Erstrunden-Niederlage mit Folgen. «Ich bin mega enttäuscht, dass ich bereits aus dem Turnier bin.» Gegen Williams müsse man sein «total grösstes Limit» erreichen, um eine Siegchance zu haben, und das sei ihr am Dienstag nicht gelungen. Deshalb steht Bencic vor möglicherweise wegweisenden Wochen und Monaten.

Erstmals ohne den Vater

Daneben hat das Aus der Achtelfinalistin des letzten Jahres auch handfeste Folgen. Bencic wird in der Weltrangliste von Position 59 weitere rund 20 Plätze zurückfallen. «Das Ranking ist mir scheissegal», meinte sie trotzig. «Das beschäftigt mich nicht.» Beschäftigen muss sie aber der Fakt, dass sie in den letzten sieben Monaten nur an einem einzigen Turnier (US Open) die 3. Runde erreicht hat. Und wenn sie bei ihrem nächsten Einsatz, in der ersten Februar-Woche in St. Petersburg, ihre Finalqualifikation vom letzten Jahr nicht verteidigen kann, drohen der Fall aus den Top 100 und die Verbannung in die Qualifikation bei den Turnieren dieses Frühsommers.

Für ein solches Szenario spielt Belinda Bencic eigentlich zu gut Tennis, doch sie muss dies auch wieder im Wettkampf zeigen. Ob dafür Änderungen im sportlichen Umfeld notwendig sind, will sie in den nächsten Tagen überlegen. Sie spielt in Melbourne noch Doppel (mit der gleichaltrigen Kroatin Ana Konjuh) und kehrt dann nach Hause zurück – wo Vater und Coach Ivan wartet. Dieser war erstmals nicht ins Traininsgcamp im Dezember in Florida und nach Australien gereist. Bencic war nur mit einem Physiotherapeuten und einem Sparringpartner unterwegs. Kommt es nun zur endgültigen Wachablösung?

Wie weiter?

«Wir werden alle zusammen reden, und dann sehen wir weiter», blieb Bencic vage. «Papi kommt sicher auch mal wieder mit an Turniere.» Als Coach habe er ihr in Australien nicht unbedingt gefehlt, sie seien ja täglich im Kontakt gestanden. «Wer bei mir in der Box sitzt, ist mir nicht so wichtig.» Ob sie allenfalls einen externen Coach hinzuziehen wird, liess sie offen. «Im Moment habe ich keine Ahnung.» Eine schlechte Idee wäre es wohl nicht.

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tennisfan am 17.01.2017 16:34 Report Diesen Beitrag melden

    Geld und Ruhm

    Tja, Familie Bencic und das Management sind ja nur kurzfristig den grossen Sponsoringverträgen nachgerennt nach den ersten Erfolgen, anstatt Konstanz in Belindas Leistungen zu bringen. Förderer Fromm ist dann ausgestiegen, Belinda mit dem Kopf nicht mehr beim Sport und schon gehts abwärts. Schade, aber leider logisch.

    einklappen einklappen
  • Manolo am 17.01.2017 17:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht fit !

    Sie sollte etwas mehr für Ihre Fitness tun! Sie hat etliche Kilos zu viel auf den Hüften!

  • Chris Evert Fan am 17.01.2017 16:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fitlos und unerfahren

    Dies Sportlerin ist bisschen zu untrainiert. In Kombination mit der fehlenden Erfahrung kann sie dies noch nicht kompensieren. Der Kopf braucht gerade im Tennis noch Zeit. Ihre Gegnerin an diesem Tag lebte ausschliesslich von der Erfahrung und dies reichte klar aus. Schaut man sich Timea an, sieht man genau diesen Vorgang und wüsste wo man bei Belinda ansetzen müsste, sofern sie das selber will.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Xaver am 18.01.2017 21:42 Report Diesen Beitrag melden

    Kopf hoch

    Kopf hoch Belinda. Kommt schon wieder. Einfach hart arbeiten, an allem, physisch, technisch, mental.

  • Steve Miller am 18.01.2017 06:26 Report Diesen Beitrag melden

    Plan B

    Immer wieder verletzt, nicht die fiteste, absturz im Ranking. Die Schule hat sie ja absolviert, also evtl. eine Lehre und arbeiten gehen ware auch eine Option.

  • Pit am 18.01.2017 06:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Benejmrn

    Das Benehmen auf dem Platz lässt auch zu wünschen übrig, hier muss sie noch erwachsener werden.

  • Marathon am 17.01.2017 23:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fitness?

    Durchtrainiert sieht anders aus, sie hat derzeit leider etliche Kilos zuviel um die Hüften. Was ist da nur los? Es wird Zeit, ihr Umfeld zu professionalisieren!

    • Aa am 18.01.2017 05:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Marathon

      Das habe ich mich auch schon gefragt. Für so viel Training und Wettkämpfe hat sie zuviel drauf.

    einklappen einklappen
  • Man Weyer am 17.01.2017 23:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Belinda, einfach Gring ache u powere

    Das sah man beim letzten Turnier mit Roger Federer. Belinda ist noch mehr Zufall als Timea. Timea ist fit und leider mental nicht immer aufpassen dem Damm. Die gleichaltrige Konkurrenz von Belinda ist um einiges durchtrainierter. Belinda ist überfordert und muss an ihrer Fitness knallhart rangehen, sonst geht sie die Rangliste runter wie frische Weggli am Förderband. Sie spielt ja gut,aber sie hat auch Ansprüche und dann heisst es ran an den Speck. Federer darf es etwas ruhiger nehmen,auch wenn er nie mehr die Spotze erklimmt. Er hatte sie ja lange. Roger ist einmalig für die CH.