Talent als Fussballer

10. Dezember 2012 03:51; Akt: 10.12.2012 08:51 Print

Federer versucht sich als Samba-Kicker

Bei seinem letzten Showkampf in São Paulo zeigt Roger Federer, dass er auch mit dem Fussball einiges draufhat. Im Trikot der Seleção überzeugt er mit erstaunlicher Ballfertigkeit und dem Zidane-Trick.

Bildstrecke im Grossformat »
Gekreische und tosender Applaus: Als Roger Federer beim letzten Gastspiel seiner Südamerika-Tour in Bogotá in die Halle läuft, herrscht eine Atmosphäre wie in einem Fussballstadion. Der Maestro bietet dem heissblütigen Publikum dann auch eine tolle Show und besiegt Jo-Wilfried Tsonga mit 7:6, 2:6 und 6:3. Tsonga gibt vollen Einsatz, doch wieder einmal reicht es nicht, um Federer zu besiegen. Autsch, das hat wehgetan. Tsonga trifft Federer mit einem vom Netz abgelenkten Aufschlag voll in die Glocken. Bei Federers drittem Matchball darf eine hübsche Kolumbianerin für Tsonga auf den Platz. Ihr Ballgefühl lässt allerdings zu wünschen übrig, immerhin gibts ein Erinnerungsfoto am Netz für die selbstbewusste Brünette. Mit einem klaren 6:4, 7:6 entschied Roger Federer das zweite Spiel gegen ... ... Juan Martin Del Potro in Buenos Aires am 13. Dezember. Der Schweizer verlässt Argentinien damit mit einem Sieg und einer Niederlage. Vor dem Spiel kam die Ehrung: Abgeordnete der Stadtregierung von Buenos Aires überreichten Del Potro und Federer Urkunden, die sie als «ehrenwerte Gäste» der argentinischen Hauptstadt ausweisen. Roger Federer und Juan Martin Del Potro zu Gast im La Bombonera, der Spielstätte der Boca Juniors. Der etwas in die Jahre gekommene Herr ganz rechts ist kein geringerer als Gabriel Omar Batistuta. Zusammen mit der argentinischen Fussballlegende «Batigol» versuchte sich Federer im Fussball-Tennis. Beim Einwärmen zeigte der Schweizer, dass er auch mit dem Fuss ein Ballkünstler ist. Danach brillierte Federer auch als Kopfballungeheuer. Roger Federer spielt in Tigre bei Buenos Aires vor über 20'000 Fans. Das erste Duell mit Juan Martin Del Potro verliert er mit 6:3, 3:6, 4:6. Roger Federer nimmt sich in Tigre Zeit für körperlich benachteiligte Kinder. Und der Maestro nimmt sich Zeit und schaut bei der Präsidentin Argentiniens Cristina Fernandez de Kirchner vorbei. Diese freut sich sehr über das signierte Shirt. Auch mit von der Partie ist Juan Martin Del Potro Federer präsentiert sich beim Charity-Auftritt entspannt. Roger Federer ist in Argentinien eingetroffen und scherzt mit Juan Martin del Potro an einer Pressekonferenz in Buenos Aires. Der argentinische Lokalmatador verrät dem Schweizer wohl kaum seine Taktik für die beiden Exhibitionspiele vom 12. und 13. Dezember. Bei seinem letzten Auftritt in Brasilien liess sich Roger Federer etwas ganz Besonderes einfallen. Im zweiten Satz der Partie gegen Tommy Haas, die er 6:4, 6:4 gewinnen konnte, tauchte er plötzlich im Trikot der brasilianischen Fussball-Nationalmannschaft auf. Auch mit dem etwas grösseren Filzball konnte Federer ziemlich gut umgehen. So kennt man Federer schon eher: Perfekte Haltung bei der Vorhand. Zwei hübsche Pokale für die Ü30-Tennissenioren. Roger Federer ist zu Spässen aufgelegt. In seiner zweiten Exhibition gegen Jo-Wilfried Tsonga, die er 7:6, 6:2 gewinnt, legt er ein Tänzchen mit dem Maskottchen aufs Parkett. Federer hatte die Partie im Griff, immer wieder blieb Zeit, sich anderen Aktivitäten zu widmen. Doch auch die Tennisfans kamen nicht zu kurz. Tsonga und Federer zeigten spektakuläre Ballwechsel und sorgten für einen tolle Stimmung in Sao Paulo. Federer als «Ehrendame» beim Showkampf zwischen Caroline Wozniacki und Maria Scharapowa. Roger Federer tritt in São Paolo gegen Thomaz Bellucci an. Der Schweizer zeigt sich in Brasilien volksnah. Sportlich läuft es nicht ideal. Federer unterliegt 5:7, 6:3, 4:6. Die Fans waren aber so oder so begeistert. Vor der Partie lieferte sich Federer mit Jo-Wilfried Tsonga einen Rasier-Wettbewerb.

Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Die Halle im brasilianischen São Paulo tobte, als Federer während seines letzten Showkampfs gegen den Deutschen Tommy Haas plötzlich im Trikot der brasilianischen Fussball-Nationalmannschaft auftauchte. Der Tennis-Superstar wurde der Nummer 10, die schon Stars wie Pelé, Ronaldinho oder Kaká trugen, zumindest ein bisschen gerecht.

Federer zeigte gleich zuerst den berühmten Zidane-Trick. Der Schweizer deutete an, dass er in jungen Jahren oft auf dem Fussballplatz gestanden hatte. Beim ersten «Aufschlag» scheiterte er allerdings an der Netzkante. Doch der «Maestro» liess sich davon nicht beirren und bot dem Publikum zusammen mit dem ebenfalls überraschend talentierten Haas eine kurzweilige Jonglier-Einlage.

Ungefährdeter Sieg für Federer

Danach widmeten sich die beiden – immer noch im Trikot der Seleção – wieder dem Tennis und sorgten dabei weiterhin für viel Spektakel. Federer siegte bei seinem letzten Auftritt in Brasilien schliesslich souverän mit 6:4 und 6:4.

Auf seiner Südamerika-Tournee spielt Federer als Nächstes in Buenos Aires zweimal gegen Juan Martin Del Potro und zum Abschluss in Bogotá noch einmal gegen Jo-Wilfried Tsonga, den er am Vortag 7:6, 6:3 besiegt hat. Die Fans können die Partien auf www.youtube.com/RogerFederer verfolgen.
Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal

Der TV-Player benötigt einen aktuellen Adobe Flash Player: Flash herunterladen
Federer und Haas liefern eine kurze Jonglier-Einlage. (Quelle: YouTube)

(pre)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Adrian Müller am 11.12.2012 09:37 Report Diesen Beitrag melden

    Spielte schon besser

    In einem Interview im brasilianischen Fernsehen zeigte er wie gut er Fussball spielen kann. Hier ist es nur enttäuschend. Da machte Hass um einiges die bessere Figur. Jedoch kann er wirklich gut Tennis spielen und der Match zeigte dies auch.

  • Feliciano am 10.12.2012 17:18 Report Diesen Beitrag melden

    Verrückte Ballwechsel

    Warum schreibt niemand, welch verrückte Ballwechsel und fantastische Schläge wir im Match zwischen Haas und Federer gesehen haben? Beste Unterhaltung und sagenhafte Athletik! Das Publikum hat sich beim Spiel der beiden glänzend amüsiert. Über die Juxeinlagen muss man nicht diskutieren, aber Leute: Solche Schläge und Ballwechsel sieht man leider in den Matches nicht oft, vor allem dann nicht, wenn die bekannten langweiligen Grundlinienballermänner am Werk sind. Ich habs voll genossen und war dankbar für den Youtube-Kanal!

  • michael Jordan am 10.12.2012 12:59 Report Diesen Beitrag melden

    hat mich erstaunt

    wie schlecht er Fussball spielen kann. Habe immer gedacht er hätte früher Fussball gespielt. Also da hätte es niemals zum Profi gereicht. Ob Messi besser Tennis spielt als Federer Fussball? Wäre interessant ;)

  • Mike am 10.12.2012 11:51 Report Diesen Beitrag melden

    Kritiker

    Die Kritiker sollen sich doch freuen solange er noch aktiv ist. Ich bin nur gespannt wer nach Federers Rücktritt in Zukunft diese Hiebe einstecken muss. Viele Weltsportler hat die Schweiz ja nicht. Dass er auch dieses Jahr nicht Schweizer Sportler des Jahres wird liegt bei diesem Volk von Neidern auf der Hand. Bestimmt gewinnt wieder ein Schwinger oder einer der Hornussen spielt. Ohne Federer würde uns der Rest der Welt sportlich gar nicht beachten.

    • @Mike am 10.12.2012 15:21 Report Diesen Beitrag melden

      Bin genau deiner Meinung

      Super Beitrag! Bin genau deiner Meinung. Die meisten von uns wissen Roger Federer nicht zu schätzen. Nebst dem sportlichen Erfolg ist er auch der bestmögliche Botschafter für die Schweiz.

    • Trudi am 10.12.2012 16:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Botschafter

      Ihr spricht mir aus dem herzen. Ohne federer wüsste die welt kaum wo die kleine schweiz ist. Er ist ein sehr guter botschafter für den sport und die schweiz

    • Daniela am 10.12.2012 19:51 Report Diesen Beitrag melden

      Gigant

      Genau! Hab mich auch schon damit abgefunden,dass Federer auch dieses Jahr den "Sportler des Jahres" nicht abholt - was ist schon ein Wimbledon-Titel....!!! Nehme an, der Gold-Reiter wird's machen. Schade, dass die Mehrheit des Schweizer Volks nicht sieht, was für eine sagenhafte Leistung Roger Jahr ein, Jahr aus, vollbringt.

    einklappen einklappen
  • G.P. am 10.12.2012 11:20 Report Diesen Beitrag melden

    It's all about the money

    Weshalb ist jeder Federer-Kritiker gleich ein Neider, Lästerer oder Hinterwäldler?! Auch bei ihm steckt wie bei allen Spitzensportler viel Kalkül hinter dem Verhalten. Es geht hier immerhin um einen Namen, mit welchem sich sehr viel Geld verdienen lässt. Und mit dem Image als Saubermann, Familienvater, Vorzeigesportler lässt sich um einiges mehr Geld verdienen, als wenn man aneckt, polarisiert usw. Man sollte wirklich mal die rosarote Federer-Brille abnehmen!

    • P.P. am 10.12.2012 15:28 Report Diesen Beitrag melden

      Was ist mit C. Ronaldo?

      Also Cristiano Ronaldo eckt an wie kein zweiter und er verdient trotzdem immer noch sehr gut. ;) Man kann mit beidem sehr gut Geld verdienen. Es hat mit sportlichen Leistungen zu tun, wie viel man verdient. Stimmen diese, verdient man schon so genug und mit dem Geld kommen dann noch die Sponsoren.

    einklappen einklappen