Dr. h.c. Roger Federer

24. November 2017 11:00; Akt: 24.11.2017 16:37 Print

«Als hätte ich einen Grand-Slam-Titel geholt»

Die Universität Basel würdigt Roger Federer mit einem Ehrendoktor-Titel. Der Baselbieter zeigte sich hoch erfreut.

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Der Tennisstar Roger Federer, Nationalbankpräsident Thomas Jordan und der Kindermusiker Andrew Bond sind neue Ehrendoktoren der Universität Basel. Die Auszeichnung wurde ihnen und vier weiteren Persönlichkeiten am Freitag am 557. Dies academicus verliehen.

Roger Federer, der an den Feierlichkeiten nicht teilnehmen konnte, erhielt den Doktor «honoris causa» von der medizinischen Fakultät. Diese würdigt den erfolgreichen Tennisspieler namentlich für seine Vorbildfunktion als Sportler, in der er viele Menschen weltweit zu mehr Bewegung animiere und so einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung leiste.

Hervorgehoben wird in der Laudatio auch Federers Auftreten, das in allen Lebenssituationen stets fair und vorbildlich sei. Erwähnt wird zudem das Engagement des 36-jährigen Tenniscracks für Kinder in Afrika im Rahmen einer Stiftung.

Roger Federer bedankte sich auf Twitter. Die Freude sei so gross, «als hätte ich einen Grand-Slam-Titel geholt.»

SNB-Präsident «in äusserst turbulenten Zeiten»

Thomas Jordan, Präsident der Schweizerischen Nationalbank, erhielt die Ehrendoktorwürde von der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät für seine Verdienste um die schweizerische Geld- und Währungspolitik in äusserst turbulenten Zeiten. Auch für sein stetes Streben, geldpolitische Entscheide auf ein wissenschaftliches Fundament zu stellen, wurde Jordan ausgezeichnet.

Der Schweizer Kinderliedermacher Andrew Bond wurde von der Theologischen Fakultät zum Ehrendoktor ernannt. Ausgezeichnet wurde er für die kindgerechte Vermittlung christlicher Glaubensinhalte und religiös-theologischer Themen.

Ehrendoktor für Naturschützerin

Zur Ehrendoktorin ernannt wurde auch die Naturschützerin Katharina Heyer, die sich seit 20 Jahren für Wale und Delfine in der Strasse von Gibraltar engagiert und dabei auch mit der Universität Basel zusammenarbeitet. Die gleiche Ehrung wurde der Übersetzerin Irma Wehrli-Rudin zuteil, die 1980 ihr Studium an der Universität Basel abgeschlossen hatte.

Ehrendoktor wurde auch der Jurist Lukas Bühlmann, der Direktor der Schweizerischen Vereinigung für Landesplanung. Als einzige Persönlichkeit aus dem Ausland wurde überdies dem amerikanischen Persönlichkeitspsychologen Brent Roberts die Ehrendoktorwürde verliehen. Der Alumni-Preis für Ehemalige der Universität Basel ging schliesslich an Dieter Imboden, der von 2005 bis 2012 Präsident des Nationalen Forschungsrats gewesen war.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sonusfaber am 24.11.2017 11:12 Report Diesen Beitrag melden

    So ist es im Leben ...

    Wer bereits viel hat, dem wird noch mehr gegeben. Wer wenig hat, dem wird das Wenige genommen ...

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  • Küde am 24.11.2017 11:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unverständlich

    Natürlich ist es grossartig, was er geleistet hat....aber dafür einen Doktortitel...ich weiss nicht.....zu guter Letzt wird er noch heilig gesprochen.......

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  • Kurt Matter am 24.11.2017 11:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die falschen Leute

    Ich finde das unfair . Das ist ja schliesslich ihr Job für den diese Leute fürstlich honoriert werden . Was ist mit den Müllmännern , die tagtäglich den Abfall tausender entsorgen . Oder die Männer des Bauamtes , die für saubere Strassen und Plätze sorgen , damit Basel Touristenwürdig bleibt . Oder die Stadtgärtner für ihre Mühe die Stadt erblühen zu lassen . Das sind für mich Kandidaten um geehrt zu werden .

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Hedi am 30.11.2017 08:48 Report Diesen Beitrag melden

    Kirche im Dorf

    Tennisspieler auf dem Platz. Hier verkennt die Fakultät die Bedeutung des Ehrentitels. RF hat WEDER Wissenschaftliches noch Akademisches geleistet. Wenn ihm die ATP eine (neu zu schaffende?) Auszeichnung verleiht, ok. Aber so nicht.

  • Herkules am 26.11.2017 17:19 Report Diesen Beitrag melden

    Er nimmt sich nicht so wichtig

    Also RF nimmt sich nicht so wichtig wie so mancher Schreiberling hier. Diese Ehrendoktorwürde steht ihm gut und die Schweiz darf sich mit ihm freuen.

    • Stöf am 09.12.2017 01:35 Report Diesen Beitrag melden

      Ehre wem Ehre gebührt

      Gratulation Dr. Federer. Sie haben es wahrlich verdient!

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  • porti am 26.11.2017 12:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke Roger

    Offenbar verstehen viele Leute den Unterschied zwischen Doktortitel und ehren Doktor Titel nicht. Lesen offensichtlich ist auch zu schwierig. Zeigt mal ein wenig Respekt. Vielleicht wären wir ohne ihn auf der Welt wider mehr als Nörgler und kleinkarriert bekannt.

  • Die Genießerin am 26.11.2017 02:09 Report Diesen Beitrag melden

    Sehr talentiert

    Ich bin auch sehr talentiert. Immer wenn meine erste Liebe ruft, komme ich gerannt. Vielleicht bekomme ich auch einen Doktor verliehen ohne über die Bücher zu müssen. Wer kann, der kann.

  • Capa Sunshine am 25.11.2017 22:18 Report Diesen Beitrag melden

    !!!Glückwunsch!!!

    Man muss auch gönnen können. Federer ist sportlich, wie auch gesellschaftlich eine Person, der man nacheifern kann. Warum sollte er diesen Ehrenpreis nicht tragen dürfen, Nadal wurde diese Ehre auch zuteil.