Gegen die USA

11. Februar 2012 20:25; Akt: 11.02.2012 20:31 Print

Federers erste 0:3-Schlappe im Davis CupFederers erste 0:3-Schlappe im Davis Cup

von Franziska Burkhard - Der Davis Cup 2012 ist für das Schweizer Team bereits nach dem zweiten Tag Geschichte. Einen 0:3-Rückstand - das gab es noch nie, wenn Roger Federer mit von der Partie war.

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Die Schweizer verlieren das Davis-Cup-Duell gegen die USA mit 0:5. Roger Federer & Co. sind entsprechend traurig nach dieser Klatsche. Nach dem bereits besiegelten Aus und dem 0:3-Rückstand kommen am Sonntag Michael Lammer und Marco Chiudinelli in den Genuss, vor dem Heimpublikum aufzuspielen. Roger Federer ist dennoch in der Halle, um seine Teamkollegen anzufeuern. Dort unterstützt er sein Team während den letzten beiden Davis-Cup-Partien tatkräftig. Lammer gegen Ryan Harrison (ATP 95) wie auch Chiudinelli gegen John Isner gehen jedoch als Verlierer vom Platz. Der Heimauftritt in Fribourg ist Geschichte. Enttäuschte Gesichter bei den Beteiligten. Auch wenn das Duell gegen die USA bereits entschieden ist, wird in Fribourg nochmals die Unterlage poliert. Hängende Köpfe bei den Schweizern: Auch das Doppel ging verloren. Jubel hingegen bei den Amerikanern. Mardy Fish und Mike Bryan haben das 3:0 für die USA besiegelt. Auch die lautstarke Unterstützung der Schweizer Fans nützte nichts. «Kopf hoch»: Roger Federer bedarf nach der frustrierenden Pleite gegen John Isner des Trostes von Teamcaptain Severin Lüthi. Die wenigen US-Fans in Fribourg hatten am Ende des Tages mehr zu jubeln... ... als die vielen Schweizer Zuschauer. Derweil kümmert sich der US-Crack um seine Fans und lässt verlauten, «das Spiel meiner Karriere» gezeigt zu haben. 2:6, 6:4, 6:4, 1:6 und 7:9 in 4 Stunden und 26 Minuten: Stanislas Wawrinka muss sich im Marathon-Krimi Mardy Fish beugen. Die Weltnummer 8 legt damit für das US-Team vor. Am Freitagmittag wurde die Davis-Cup-Runde gegen die USA eröffnet. Die Nationalhymnen wurden mit dem Alphorn gespielt. Die Auslosung will es so, dass Roger Federer in seinem ersten Einzel auf John Isner trifft. Federer schreitet etwas unsicher vor der gegnerischen Mannschaft vorbei. Das obligate Gruppenbild. Als Glücksfee bei der Auslosung amtete der frühere russische Hockeystar Wjatscheslaw Bykow, der auch für Fribourg spielte. Ein Autogramm des Maestro durfte natürlich nicht fehlen. Roger Federer interessiert sich während einer Trainingspause für Stanislas Wawrinkas Tochter Alexia. Ein lockeres Tête-à-tête der beiden Tennis-Stars mit ihrem Captain. Die Kleine untersucht Papis Arbeitsgerät. Wawrinkas Ehefrau Ilham Vuilloud beobachtet das Geschehen aus der Distanz. Trainier doch mit diesem Racket, scheint der Tipp der Tochter zu sein. Federer kann nicht zusehen, wie sich Wawrinka aufwärmt. Auf dem Platz geht Roger Federer konzentriert zur Sache. Zwischendurch darfs auch ein bisschen lustig sein. Der spezielle Gruss der Schweizer Nummern 1 und 2. Auch chinesische Fans lieben Federer. Federer will den Amerikanern die Bälle um die Ohren hauen. Federer wird von Captain Severin Lüthi beobachtet. An der Medienkonferenz ging es auch lustig zu und her. Federer steht natürlich ganz klar im Fokus. Fribourg ist der Austragungsort der Davis-Cup-Begegnung zwischen der Schweiz und den USA. Federer gibt Stanislas Wawrinka Erklärungen. Der «Maestro» ist gut gelaunt. Die beiden besten Schweizer Tennisspieler der Gegenwart sollen es gegen die USA richten. Im Training durfte auch ein kurzes Fussballspielchen nicht fehlen.

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Es hätte ein riesiges Tennis-Fest werden sollen in Fribourg – und nun ist alles anders gekommen. Bereits nach dem zweiten Tag steht fest: Das Abenteuer Davis Cup ist für Roger Federer und Co. für dieses Jahr bereits wieder vorbei. Schlimmer noch: Im Herbst werden die Schweizer um den Verbleib in der Weltgruppe kämpfen müssen.

Drei Partien sind gegen die USA gespielt, unaufholbar liegt das Team von Coach Severin Lüthi mit 0:3 zurück. Das ist der Schweizer Mannschaft noch nie passiert, wenn Roger Federer die Reise zum Länder-Wettbewerb mitgemacht hat. Seit 1999 steht die aktuelle Weltnummer 3 immer wieder für das Davis-Cup-Team im Einsatz. Im Einzel hatte er bis zu seiner Niederlage am Freitag gegen John Isner nur sechsmal verloren. Lediglich zweimal davon unterlag er bereits am ersten Tag, nämlich zu seinen Anfangszeiten 1999 gegen den Belgier Christophe van Garsse und 2001 gegen den Franzosen Nicolas Escude.

Zweimal knapp am frühen Aus vorbeigeschrammt

Bei beiden Begebenheiten schrammten die Schweizer aber an einem 0:3-Rückstand vorbei, weil das Doppelduo in der Folge jeweils erfolgreich war. Gegen Belgien siegten Lorenzo Manta und Marc Rosset in vier Sätzen 6:2, 1:6, 6:7, 5:7. Gegen Frankreich konnte Federer sogar selber dazu beitragen, indem er zusammen mit Manta in einem nervenaufreibenden Spiel in fünf Sätzen 5:7, 6:3, 7:6, 6:7, 9:7 gewann.

War der heute 30-Jährige nicht mit dem Davis-Cup-Team unterwegs, konnte ein 0:3-Rückstand und somit das vorzeitige Aus nicht immer verhindert werden. Es ist noch nicht allzu lange her, als im Jahr 2010 Marco Chiudinelli, Stanislas Wawrinka, Yves Allegro und Michael Lammer in Kasachstan 0:5 untergingen. Kein einziger Sieg gelang der Truppe. Federer geriet in der Folge stark in die Kritik. Er hatte in dem Jahr keinen einzigen Einsatz am Länder-Wettbewerb absolviert.

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  • hans meier am 12.02.2012 14:07 Report Diesen Beitrag melden

    flasche

    einfach nur peinlich! grosse worte vor dem spiel und dann...zeit für roger den hut zu nehmen

  • pafi am 12.02.2012 10:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    was solls

    ist doch egal. Ist nur Davis Cup. Dieser Wettbewerb ist doch nicht wichtig. Ich glaube viele Schweizer empfinden so. Ist für uns eben nicht so wie bei anderen. Andere hätten gehäult.

  • B. Moser am 12.02.2012 03:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Federers weisse weste

    Schweizer mentalität, ich war am freitag die gesamte zeit im stadion. Stan kämpft für sein land, unterliegt knapp. Federer kommt nur her um ein bisschen show zu machen, unterliegt klar. Ganzer aufwand für nichts für swisstennis und co, federer tut nie was für sein land...

ATP-Weltrangliste

Rang Vorname Name Herkunft Punkte
1. Novak Djokovic Serbien 11800
2. Rafael Nadal Sp 10060
3. Roger Federer Schweiz 9790
4. Andy Murray GB 7500
5. Jo-Wilfried Tsonga Fr 4965
6. David Ferrer Sp 4640
7. Tomas Berdych Tschechien 4500
8. Janko Tipsarevic Serbien 3010
9. Juan Martin Del Potro Argentinien 2910
10. Mardy Fish USA 2625
11. John Isner USA 2620
12. Gilles Simon Fr 2615
13. Gaël Monfils Fr 2165
14. Nicolas Almagro Sp 2095
15. Juan Monaco Argentinien 1945
16. Fernando Verdasco Sp 1765
17. Feliciano Lopez Sp 1725
18. Kei Nishikori Jap 1690
19. Alexander Dolgopolow Ukraine 1665
20. Richard Gasquet Fr 1600
21. Stanislas Wawrinka Schweiz 1505
136. Marco Chiudinelli Schweiz 409
262. Michael Lammer Schweiz 183
270. Stéphane Bohli Schweiz 176
402. Adrien Bossel Schweiz 96
490. Henri Laaksonen Schweiz 67
536. Alexander Sadecky Schweiz 54
555. Sandro Ehrat Schweiz 49
672. Yann Marti Schweiz 30