Sports Awards

27. Februar 2018 21:15; Akt: 27.02.2018 22:06 Print

Federer zum 5. Mal Weltsportler des Jahres

Der Weltranglistenerste kehrt nach zehn Jahren Unterbruch auf den Gipfel der Sportwelt zurück. Und der Schweizer erhält noch eine weitere Auszeichnung.

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Was für eine Leistung: Roger Federer macht in Monaco mit zwei Auszeichnungen am gleichen Abend das halbe Dutzend voll (fünfmal Sportler des Jahres und einmal Comeback des Jahres. (27. Februar 2018) Tiger Woods erhält die ersten zwei Laureus-Awards als Weltsportler in den Jahren 2000 und 2001. 2000 gewann er zwei Majors, darunter erstmals das British Open (Bild). 2002 heisst der Sieger bei der Verleihung in Monaco Michael Schumacher. Es ist die erste seiner zwei Auszeichnungen, die zweite folgt 2004, wobei er allerdings nicht bei der Preisverleihung teilnimmt. Der Deutsche wurde sowohl 2001 als auch 2003 Weltmeister. Lance Armstrong ist Weltsportler des Jahres 2003. Der Amerikaner hatte 2002 den dritten seiner sieben Tour-de-France-Siege geholt, die ihm später jedoch alle aberkannt wurden. 2005 gewinnt Federer in Estoril zum ersten Mal den wichtigsten Award, und der Sieger heisst auch in den nächsten drei Jahren Federer. Es ist die Zeit, als er Grand-Slam-Titel hamstert und die klare Nummer 1 ist. Federers zweite Auszeichnung nimmt er 2006 in Barcelona entgegen, nachdem er 2005 erneut Wimbledon und das US Open gewonnen hat. Federer zum dritten: 2007 reist er wieder nach Barcelona, nachdem er im Vorjahr drei weitere Grand-Slam-Titel ungeschlagen beendet hat. 2008 darf Federer in St. Petersburg nach einem weiteren Jahr mit drei Grand-Slam-Titeln seine vierte Cartier-Trophäe liebkosen. Nach viermal Federer ist 2009 Usain Bolt an der Reihe, nachdem er 2008 in Peking Olympiasieger über 100 und 200 Meter geworden ist. Auch 2010 heisst der Sieger Bolt. In Abu Dhabi holt er sich zum zweiten Mal den Award. 2009 hatte er dreimal WM-Gold errungen und einen neuen Weltrekord über die 100 m aufgestellt. 2011 in Abu Dhabi: Rafael Nadal gewinnt zum ersten und bislang einzigen Mal den Award. Der Spanier siegte 2010 bei drei Grand-Slam-Turnieren. 2012 ist in London ein neuer Tennisspieler an der Reihe: Novak Djokovic. Er dominierte das Tennisjahr 2011 mit drei Grand-Slam-Titeln. 2013 in Rio: Usain Bolts dritter Erfolg, nachdem er an den Olympischen Spielen in London dreimal Gold holte. 2014 in Kuala Lumpur gewinnt Sebastian Vettel als zweiter Deutscher nach Michael Schumacher. Er wurde 2013 zum vierten Mal nacheinander Weltmeister. 2015 und 2016 heisst der Sieger wieder Novak Djokovic. Damit hat der Serbe bereits drei Laureus Awards. 2017 sichert sich Usain Bolt seine insgesamt vierte Auszeichnung und zieht mit Federer gleich, nachdem er an den Olympischen Spielen in Rio erneut dreimal Gold holte.

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Die 19. Vergabe der Laureus Sports Awards, der wichtigsten Auszeichnung im Weltsport, stand am Dienstagabend am Mittelmeer ganz im Zeichen von Roger Federer. Erst durfte der 20-fache Grand-Slam-Sieger im Sporting Club von Monte Carlo von Boris Becker die Trophäe für das «Comeback des Jahres» 2017 entgegen nehmen. Und wenig später kehrte er auf die Bühne zurück, denn auch die wichtigste Auszeichnung ging an ihn: Nach zehn Jahren Unterbruch wurde er zum 5. Mal zum Weltsportler gewählt, womit er vor Usain Bolt (4) wieder alleiniger Rekordhalter ist.

Namhafte Konkurrenz

Zur Wahl standen für diese prestigeträchtige Ehrung anhand einer von Sportjournalisten erstellen Liste fünf weitere Kandidaten: Langstreckenläufer Mo Farah, Tour-de-France-Sieger Chris Froome, Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton sowie Cristiano Ronaldo und Rafael Nadal. Der Spanier hatte das vergangene Jahr als Weltranglistenerster beendet, seine Erfolge wurden aber von der Laureus-Jury, die aus über 60 ehemaligen Sportgrössen besteht, als weniger wertvoll eingestuft.

Ein Hauch von Hollywood in Monaco

Federer gewann 2017 nach halbjähriger Verletzungspause sieben Turniere, darunter das Australian Open und Wimbledon, und kam auf eine Gesamtbilanz von 52:5 Siegen. Deshalb avancierte Federer bei der Verleihung auch in der Kategorie «Comeback des Jahres» zum logischen Sieger.

Auch Hug geehrt

Neben Federer war auch Rollstuhl-Leichtathleten Marcel Hug für die alljährlich stattfindende Preisverleihung nominiert. Der 31-jährige Thurgauer wurde bei seiner dritten Nomination nach 2014 und 2017 zum «Behindertensportler des Jahres» gewählt. Hug wurde im vergangenen Jahr dreifacher Weltmeister, zudem gewann er fünf grosse Marathons.

Serena Williams durfte sich über den Pokal der Sportlerin des Jahres freuen. Die Wertung Team des Jahres gewann das Formel-1-Team Mercedes.

(rst/fal/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • kobra11 am 27.02.2018 21:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    unerreicht

    unerreicht, grandioser sportler und mensch. gratulation und grosser dank, dass es dich gibt.

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  • Mano am 27.02.2018 21:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    Herzliche Gratulation an Roger Federer. Unglaublich schon wieder ein Rekord. Und an alle Federerhater. Lasst doch die doofen beleidigenden und provozierenden Kommentare. Habe fertig.

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  • SO am 27.02.2018 21:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grandios

    Bravo Bravo, ich finde keine Worte, einfach grandios. Du bist der beste, danke.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Andy Dufresne am 28.02.2018 21:08 Report Diesen Beitrag melden

    Armes Tennis

    Federer reibt sich schön die Hände. Nadal fällt bis zur Sandplatzsaison aus. So macht Tennis Spaß. ;o ((

  • Steffi Minger am 28.02.2018 16:36 Report Diesen Beitrag melden

    Ich mag ihn nicht

    So ein Unsympath, wie konnte die Jury ihm wieder einmal diese Preise zu unrecht zuerkennen? Da hat Mirka die Preise schon eher verdient, weil sie ihn ertragen muss.

  • Holz vor der Hütten am 28.02.2018 16:32 Report Diesen Beitrag melden

    Krasse Leistung

    Wow, jetzt ist er Rekordsieger dieses Preises. Wenn er mal in Rente geht, hat er wohl auch noch Gold bei Olympia geholt.

    • manuel schmied am 02.03.2018 08:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Holz vor der Hütten

      wer redet von olympia gold, die nr 1 zählt und die GS die meisten gewonnen tuniere wird er noch einholen,durch 1 jahr 250 tuniere zu spielen und zupf auch dieser rekord bleibt für die ewigkeit

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  • Bianca Edel am 28.02.2018 15:53 Report Diesen Beitrag melden

    Roger verdient das

    Hatte mir schon gedacht, dass Roger abräumen täte. Warum sollte er sonst extra anreisen wollen. Da kann man nur herzlichst Glückwünsche übermitteln.

  • Oma und Opa von Luc am 28.02.2018 15:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Supertyp

    Ehre wem Ehre gebührt. Ein derartiger Ausnahmesportler, frei jeden Skandals, ist Vorbild für Generationen von Nachwuchssportlern. Und eine Freude für uns Schweizer. Und wer das Gefühl hat, gegen Feder er zu sein.... Ignoriert ihn einfach. Er kanns verschmerzen.

    • Martin am 28.02.2018 16:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Oma und Opa von Luc

      Kein Skandal? Dienstuntauglich und Zivilschutz verweigert. Nun das ist ein Skandal und nicht entschuldbar.

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