Wilde Mähne

30. Oktober 2009 11:24; Akt: 30.10.2009 15:00 Print

Andre Agassi trug ein Toupet!Andre Agassi trug ein Toupet!

Nach seinem Drogen-Geständnis sorgt Andre Agassi weiter für Schlagzeilen. Der Ex-Tennis-Crack gestand: Die wilde Mähne, sein einstiges Markenzeichen, war gar nicht echt.

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Tennis-Stars und Drogen

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Andre Agassi nimmt in seiner demnächst erscheinenden Autobiografie «Open - das Selbstporträt» kein Blatt vor den Mund. Sein Drogen-Geständnis sorgte diese Woche bereits für Furore (20 Minuten Online berichtete). Demnach verabreichte Agassis Vater seinem Sohn einst Speed und das Tennis-Ass selber schreckte später nicht vor Crystal Meth zurück.

Doch der 39-Jährige geizt in seinem Buch nicht mit Geständnissen. Ein weiteres pikantes Detail, das in Auszügen der Autobiografie vor ihrer Veröffentlichung an den Tag kam: Die wilde Mähne, die Agassi Ende der 80er-, Anfang der 90er-Jahre trug und die sein Markenzeichen darstellte, war nicht echt! Der Amerikaner trug ein Toupet, weil ihm die Haare ausfielen.

Böse Erinnerung an seinen ersten Grand-Slam-Final

«Bei den French Open 1990 stehe ich im Endspiel - zum ersten Mal bei einem Grand-Slam-Turnier», steht in einem von der «Bild»-Zeitung veröffentlichten Auszug aus dem Buch. «Dann passiert ein Fiasko. Am Abend vor dem Finale stehe ich unter der Dusche und spüre plötzlich, wie das Haarteil in meinen Händen auseinanderfällt.» Wahrscheinlich habe er die falsche Haarspülung benutzt. Voller Panik rief Agassi seinen Bruder Philly zu Hilfe. Dieser untersuchte das Toupet und meinte: «Das können wir festklemmen. Mit Haarklammern.» Gesagt, getan. Nicht weniger als 20 Klammern hätten das Harteil am Kopf befestigt. «Glaubst du, das hält?», fragte Agassi seinen Bruder. «Klar. Beweg dich einfach nicht so viel.»

Vor dem Spiel habe er gebetet, so der ehemalige Führende in der Weltrangliste. Aber: «Nicht um den Sieg, sondern darum, dass mir das Haarteil nicht vom Kopf fällt.» Bei jedem Ausfallschritt, bei jedem Sprung habe er sich vorgestellt, wie es im Sand landete. Er habe gehört, wie ein Aufschrei durch die Menge ging und gesehen, wie Millionen von Zuschauern näher an den Fernseher herangerückt waren. Die Folge: Agassi verliert das Endspiel in Roland Garros gegen den Aussenseiter Gomez aus Ecuador. Das Toupet allerdings, das blieb auf dem Kopf.

Genug von Unannehmlichkeiten und Lügen

Agassi spielte weiter - mit Haarteil. Die wilde Mähne blieb sein Markenzeichen. Bis 1994, als er mit der Schauspielerin Brooke Shields verheiratet war und das US Open gewann. «Ich finde, du solltest dich von deinem Toupet und deinem Pferdeschwanz trennen», habe Brooke ihm gesagt. «Rasier dir das Haar extrem kurz und fertig.» Er würde sich dadurch befreit fühlen.

Ein paar Tage lang habe er darüber nachgedacht, so Agassi. «Darüber, wie viele Qualen mein Haar mir bereitet. Über die Unannehmlichkeiten, die meine Toupets mit sich bringen, die Heuchelei und die Lügen.» Eines Morgens sei er dann aufgestanden und habe sich die Haare abgeschnitten, komplett. «Das Ganze dauerte elf Minuten. Ich trete vor den Spiegel. Vor mir steht ein Fremder. Ich lächle mein Spiegelbild an und fahre mir mit der Hand über den Kopf. Hallo. Freut mich, dich kennenzulernen.»

(mon)

ATP-Weltrangliste

Rang Vorname Name Herkunft Punkte
1. Novak Djokovic Serbien 13630
2. Rafael Nadal Sp 10435
3. Roger Federer Schweiz 8010
4. Andy Murray GB 6900
5. David Ferrer Sp 4565
6. Jo-Wilfried Tsonga Fr 4425
7. Tomas Berdych Tschechien 3860
8. Mardy Fish USA 2965
9. Janko Tipsarevic Serbien 2700
10. Juan Martin Del Potro Argentinien 2630
11. Nicolas Almagro Sp 2380
12. Gilles Simon Fr 2050
13. Gaël Monfils Fr 1970
14. Robin Söderling Schweden 1940
15. Feliciano Lopez Sp 1890
16. Richard Gasquet Fr 1855
17. John Isner USA 1800
18. Alexander Dolgopolow Ukraine 1760
19. Andy Roddick USA 1745
20. Kei Nishikori Jap 1680
28. Stanislas Wawrinka Schweiz 1345
190. Marco Chiudinelli Schweiz 255
196. Stéphane Bohli Schweiz 250
251. Michael Lammer Schweiz 187
429. Adrien Bossel Schweiz 83
565. Alexander Sadecky Schweiz 45
583. Sandro Ehrat Schweiz 41
589. Yann Marti Schweiz 39
648. Henri Laaksonen Schweiz 30