Swiss Indoors 2013

13. November 2012 18:25; Akt: 13.11.2012 19:01 Print

Federer und Brennwald sprechen sich aus

Roger Federer hat sich in London mit Roger Brennwald, Turnierdirektor der Swiss Indoors, getroffen. Vertragsverhandlungen sind aber noch keine in Sicht.

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Roger Federer übertrumpft am 16. Juli 2012 die Bestmarke von Pete Sampras mit insgesamt 287 Wochen. Er baut die Serie bis am 4. November 2012 auf 302 Wochen aus. Federer blieb bis im August 2008 237 Wochen in Folge die Weltnummer 1 - zwischen dem 2. Februar 2004 und dem 17. August 2008. Der alte Rekord stand bei 160 Wochen (Connors). Als erst sechster Spieler - mit Andre Agassi und Rafael Nadal der einzige auf vier verschiedenen Unterlagen - hat Roger Federer den Karriere-Slam geschafft. Roger Federer hält mit 17 Trophäen den alleinigen und wichtigsten Rekord im Tennis bei den Major-Turnieren. Federer hat von 2003 bis 2010 jedes Jahr immer mindestens einen Grand-Slam-Titel gewonnen. Auf acht in Serie kommen auch Björn Borg und Pete Sampras. Als einziger Spieler neben Richard Sears hat Roger Federer seine ersten sieben Grand-Slam-Finals allesamt gewonnen. Die Serie endete am French Open 2006. In dieser Statistik überholte Federer in Wimbledon 2009 Ivan Lendl (19). - Federer ist der erste Spieler, der das Finale von zehn Grand-Slam-Turnieren in Folge (Wimbledon 2005 bis US Open 2007) erreicht. Von Wimbledon 2004 bis zum Australian Open 2010 steht Federer 23-mal in Serie im Halbfinal eines Majors. Zwischen Wimbledon 2004 und Wimbledon 2013 (Niederlage in der 2. Runde gegen Sergej Stachowsk) erreicht Federer bei jedem Major mindestens die Viertelfinals. Das sind 36 in Folge. Roger Federer ist der einzige Spieler, welcher bei allen vier Grand-Slam-Turnieren mindestens fünfmal im Endspiel stand. Pete Sampras, und im 19. Jahrhundert William Renshaw, siegten siebenmal in Wimbledon. Federer egalisiert diese Bestmarke am 8. Juli 2012. Roger Federer schafft als Erster in der Geschichte Wimbledons sieben Final-Teilnahmen in Serie (2003-2009) und ist der einzige, der insgesamt zehnmal (2003-2009, 2012, 2014, 2015) im Endspiel steht. Als einziger gewinnt Federer drei Grand-Slam-Turniere mindestens viermal (Australian Open, Wimbledon, US Open). 23-mal in Serie steht Roger Federer in einem Halbfinal eines Grand-Slam-Turniers (Serie geht 2010 in Paris im Viertelfinal gegen Robin Söderling zu Ende). Noch nie hatte ein Spieler in zwei Jahren alle Finals der höchsten Turnierkategroie erreicht. Bis Federer dies 2006 und 2007 gelingt. 2009 schafft er dieses Kunststück erneut. Als einziger hat Federer zwei Grand-Slam-Turniere (US Open und Wimbledon) fünfmal in Serie gewonnen. Als einziger Spieler hat er in drei Jahren drei Major-Turniere gewonnen (2004, 2006, 2007). Als erster kann Federer das Double Wimbledon/US Open dreimal in Serie (2004-2006) holen. 2007 tut er es gleich noch einmal. 2007 liess sich Federer an elf Grand-Slam-Partien keinen Satz abnehmen (7 Australian Open, 4 French Open). Damit egalisierte er den Rekord von John McEnroe von 1984. Während diesen elf Partien konnte er mit 36 gewonnenen Sätzen in Serie ebenfalls einen Rekord aufstellen. Nach Björn Borg (1980 in Paris) gewinnt Federer als erst zweiter Spieler ein Grand-Slam-Turnier ohne Satzverlust gewinnen (2007 in Melbourne). Rafael Nadal bringt dieses Kunststück zweimal fertig, 2008 und 2010 in Paris. Mit seinem Triumph in der zweiten Runde der French Open 2014 stellt der Schweizer eine neue Bestmarke auf: Er ist der erste Spieler, der bei allen vier Major-Turnieren jeweils 60 oder mehr Siege feiern konnte. Federer gewinnt zum Auftakt der World Tour Finals 2012 gegen Janko Tipsarevic. Es ist sein 40. Erfolg beim Saisonabschluss. Damit löst er den bisherigen Titelhalter Ivan Lendl mit 39 Siegen ab. Die Turniere in Indian Wells, Miami, Kanada und Cincinnati konnte Federer wie Andre Agassi und Michael Chang bisher alle gewinnen. Der Schweizer holte den Titel dabei als Einziger überall mindestens zweimal. Federer gewinnt 2005 und 2006 jeweils beide prestigeträchtigen Turniere in Indian Wells und Miami. Seit August 2012 ist Federer mit fünf Turniersiegen in Cincinnati der Rekordsieger, seither sind 2014 und 2015 zwei weitere Triumphe dazu gekommen. Federer verpasst Gaston Gaudio mit dem 6:0, 6:0 im Halbfinal des Masters Cups 2005 als erster Spieler bei diesem Turnier eine Brille. Federer ist mit Ivan Lendl (1987/88) zusammen der Einzige, welcher die ATP World Tour Finals (ehemals Masters) in zwei aufeinanderfolgenden Jahren (2003 und 2004) ohne Satzverlust gewinnt. Mit sechs Triumphen krönt sich der Schweizer 2011 zum alleinigen Rekordhalter. Auch in den Jahren 2003, 2004, 2006, 2007 und 2010 holte er sich den Pokal. Er lässt Ivan Lendl und Pete Sampras hinter sich, die fünf Erfolge auf dem Konto haben. Der Schweizer ist Dauergast beim Saisonfinale. 2015 gehört Federer zum 14. Mal in Folge zu den besten acht Tennisspielern der Saison. 13 Mal steht er dabei in den Halbfinals. Federer geht in den Jahren 2004, 2005 und 2006 55-mal ohne Niederlage in Nordamerika vom Platz. Federer kann 15 Turniersiege auf Rasen vorweisen, ein Open-Ära-Rekord. Siebenmal siegt er in Wimbledon, die anderen acht Titel holt er 2003 - 2006, 2008 und 2013 - 2015 (Bild) in Halle. Dabei stellte er in den Jahren 2005 und 2006 mit 56 Siegen in Serie auf Hartplatz einen neuen Rekord auf. Ende 2006 hat Federer mit 8370 im ATP-Ranking die höchste erreichte Punktzahl zum Saisonende (vor dem Wechsel auf das aktuelle System). Federer ist der erste Spieler, der drei Jahre in Folge mindestens zehn Turniere für sich entscheidet (2004 - 2006). Von 2003 bis 2008 gewann Federer auf Rasen 65-mal in Serie. Davon alleine 40-mal in Wimbledon. Die 8370 sind gleichzeitig auch die höchste je erreichte Punktzahl im ATP-Ranking nach altem Zählsystem (bis 2008). Federer war der erste, welche die 7000er- und 8000er-Marke knackte. 94,3 Prozent der Spiele entscheidet Federer während drei Jahren für sich (2004 - 2006). In drei Jahren hatte Federer eine Titel-Erfolgs-Quote bei seinen Turnierteilnahmen von 69,4 Prozent. Auch dies eine historische Höchstmarke. 2006 steht Federer bei 17 Turnieren im Einsatz - 16-mal steht er dabei im Endspiel. Das ist eine Quote von 94,1 Prozent. Von 2003 bis 2005 siegt er in 24 Partien in Serie gegen Spieler aus den Top Ten. Von 2003 bis 2005 siegt Federer bei 24 aufeinanderfolgenden Finals auf der ATP-Tour. Der Siegeszug endet am Masters-Cup 2005, als er gegen David Nalbandian verliert. Seit 2008 hat Federer diesen Rekord inne. Vor dem Saisonfinale 2015 in London liegt sein Verdienst bei 95 245 556 US-Dollar. (Quelle: ATP) 2007 erhält er als erster lebender Mann der Schweiz eine eigene Briefmarke.

Die Rekorde von Roger Federer.

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Nach vier Jahren lief der Vertrag zwischen Roger Federer und den Swiss Indoors aus. Bis jetzt konnten sich Turnierdirektor Roger Brennwald und die Weltnummer 2 auf keinen neuen Vertrag einigen. Ende Oktober, während Federers Heimturnier, war die Problematik des neu auszuhandelnden Kontraktes zwischen dem Turnier und seinem Aushängeschild zum brisanten Thema geworden. Es gipfelte darin, dass Federer nach der Siegerehrung erklärte: «Auf Wiedersehen bis im nächsten Jahr - hoffentlich.»

Umfrage
Wird Roger Federer auch 2013 in Basel spielen?
39 %
29 %
19 %
13 %
Insgesamt 1612 Teilnehmer

Nun soll zwischen Federer und Brennwald wieder besseres Klima herrschen. Der Maestro erklärte in London, dass «mit Basel eh alles gut komme», und auch die Swiss Indoors bestätigten den positiven Meinungsaustausch. Brennwald weilte an den ATP-Finals in London und traf sich mit Verantwortlichen der ATP World Tour ebenso wie zu einem vertieften Gespräch mit Roger Federer und dessen amerikanischem Agenten Tony Godsick.

Gegenseitige Schuldzuschiebungen

Schon während der Swiss Indoors wurde darüber gemunkelt, dass Federer und vor allem seinem Manager Godsick die Antrittsgage von rund 500 000 Franken nicht mehr genügt. Offenbar fordert die Federer-Entourage für die Zukunft mehr als das Doppelte - auch wenn der Maestro dies verneinte: «Das Geld ist bestimmt nicht das Problem. Das darf es auch nicht sein.» Für Federer war Brennwald das Problem. «Es hat im Vorfeld schon Verhandlungen gegeben, doch dann wollte er auf einmal nicht mehr.»

Brennwald dagegen beschuldigte Federers Manager Godsick. «Man muss beachten, dass zwischen uns Federers Manager namens Tony Godsick steht. Er diktiert den Fahrplan.» Auch wenn der Austausch in London konstruktiv verlief: Brennwald betonte, dass eigentliche Verhandlungen über einen Start des fünfmaligen Basler Turniersiegers an den Swiss Indoors 2013 noch nicht begonnen hätten. Weitere Gespräche dürften wohl erst im neuen Jahr zu einem konkreten Resultat führen.

(als/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Uschi am 14.11.2012 06:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mehr Roger....

    Wir besuchen seid mehreren Jahren immer sie Viertelfinals in Basel. Es war immer ein mega cooler Tag mit lässigen Matchs. Aber wenn RF auf den Court einmaschiert, dann brennt die Hütte. Also Roger, wir Fans wollen mehr....

  • bokster am 13.11.2012 19:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geld nicht das Problem?

    ich bin ja kein Astrophysiker oder sowas, aber wenn Geld nicht das Problem ist, wieso hat dann RF nicht 100% für 2013 zugesagt? Ist ja nicht irgendwo in Papa-Neuguinea, sondern Zuhause, in Basel. Ich finde, das ist er seinen Fans in der Heimat ein bisschen schuldig.

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  • Hellström am 13.11.2012 23:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    2 thesen

    2 Thesen: 1. RF will sich nicht committen, da er mehr Flexibilität haben möchte, gleichzeitig aber die Gage schon fix zugesichert haben 2. RF möchte das Turnier mittelfristig übernehmen und nimmt nur Teil, wenn er diesbezüglich Zusagen erhält...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Uschi am 14.11.2012 06:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mehr Roger....

    Wir besuchen seid mehreren Jahren immer sie Viertelfinals in Basel. Es war immer ein mega cooler Tag mit lässigen Matchs. Aber wenn RF auf den Court einmaschiert, dann brennt die Hütte. Also Roger, wir Fans wollen mehr....

  • Hellström am 13.11.2012 23:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    2 thesen

    2 Thesen: 1. RF will sich nicht committen, da er mehr Flexibilität haben möchte, gleichzeitig aber die Gage schon fix zugesichert haben 2. RF möchte das Turnier mittelfristig übernehmen und nimmt nur Teil, wenn er diesbezüglich Zusagen erhält...

  • Ballboy am 13.11.2012 22:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja und?

    Ja und ? Qualität hat eben immer seinen Preis. Brennwald und Swissindoors profitieren enorm mit dem Zugpferd Federer.

  • bokster am 13.11.2012 19:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geld nicht das Problem?

    ich bin ja kein Astrophysiker oder sowas, aber wenn Geld nicht das Problem ist, wieso hat dann RF nicht 100% für 2013 zugesagt? Ist ja nicht irgendwo in Papa-Neuguinea, sondern Zuhause, in Basel. Ich finde, das ist er seinen Fans in der Heimat ein bisschen schuldig.

    • Bernd Basel am 13.11.2012 21:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Absolut gleicher Meinung

      Gut gesagt. Klar ist er ein Weltstar, und den gibts nun mal nicht gratis, schliesslich bringt er mächtig Kohle in die Turnierkassen. Doch bei seinem Heimturnier sollte Manager Godsick gefälligst mal das Geld vergessen.

    • franz am 13.11.2012 21:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      geld hat er genug

      er hat genug geld und spielt nur noch weil er gerne spielt

    • David H. am 13.11.2012 21:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Es geht doch nur um Geld!

      Geld regiert die Welt. Mit dem hochgelobten RF ist es nicht anders. Sie alle spielen ja so gerne Tennis...für Geld!!! Nebenbei, in Basel (oder BL) ist er schon lange nicht mehr zuhause!

    • Yb4eber am 13.11.2012 23:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Turnierkalender!

      Wenn basel, paris bercy und london innerhalb 3 wochen stattfinden muss er wo eines auslassen.. Sieg in basel=500 punkte Paris=1000 London=1500 Da muss er sich ernsthaft überlegen basel zu opfern, wenn er wieder die nr 1 werden will und zb ende 2013 noch die 1 sein will... Wir sehen nicht dahinter, sie werden sich wohl gestritten haben, aber nicht um geld! Was man aber auch sagen kann: das geld, welches federer dem turnier mit den auftritten gibt, ist mehr als 500'000 fr...

    • T.Braun am 13.11.2012 23:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Schande

      Bei seinem Kontostand sollte er es eigentlich kostenlos machen, so viel zum Thema gerne Tennisspielen! Schliesslich spielt er ja in Basel!. Schande.

    • Pascal Baumann am 14.11.2012 01:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Terminplanung

      es geht glaub ich nicht um Geld sondern dass Basel im November ein Stress ist in der Planung der Turniere die RF spielen will. Und ich kann mir vorstellen das sein Manager ein knallharter Verhandler ist

    • Max Küng am 14.11.2012 04:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Schon lange nicht in Basel

      Ich freue mich auf ihn hier in Dubai!

    • Marc Müller am 14.11.2012 08:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Federe ist zu billig

      Federer hat seinen Marktwert, wieso sollte er sich unter diesem verkaufen? Zudem, ohne Federe wäre die Swissindoors nicht so erfolgreich, Herr Brennwald soll sich das mal vor Augen halten! Dank Federe ist dort die Hallo voll! Dank Federer kann hat sich die Swissindors so unglaublich entwickelt und hat nun, einen sehr hohen Marktwert. Verkauft Herr Brennwalt seine Swissindors, ist dieser dank Federe sehr viel reicher!

    • Hans Capaul am 14.11.2012 08:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      FedEx Entscheidung

      Wer sagt denn dass Federer bis zu diesem Gespräch irgendwas dazu gesagt hat? Ich denke der Manager wollte zuviel, aber Roger wird schlussendlich das letzte Wort haben und der Teilnahme zustimmen.

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