ATP-Turnier Stuttgart

17. Juni 2018 16:10; Akt: 17.06.2018 16:59 Print

Roger Federers totaler Triumph

Roger Federer gewinnt zum ersten Mal das Rasenturnier in Stuttgart. Der Baselbieter bezwingt im Final Milos Raonic in zwei Sätzen.

Starke Rückkehr: Dem Schweizer Rasen-König gelingt in seiner langen Karriere eine Premiere. (Video: SRF)
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Nach elf Wochen Absenz auf der Tour packte der 36-jährige Schweizer zum Ende der Woche in Stuttgart bereits wieder sein bestes Tennis aus und bezwang im Final den Kanadier Milos Raonic 6:4, 7:6 (7:3). Da hatte selbst der äusserst starke Aufschläger Raonic, der nach Verletzungsproblemen auf Platz 35 zurückgefallen ist, trotz einer tollen Leistung das Nachsehen. Ausnahmekönner Roger Federer gewann zum 16. Mal in Serie auf Rasen. «Es ist in dieser Woche perfekt gelaufen», kommentierte der Champion seinen Aufenthalt in Stuttgart.

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Federer stellte die Weichen gleich zu Beginn der Partie auf Sieg. Er nutzte seine erste Breakmöglichkeit, indem er einen 227 km/h schnellen ersten Aufschlag von Raonic als Winner retournierte. Und dies auf einem Belag, der schnellere Verhältnisse bot, als sie in Wimbledon herrschen werden. Die 2:1-Führung geriet umgehend ins Wanken, weil sich Federer 15:40 ins Hintertreffen manövrierte. Der Schweizer befreite sich nicht mit ersten Aufschlägen, sondern mit teils genial gespielten Bällen aus der misslichen Situation.

Federers Nervenstärke in wichtigen Phasen

In der Folge liessen die beiden Spieler keine Breakbälle mehr zu. Im Tiebreak wurde Federer seinem Ruf gerecht, wonach er bei wichtigen Punkten besser spielt als seine Gegner. Raonic leitete seine Niederlage mit einem Doppelfehler ein. In dieser Situation nützte es dem Kanadier nichts, dass er zuvor 14 Asse und somit deren zehn mehr als Federer geschlagen hatte. Der Schweizer hingegen zeigte in der Endphase keine Schwächen, leistete sich keine unerzwungenen Fehler und spielte bis zum letzten Ball auf höchstem Niveau. Im Direktduell erhöhte er auf 11:3 und lässt Raonic – die ehemalige Nummer 3 wartet seit über zwei Jahren auf einen Titel – weiter auf seinen 9. Triumph warten.

«Das Wichtigste hier in Stuttgart war die Nummer 1», hatte der Champion nach seinem Halbfinalerfolg über Nick Kyrgios, der ihn als harten Aufschläger ideal auf den Final vorbereitet hatte, gesagt. Obschon er sein Hauptziel erreicht hatte, war im Endspiel, das von 120 Sendern auf alle fünf Kontinente ausgestrahlt wurde, kein Nachlassen sichtbar. In Stuttgart, wo seit ein paar Jahren auf Rasen gespielt wird und Federer nun zum dritten Mal in Folge antrat, liess sich der Schweizer erstmals die Trophäe und den Mercedes überreichen.

Unter Zugzwang

Federer feierte in der Hauptstadt von Baden-Württemberg in seinem 148. ATP-Final seinen 98. Titel – den 18. auf Rasen. Der Basler wird am Montag seine 310. Woche als Nummer 1 in Angriff nehmen.

Um diese Zahl weiter nach oben zu schrauben, steht er unter Zugzwang. Er muss kommende Woche in Halle seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen, um einen erneuten Wechsel der Nummer 1 zu Rafael Nadal zu verhindern. Der Spanier und der Schweizer lösen sich an der Spitze regelmässig ab. Federer besteigt zum sechsten Mal den Tennis-Thron – zum dritten Mal in diesem Jahr.


Tennis

(seb/fal/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dave am 17.06.2018 16:40 Report Diesen Beitrag melden

    Nr 1

    Und da gab es Leute, die hatten ihn schon abgeschrieben ...

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  • Paplo am 17.06.2018 16:48 Report Diesen Beitrag melden

    sympathisch

    eifach nur Gratulation und Hut ab... wer so viel freude am Tennies- spielen hat und so natürlich und sympathisch bleibt... hat für mich schon eher einen seltenheitswert !

  • OK und für heute Abend am 17.06.2018 16:39 Report Diesen Beitrag melden

    Hopp Schwiiz

    Wo der liebe Gott der Ehrgeiz verteilt hat, stand Mr. Federer zweimal in der Reihe. ;))

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Aufschlag am 24.06.2018 17:47 Report Diesen Beitrag melden

    Immer klappt's nicht

    Kurzes Gastspiel auf dem Thron - ab 25. 6. wieder auf Platz 2. ---

  • Kontaktverbot Bannmeile 2013 am 20.06.2018 07:08 Report Diesen Beitrag melden

    Nr. 10

    A. Zverev schied gestern gegen seinen Angstgegner Coris sang- und klanglos aus. Federer hätte es wenn, nur mit Thiem etwas schwieriger. Der Weg zum 10 Titel ist frei.

    • D&S,18 am 20.06.2018 15:10 Report Diesen Beitrag melden

      Da bestehen wir drauf

      Wir sind riesen Federer Fans aber so wie das hier immer beschrieben wird ist es nicht. Roger bekommt nichts geschenkt, im Gegenteil. Er trainiert hart und dominiert seine Gegner durch sein Service und sein überdurchschnittliches Returnspiel. Titel Nr. 10 muss auch erst gewonnen werden.

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  • Keldor am 19.06.2018 11:04 Report Diesen Beitrag melden

    Habe es immer gesagt...

    Es kommen andere Zeiten, sagte ich bereits 2012. Viele meinten von Roger käme nichts mehr. Neue Trainer, neue Motivation, neuer Spielstil und schon kam der Erfolg zurück. Während er wieder in die Erfolgsspur fand, haben viele seiner Mitstreiter den erfolgreichen Pfad verlassen. Ein Ende ist für Roger noch nicht in Sicht.

    • Rene Plinse am 19.06.2018 12:06 Report Diesen Beitrag melden

      Weiß das auch noch

      Ich weiß das auch noch. Die vielen arroganten Kommentare, er wäre am Ende und solle den Schläger an den Nagel hängen. Da bewahrheitet sich wieder der Spruch, man soll den Tag nicht vor dem Abend loben.

    • Rentnertrainer am 20.06.2018 04:28 Report Diesen Beitrag melden

      GOTTSEIDANK

      Gottseidank bleibt das die nächsten 50 Jahre so. Die Schweiz wurd wegen dem Fedi zum lebhaften Museum......

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  • D. Denunziert am 18.06.2018 20:56 Report Diesen Beitrag melden

    Nur verlieren, kein Spaß

    Ob das als Gegner von Federer bei einem Turnier Spaß macht? Teilweise sind da welche dabei mit 17 Niederlagen und keinem Sieg. Mir würde das übel aufstoßen.

    • S. Bannmeile am 19.06.2018 11:07 Report Diesen Beitrag melden

      So ist das halt...

      Das macht sicherlich keinen Spaß, verlieren macht niemals Spaß. Doch was sollen die Meisten tun?! Mehr als trainieren geht einfach nicht. Das Talent, viele zu dominieren, besitzen nicht viele Spieler. Deshalb wird auch nicht jeder die Nr. 1!

    • Kinsekrimm am 19.06.2018 12:08 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht mehr änderbar

      Nadal hat auch etliche, Gasquet z.B. 16 mal verloren, keinen Gewinn. Da sitzt der Frust sehr tief. Kann man nicht ändern.

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  • Viel Glück noch am 18.06.2018 19:58 Report Diesen Beitrag melden

    Gutes Leben noch...

    Ich wünsche ihm alles erdenklich Gute und noch viele Titel. Bald hat er auch den Connors Rekord geknackt.