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Schweiz vs. USA
08. Februar 2012 13:48; Akt: 08.02.2012 13:51 Print
Federer brennt auf Revanche für 1992
von Philipp Reich - Die bittere Finalpleite im Davis-Cup-Final gegen die USA 1992 ist noch nicht vergessen. Auch Roger Federer erinnert sich daran und will es den Amerikanern zum zweiten Mal heimzahlen.
Die besten Bilder zum Davis-Cup-Duell zwischen der Schweiz und den USA.
Vor etwas mehr als 19 Jahren qualifizierte sich die Schweiz dank Siegen über Holland, Frankreich und Brasilien zum bislang einzigen Mal für den Davis-Cup-Final. Jakob Hlasek und Marc Rosset, die Nummern 35 und 36 der Welt, trafen in Fort Worth bei Dallas auf das US-Dreamteam mit John McEnroe, Jim Courier, Pete Sampras und Andre Agassi. Trotz harter Gegenwehr mussten sich die Eidgenossen mit 1:3 geschlagen geben und verpassten so den ganz grossen Coup.
Dezember 1992: John McEnroe darf die «hässlichste Salatschüssel der Welt» in die Höhe stemmen. Jim Courier klatscht im Hintergrund Beifall.(Bild: Keystone)
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Federers Rekordjagd
Dabei hatte es zunächst gar nicht so schlecht ausgesehen. Die rund 1500 Schweizer Fans sorgten mit Hunderten von Fahnen, Kuhglocken und Gesängen für eine tolle Stimmung im «Tarrant Convention Center». «Ich dachte, wir hätten ein Auswärtsspiel», erinnerte sich Agassi später. Trotz der Schweizer Schlachtenbummler hatte Jakob Hlasek im ersten Einzel gegen den damals noch langhaarigen Paradiesvogel keine Chance und verlor mit 1:6, 2:6, 2:6 deutlich.
Marc Rosset schaffte mit einer kämpferischen Leistung gegen Jim Courier schliesslich den Ausgleich. In viereinhalb Stunden rang der Genfer die damalige Weltnummer 1 mit 6:3, 6:7, 4:6, 6:4, 6:4 nieder, verpuffte dabei aber wertvolle Kräfte. Im Doppel vom Samstag gewannen Hlasek/Rosset gegen das ungleiche Duo Sampras/McEnroe die ersten beiden Sätze im Tie-Break, obwohl die Amerikaner in Sachen Fan-Utensilien nachgerüstet hatten. Über Nacht hatte die Stadtverwaltung über 3000 USA-Fahnen für die Zuschauer aufgetrieben.
Agassi spuckt - McEnroe wütet
Im US-Team brach Panik aus. Die Schweizer Spieler wurden von der US-Trainerbank beschimpft. Agassi soll gar in Richtung von Rosset gespuckt haben. Die Schweizer liessen sich einschüchtern und verloren den dritten Satz kurz vor dem Einzug ins Tie-Break. Beide Teams legten daraufhin eine Pause in der Kabine ein. Dort flippte der damals 33-jährige McEnroe völlig aus und stachelte den 12 Jahre jüngeren Sampras so richtig an. «Ich werde nie vergessen, wie er auf Sampras losging, schrie und wild gestikulierte. Dabei war er nicht einmal unser Captain», erzählt Courier dem «Tages-Anzeiger».
Auch das nützte: Hlasek und der völlig entkräftete Rosset verloren 6:7, 6:7, 7:5, 6:2, 6:1. Es war wohl die Vorentscheidung. Hlasek verlor am Sonntag das dritte Einzel gegen Courier in vier Sätzen, und so musste sich die Schweiz dem haushohen Favoriten schliesslich doch geschlagen geben. Die «hässlichste Salatschüssel der Welt» blieb in den USA.
Federers Chance zur zweiten Revanche
Roger Federer war bei der Schweizer Finalniederlage 1992 erst 11 Jahre und vier Monate alt. Allzu viel weiss Federer von damals nicht mehr. «Ich erinnere mich lediglich daran, dass die USA damals ein schier unschlagbares Jahrhundert-Team hatten mit Agassi, Courier, McEnroe und Sampras.» Der Final sei in der Schweiz ein grosses Thema gewesen, obwohl er weit weg stattgefunden habe. «Es wäre schön, am kommenden Wochenende Revanche zu nehmen für die Finalniederlage 1992.» Auch weil mit Courier ein damaliger Spieler mittlerweile Captain des heutigen US-Teams ist.
Für Federer ist die Erstundenpartie 2012 nicht das erste Davis-Cup-Duell mit den Amerikanern. Vor genau 11 Jahren sicherte er den Schweizer Sieg ebenfalls in der ersten Runde mit einem 7:5, 6:2, 4:6 und 6:2 gegen Jan-Michael Gambill, die damalige Nummer 55 der Welt. Es war der bislang einzige Erfolg der Schweiz gegen den Rekordsieger. Ein gutes Omen für die zweite Revanche für die Finalniederlage von 1992.
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Krass
da war ich 8 Jahre alt, aber mag mich an das Spiel noch erinnern. vorallem als einer der beiden Amis, den Ball mit der Hand rübergespielt hatte