10. April 2007 14:27; Akt: 10.04.2007 17:02 Print

Federer: «Diese Briefmarke ist wie ein Wimbledon-Sieg»Federer: «Diese Briefmarke ist wie ein Wimbledon-Sieg»

Lange war das Design der neuen Roger-Federer-Briefmarke ein Geheimnis - am Dienstagnachmittag wurde es gelüftet. Der Schweizer Weltranglistenerste zeigte sich schwer beeindruckt.

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Roger Federer ist eine der in der Schweiz grösstmöglichen Ehren zuteil geworden. Dem besten Schweizer Sportler aller Zeiten und dreifachen Weltsportler des Jahres ist von der Schweizerischen Post als erster lebender Person eine Sondermarke gewidmet worden, die gestern in Basel vorgestellt wurde.

Um 14.39 Uhr enthüllten Federer und Post-Konzernleiter Ulrich Gygi im grossen Saal des Rathauses von Basel gemeinsam die Marke, die den unbestrittenen Weltranglisten-Ersten im letzten Juli beim Stemmen des Wimbledon-Pokals zeigt, den er an jenem Tag zum vierten Mal in Serie gewann. Federer war enorm glücklich: «Das ist ein Riesenerlebnis für mich. Ich bin sehr stolz, ein solches Symbol für die Schweiz sein zu dürfen wie die Sackmesser oder die Berge. Dieser Sieg hat in meinem Leben eine ähnliche Bedeutung wie ein Wimbledon-Titel.»

Die Marke weist einen Wert von einem Franken auf und ist seit gestern im Handel erhältlich. Für Gygi war die Frankatur kein Diskussionsthema, wie er an der Zeremonie, der neben der Federer- Familie auch Manager Tony Godsick sowie der Davidoff-Swiss-Indoors- Turnierdirektor Roger Brennwald und FC-Basel-Mäzenin Gigi Oeri beiwohnten, mit einem Augenzwinkern erklärte: «Roger Federer gewinnt seine Spiele jeweils sehr schnell. Auch die Post ist sehr schnell. Passenderweise ist die Roger-Federer-Briefmarke denn auch eine A-Post-Marke. A-Post-Briefe kommen in der Schweiz übrigens zu 98 Prozent rechtzeitig an. Diese Quote ist sogar noch etwas höher als die der Siege von Roger Federer...»

Die Ausnahme der Regel

So wie Federer auf dem Platz eine absolute Ausnahme-Erscheinung ist, so bildet er auch nun eine Ausnahme. Bislang wurden Sondermarken nur posthum verliehen, auch um möglichem Inflationismus vorzubeugen. Gygi: «Bisher musste man etwas Grosses geleistet haben und zuerst gestorben sein, ehe man auf einer Marke verewigt wurde.» Für die im Ausland manchmal fast höher als hierzulande geschätzte Lichtgestalt des Sports hat man aber gerne eine Ausnahme gemacht, ohne, dass nun die Messlatte sinken werde, wie Gygi weiter ausführte: «Wenn es in irgendeiner globalen Domäne eine Schweizer Persönlichkeit gibt, die einen zu Roger Federer im Tennis vergleichbaren Status hat, dann bin ich gerne bereit nachzuziehen.»

Der perfekte Botschafter

Der Konzernleiter des «Gelben Riesen» betonte auch, dass Federer seine Sonderrolle nicht nur wegen seiner sportlichen Dominanz, sondern auch wegen seines Verhaltens neben dem Court, inklusive seines sozialen Engagements verdient habe. «Er repräsentiert unser Land auf einem Topniveau. Und nachdem er für die Schweiz ein Markenzeichen geworden ist, ist er ab heute auch eine Marke - eine Briefmarke.»

Diese Wertschätzung freute Federer ganz besonders: «Dass ich in der Schweiz so gewürdigt werde, obwohl ich viel weg bin, ist toll und zeigt, dass ich auch bei den Leuten gut ankomme. Und dass ich schon in jungen Jahren erleben darf, was noch keine lebende Person sonst hatte, ist ein riesiger Motivationsschub.»

Zu erwartender Run

Wer sich die Sondermarke kaufen möchte, tut gut daran, dies schnell zu tun, sie dürfte schnell vergriffen sein. Bei anderen sportbezogenen Sondermarken - die Ballon-Weltumrundung von Bertrand Piccard (1999) oder der Gewinn des America's Cup von Alinghi (2003) - waren nach wenigen Wochen keine Wertzeichen mehr im Umlauf. Die Auflage wurde nicht genau genannt, dürfte aber im Rahmen von 1 bis 3 Millionen liegen.

(si)

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  • Ruth am 12.04.2007 09:28 Report Diesen Beitrag melden

    Yves

    Wie alt ist diesr Yves? Trauriger Fall, wenn man sich in zwanzig Jahren nicht mehr an grosse Ereignisse erinnern kann. Sei es Sport,Entwicklung,Musik etc. Kennt er I.Lendl,St.Edberg,B.Borg,Y.Noah,B.Becker nicht mehr?A.+J.Piccard,A.Novel, J.Hch.Pestalozzi,etc.,kennt er diese Grossen auch nicht mehr?

  • jay am 12.04.2007 02:48 Report Diesen Beitrag melden

    grauenhaft

    naja ich bin ja kein profi aber das design ist einfach lausig. da hätte ich also einiges mehr erwartet. und der hirter soll besser den job wechseln. naja so wie es aussieht gibts ja mehr negative als positive feedbacks zur marke!

  • Claire Anliker am 11.04.2007 15:22 Report Diesen Beitrag melden

    Verdient

    Der Name des Briefmarkengestalers ist hier nicht massgeblich, viel zu gross in der Schrift und fehl am Platz links unten (er stellt sich unüblich in den Vordergrund). Die Marke selbst gefällt mir gut in dem Weiss (ehemalige Tennisfarbe, Licht, positive Ausstrahlung)

ATP-Weltrangliste

Rang Vorname Name Herkunft Punkte
1. Novak Djokovic Serbien 13630
2. Rafael Nadal Sp 10435
3. Roger Federer Schweiz 8010
4. Andy Murray GB 6900
5. David Ferrer Sp 4565
6. Jo-Wilfried Tsonga Fr 4425
7. Tomas Berdych Tschechien 3860
8. Mardy Fish USA 2965
9. Janko Tipsarevic Serbien 2700
10. Juan Martin Del Potro Argentinien 2630
11. Nicolas Almagro Sp 2380
12. Gilles Simon Fr 2050
13. Gaël Monfils Fr 1970
14. Robin Söderling Schweden 1940
15. Feliciano Lopez Sp 1890
16. Richard Gasquet Fr 1855
17. John Isner USA 1800
18. Alexander Dolgopolow Ukraine 1760
19. Andy Roddick USA 1745
20. Kei Nishikori Jap 1680
28. Stanislas Wawrinka Schweiz 1345
190. Marco Chiudinelli Schweiz 255
196. Stéphane Bohli Schweiz 250
251. Michael Lammer Schweiz 187
429. Adrien Bossel Schweiz 83
565. Alexander Sadecky Schweiz 45
583. Sandro Ehrat Schweiz 41
589. Yann Marti Schweiz 39
648. Henri Laaksonen Schweiz 30