Achter Triumph

16. Juli 2017 14:37; Akt: 16.07.2017 18:27 Print

Federer macht sich in Wimbledon unsterblich

Roger Federer bezwingt auch den Kroaten Marin Cilic ohne Satzverlust und stemmt auf dem heiligen Rasen zum achten Mal die Trophäe in die Höhe.

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Ein historischer Moment: Roger Federer küsst zum achten Mal den Pokal in Wimbledon. Der Rekordmeister zementiert seinen Legendenstatus dank einem klaren Dreisatz-Sieg über den Kroaten Marin Cilic. Nervöser Auftakt: Zu Beginn der Partie schlichen sich beim Maestro viele unerzwungene Fehler ein. Cilic erwischt den besseren Start und kommt früh zu einer ersten Breakchance. Erleichterung nach Satzgewinn: Erinnerungen an den US-Open-Halbfinal vor drei Jahren kamen allerdings nie wirklich auf. Denn nach einem holperigen Start und abgewehrten Breakbällen findet der Rasenkönig seinen Rhythmus. Dank zwei Breaks und einem zunehmend schwächelnden Cilic sichert sich Federer den ersten Satz. Trauriger Widersacher: Marin Cilic kullern beim Seitenwechsel während des zweiten Durchgangs Tränen über die Wangen. Nach dem Verlust des zweiten Satzes nimmt der Kroate ein «medical timeout» und lässt sich am Fuss behandeln. Unaufhaltbar: Danach scheint dem siebenfachen Champion nichts mehr im Weg zu stehen. Der Rekordmeister lässt sich auch vom ehemaligen US-Open-Champion keinen Satz abnehmen und entscheidet das Endspiel in nur 101 Minuten zu seinen Gunsten. Championship Point: Mit einem glatten Ass durch die Mitte sichert sich der Maestro seinen achten Wimbledon-Titel. Freude herrscht: Der Schweizer hebt nach stilvoller Verwertung des Matchballs euphorisch vom heiligen Rasen ab. Freudentränen: Nach dem historischen Triumph und einem Blick in die Box vergoss auch der Champion noch ein paar Tränen. Phänomenal: Ohne einen einzigen Satzverlust stemmt die Schweizer Legende die prestigeträchtigste Tennis-Trophäe in die Höhe.

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Fehler gesehen?

Der Rekordmeister liess Marin Cilic im Final mit 6:3, 6:1, 6:4 keine Chance. Der Spuk auf dem berühmtesten Tenniscourt der Welt dauerte nur gerade 101 Minuten. Einzig die ersten vier Games boten Spannung. Cilic, der Federer auf dem Weg zu seinem US-Open-Triumph 2014 im Halbfinal deklassiert hatte, verschaffte sich beim Stand von 2:1 die erste Breakchance - und vergab sie mit einem Returnfehler auf einen durchschnittlichen zweiten Aufschlag. Es war bereits der Anfang vom Ende.


Trauriger Widersacher: Marin Cilic kullern beim Seitenwechsel im zweiten Satz Tränen über die Wangen.
(Quelle: Tamedia/SRF)

Im nächsten Game gelang Federer seinerseits das erste Break. In der Folge verlor er nur sechs weitere Games. Spätestens ab dem zweiten Satz wurde zudem deutlich, dass der als Nummer 7 gesetzte Kroate Mühe hatte, sich zu bewegen. Er liess sich am Fuss behandeln, dem Anschein nach wegen einer grossen Blase, und kämpfte immerhin bis zum Schluss. Nach einem Break zum 4:3 im dritten Satz war die Frage jedoch nur noch, ob Federer den Sieg noch vor einem drohenden Regenguss unter Dach und Fach bringen würde. Mit einem Ass beim zweiten Matchball gelang ihm auch dies souverän.


Freude herrscht: Mit einem glatten Ass durch die Mitte sichert sich der Maestro seinen achten Wimbledon-Titel.
(Quelle: Tamedia/SRF)

Ohne einen einzigen Satzverlust

Nachdem er im Januar am Australian Open seinen 18. Grand-Slam-Titel im Anschluss an eine fünfmonatige Verletzungspause völlig überraschend geholt hatte, setzte sich Federer in Wimbledon als Favorit so überlegen wie noch nie durch. Als erst zweiter Spieler in der Profiära (seit 1968) nach Björn Borg 1976 holte er den Titel ohne Satzverlust. Federer war diese Kunststück bei einem Major zuvor erst einmal gelungen: beim Australian Open 2007.

Mit 35 Jahren und 342 Tagen ist Federer der älteste Wimbledon-Sieger der Neuzeit. Am wichtigsten aber: Mit nun acht Titeln - dem ersten seit 2012 - setzte er sich am prestigeträchtigsten Tennisevent der Welt um eine Einheit vor William Renshaw und Pete Sampras.


Freudentränen: Nach dem historischen Triumph und einem Blick in die Box vergoss auch der Champion noch ein paar Tränen.
(Quelle: Tamedia/SRF)

Federer nähert sich der Nummer 1

Federer wird nach der Fortsetzung seiner märchenhaften Saison in der Weltrangliste auf Platz 3 vorstossen. Erstmals seit 2009 gewinnt er mindestens zwei Major-Turnier in einem Jahr, nachdem er Anfang Saison schon das Australian Open für sich entschieden hat.


(nos/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marco am 16.07.2017 15:04 Report Diesen Beitrag melden

    The Best

    Go Roger !! Die Welt schaut dir zu !!

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  • Amina123 am 16.07.2017 14:52 Report Diesen Beitrag melden

    Leben

    Ok..wir nehmens dem trainer nicht übel,seine aussage betreffs 'töten' ;) Die echten RF fans wissen,wie das gemeint ist ;) Auf ein faires und spannendes spiel,bis später ;)

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  • Margrit am 16.07.2017 15:14 Report Diesen Beitrag melden

    Roger

    Hopp Riger wir drücken die Daumen!!!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Realist am 18.07.2017 11:33 Report Diesen Beitrag melden

    kein echter Nachfolger in Sicht

    alles geht einmal vorbei - was dann? Auch wenn er bis 40 weiterspielt...

  • 45 Grand Slam Titel für die Schweiz am 17.07.2017 12:07 Report Diesen Beitrag melden

    seit 1997 45 GS Titel

    19 King Roger 3 Stan the Man 23 Swiss Miss das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen für so ein kleines Land in der Weltsportart Tennis so den Stempel aufzudrücken einfach nur der pure Wahnsinn Gratulation an Roger zum 8ten Wimby Titel Wahnsinn er ist einfach der GOAT ohne jeden Zweifel aber auch mal ein FETTES Danke schön an Paganini der hält den King und den Man immer auf trab und stählt sie zu den GS Champs Stan ist eh einer der Stärksten auf der Tour und wie Roger mit beinahe 36 noch so fit ist einfach der Hammer aber auch Lüthi ebenfalls für beide verantwortlich Gratualtion

  • G.A am 17.07.2017 11:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unsterblichkeit

    Gott sei dank ist alles im Leben vergänglich!!

  • Ronny am 16.07.2017 21:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Übrigens...

    Gratulation an RF! Übrigens: Martina Hingis hat den Mixed-Final ebenfalls gewonnen und ist damit bei 23 Grand Slam-Siegen. Sehr schade dass dies keine Story wert ist. Dafür auf der Startseite 6 Berichte über Roger...

  • Michèle am 16.07.2017 20:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rasenkönig

    Roger hat heute unendlich viele Tennisfans auf der ganzen Welt glücklich gemacht! Er ist und bleibt der sympathische Schweizer welcher auf dem Boden geblieben ist. Klar war es nicht der spannendste Match, dafür konnte er aber nichts, Marin (übrigens ein Freund von ihm) war leider angeschlagen. Er ist und bleibt der Rasenkönig, einfach sensationell!

    • Mimi am 16.07.2017 22:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Michèle

      Auf dem Boden geblieben ist! Jeder der soviel Cash hat kann nicht auf dem Boden bleiben !

    • Tim am 16.07.2017 23:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mimi

      Ausnahmen bestätigen die Regeln. ;)

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