Tennis

06. Januar 2018 13:30; Akt: 06.01.2018 16:30 Print

Bencic und Federer krönen sich

Die Schweiz gewinnt zum dritten Mal nach 1992 und 2001 den Hopman Cup – dank eines Spektakels gegen Deutschland.

So holten sich Federer und Bencic den Turniersieg in Perth. (Video: Tamedia/AP)
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Belinda Bencic hätte mit einem Erfolg gegen Angelique Kerber alles klar machen können, doch die 20-Jährige musste gegen die frühere Nummer 1 im vierten Duell erstmals eine Niederlage hinnehmen. 4:6, 1:6 hiess es nach einer gegen Ende einseitigen Partie. Bencic konnte nur bis in die Schlussphase des ersten Satz mithalten. Dann leistete sie sich zwei fatale Eigenfehler.

Der Hopman-Cup-Final 2018

Die Entscheidung musste deshalb im Mixed-Doppel fallen. Dort behielten Bencic und Roger Federer gegen Kerber und Alexander Zverev mit 4:3, 4:2 die Oberhand. Bei Einstand im dritten Game des ersten Durchgangs gabs eine brenzlige Situation, doch Federer war mit einem grossartigen Rückhandvolley zur Stelle, im Tiebreak verwandelten die Schweizer ein 0:2 in ein 4:2, ehe sie sich mit 5:3 durchsetzten. Bencic, die nun wie entfesselt spielte, machte den letzten Punkt mit einem Returnwinner nach einem Zverev-Service.

Bencic brilliert mit starken Returns gegen die Nummer 4 der Männer-Weltrangliste

Der zweiten Satz retournierte Bencic erneut hervorragend und bescherte der Schweiz bei 2:2 und Service Zverev zwei Breakbälle. Federer nutzte mit einem Ball durch die Mitte an Kerber vorbei gleich den ersten und servierte den Titel danach ins Trockene. Für Federer persönlich ist es der zweite Erfolg am Hopman Cup. 2001 triumphierte er zusammen mit Martina Hingis, 1992 kamen die Sieger mit Jakob Hlasek und Manuela Maleeva-Fragnière ebenfalls aus der Schweiz.

Federer hatte die Schweiz durch ein 6:7, 6:0, 6:2 über Zverev in Führung gebracht. Nach Startschwierigkeiten und dem ersten Satzverlust des Turniers drehte er im Spiel gegen die erst 20-jährige Nummer 4 der Weltrangliste mächtig auf. Für den zweiten Durchgang benötigte der Favorit nur gerade 22 Minuten, für den dritten 29. Seinen dritten Matchball verwertete er mit einem sehenswerten Cross-Stoppball.

Im letzten Jahr war Federer Zverev in der Gruppenphase noch unterlegen. Diesmal zeigte er sich insbesondere mit dem Aufschlag unwiderstehlich. Er schlug 16 Asse und liess bei eigenem Service nur 19 Punkte des Gegners zu. Zudem wehrte Federer alle vier Breakbälle ab.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Go Federer am 06.01.2018 11:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo

    Jawoll. Was für eine Machtdemonstration im 2. und 3. Satz. Sackstark

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  • Valerie am 06.01.2018 11:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hopp Schwiiz!!

    Supeerrrr! Weiter so! Hopp Schwiiz!!!

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  • wasp am 06.01.2018 11:54 Report Diesen Beitrag melden

    Künftige Nummer 1?

    Zverev ist eine Diva. Überheblich, launisch und mürrisch. 3 von 4 Spielen verloren! So wird das nix mit der Nummer 1!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sarah Martin am 08.01.2018 21:22 Report Diesen Beitrag melden

    Viel Spaß noch!

    Die Beiden zu sehen macht uns immer viel Spaß. Hoffentlich kommen sie nächstes Jahr wieder zusammen nach Perth. Das macht Lust auf mehr.

    • Du warst ein Mißverständnis am 08.01.2018 23:01 Report Diesen Beitrag melden

      Da kann man nur zuprosten!

      Genauso sehe ich das auch. Sie haben richtig Freude transportiert und ausgestrahlt. Roger spielte dort um Lockerheit zu erfahren. Mit Sicherheit hilfreich zur Titelverteidigung bei den AO.

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  • Filzball am 08.01.2018 11:32 Report Diesen Beitrag melden

    geschenkter Ruhm

    Bencic hat dem Roger zu verdanken, dass sie gewonnen haben (hat sie doch gegen Kerber nicht besonders gut ausgesehen) - also nicht übertreiben

    • Hopman Cup 2018 am 08.01.2018 22:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Filzball

      Na Sie Filzball, Roger Federer hätte an Ihrem Kommentar gar keine Freude. Da können Sie noch so Fan von ihm sein. Ich denke Sie übertreiben, wenn Sie behaupten Bencic hätte nur dank Federer gewonnen. Sie hat engagiert gespielt. Und verdient gewonnen. Ich habe alle ihre Spiele gesehen. Beim Doppelfinal hat Belinda eigenverantwortlich gehandelt. Zudem waren ihre Spiele anstrengender, weil sie anschliessend nach dem Einzeln gleich Doppel spielen musste. Und das die ganze Woche. Gegen die Amerikanerin Vandeweghe aktuell Nr.10 hat Bencic in 2 Sätzen gewonnen und anschliessend gleich danach das Doppel. Auch Federer war mal 20 Jahre alt wie Belinda jetzt. Jedenfalls hat er jedesmal betont, dass es ihm Freude gemacht habe mit Belinda zu spielen. Genügt Ihnen das nicht? Zudem hat Belinda Bencic vor Hopman Cup 3 Turniere nacheinander gewonnen. Und das nach der Handoperation und längerer Verletzungspause. Chapeau Belinda Bencic!

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  • Melchior Brunner am 08.01.2018 11:32 Report Diesen Beitrag melden

    D vs. CH?

    wohl eher gemischtes Doppel im wahrsten Sinne des Wortes: RF (Südafrikaner mit deutschen Wurzeln), Bencic (gebürtige Slowakin), Zverev (gebürtiger Russe), Kerber (polnische Wurzeln)

  • Sir Edwards Vickelscherer am 07.01.2018 17:26 Report Diesen Beitrag melden

    Niveaulose Diskutiererei

    Was wird denn hier teilweise niveaulos auf den größten Athleten, den die Schweiz je vorgebracht hat, herumgetreten?! Ich verbitte mir das. Roger ist unantastbar.

    • Mutter Beklauer am 07.01.2018 19:31 Report Diesen Beitrag melden

      Man wird noch viel hören

      Da haben sie ein wahres Wort geschrieben. Roger ist und bleibt unser Heiligtum. Bin überzeugt davon, dass man selbst nach seiner Karriere noch viel von ihm hören wird.

    • Walther am 08.01.2018 09:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mutter Beklauer

      Heiligtum? Dann sollte man sich als Tennisspieler auch wie ein Heiliger benehmen. Und von einem solchen Verhalten kann ja hier wohl kaum die Rede sein.

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  • Reto am 07.01.2018 11:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kreativität

    Der Expert, Tennislehrer, etc. ist heute extrem kreativ. Er hat schon wieder einige neue Namen gefunden: Peter, Mike, Otmar...

    • Die Promiskuitive am 07.01.2018 12:46 Report Diesen Beitrag melden

      Stimme zu!

      Reto, da hast du den Nagel auf den Kopf getroffen!

    • Paola am 07.01.2018 12:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Reto

      Gefällt Ihnen das nicht? Ich finde es geht nichts über kreative Köpfe. Tut ja niemandem weh und belebt die Kommentare. Meinungsfreiheit ist ist ein legitimes Recht.

    • P. Sychologe am 07.01.2018 13:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Paola

      Nur wenn die Meinungsfreiheit dazu missbraucht wird, über andere Menschen herzuziehen, bin ich der Meinung, dass es nicht mehr der Vielfalt dient.

    • Paola am 07.01.2018 13:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @P. Sychologe

      Darum heisst es ja Meinungsfreiheit. King Rosche ist einfach nicht jedermanns Liebling und das ist auch gut so. Aber der Arme wirds verkraften und sonst hat er ja noch Sie als Unterstützung.

    • Bruno am 07.01.2018 13:38 Report Diesen Beitrag melden

      @ Paola

      Die Meinungsfreiheit hat Grenzen, nämlich spätestens dann, wenn sie strafbar ist (Ehrverletzung, rassistische Äusserungen). Viele Kommentaren fehlt allerdings nur der Anstand und ein gewisses Niveau. Und das sagt genügend über die Kommentatoren selber aus - schlechte Erziehung und eine gewisse geistige Beschränktheit.

    • Nicht gut genug am 07.01.2018 15:19 Report Diesen Beitrag melden

      Meinungsfreiheit ist gut aber...

      Meinungsfreiheit ist absolut in Ordnung nur beleidigend sollte man nicht werden. Viele Tweets gegen Roger sind so böse, dass ich sie gar nicht nachvollziehen kann. Niemand außer Rogers Entourage kennt ihn näher.

    • Walther am 07.01.2018 16:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Nicht gut genug

      Viele wollen Ihn wahrscheinlich auch nicht näher kennenlernen.

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