World Tour Finals

09. November 2012 17:39; Akt: 09.11.2012 23:09 Print

Murray nach Zweisatzsieg im Halbfinal

Andy Murray besiegt in seinem letzten Gruppenspiel Jo-Wilfried Tsonga in zwei Sätzen 6:2, 7:6. Er steht nach Federer und Djokovic ebenfalls im Halbfinal der World Tour Finals.

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Sowohl Andy Murray... ...als auch Roger Federer finden ihren Halbfinal zum Schreien. Allerdings aus unterschiedlichen Gründen. Während Murray es wohl aus Frust tut,... ...freut sich Federer über den 7:6, 6:2-Erfolg und den Finaleinzug. Der Halbfinal gegen Juan Martin Del Potro war für Novak Djokovic ein Spagat zwischen gut und schlecht. Del Potro dominierte das Spiel klar, bis Djokovic im zweiten Satz das Rebreak gelang. Danach drehte der Serbe auf und gewann das Spiel 4:6, 6:3, 6:2. Die Köpfe hängen, weil schon vor dem Spiel klar ist, dass sich keiner der beiden für die nächste Runde qualifizieren kann. Janko Tipsarevic legt trozdem einen fulminanten Start hin. Am Schluss kann David Ferrer das Spiel aber noch zu seinen Gunsten drehen. Juan Martin Del Potro bezwingt Roger Federer 6:7, 6:4, 3:6. Der Basler hat sich schon für die Halbfinals qualifiziert. Diese Niederlage kann ihm nichts gross anhaben. Dank dieses Sieges ist auch Juan Martin Del Potro in den Halbfinals anzutreffen. Andy Murray war der klar bessere Mann auf dem Platz. Er bezwang den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga 6:2, 7:6 und steht im Halbfinal der World Tour Finals. Der Franzose wurde im ersten Satz regelrecht überrollt. Im zweiten Satz spielte Tsonga dann meist auf Augenhöhe mit Murray. Am Sieg des Briten konnte er aber nichts ändern. Auch Schauspieler Kevin Spacey war mit von der Partie und verfolgte das Spiel aufmerksam. Novak Djokovic erspielt sich gegen Tomas Berdych einen 6:2, 7:6-Sieg. Zum heulen war es für Berdych, wie der Serbe vor allem im ersten Satz locker aufgespielt und trotzdem gewonnen hat. Am Ende des zweiten Satzes kam der Serbe aber noch einmal ins Schwitzen: Drei Satzbälle Berdychs musste er abwehren, bevor er selber zu einem Matchball kam. Janko Tipsarevic ist nicht zu beneiden. Der Serbe verliert bei seinem Duell mit Juan Martin del Potro den ersten Satz gleich 0:6. Auch Durchgang zwei geht an den Argentinier. Damit hat del Potro im 3. Gruppenspiel gegen Roger Federer die Chance, sich den Gruppensieg zu schnappen. Roger Federer gewinnt sein zweites Spiel gegen David Ferrer 6:4, 7:6. Ferrer machte es dem Schweizer allerdings überhaupt nicht leicht. Nach diesem Zwei-Satz-Sieg steht Federer in der Runde der letzten vier. Der Tscheche Tomas Berdych bezwingt Jo-Wilfried Tsonga in drei Sätzen (7:5, 3:6, 6:1). Damit wahrt er seine Chancen auf eine Halbfinal-Qualifikation. Für den Franzosen Tsonga hingegen ist der Zug nach zwei Niederlagen in Folge bereits abgefahren. Dass er die Halbfinals nicht erreichen wird, ist beschlossene Sache. Andy Murray verliert das Gruppenspiel gegen Novak Djokovic 6:4, 3:6, 5:7. Am Anfang lief es überhaupt nicht für Novak Djokovic. Den ersten Satz musste der Serbe abgeben. Immerhin erfreute er schon da das weibliche Publikum beim T-Shirt-Wechsel. David Ferrer kann sich gegen Juan Martin Del Potro mit 6:3, 3:6, 6:4 durchsetzen. Das Spiel zwischen den beiden in Neon-Farben war umkämpft und bis zum Schluss spannend. Vielleicht hat es Ferrer seinen vielen T-Shirt-Wechsel zu verdanken, dass er am Schluss als Sieger vom Platz gehen durfte. Roger Federer gewinnt sein Auftaktspiel gegen Janko Tipsarevic überlegen 6:3, 6:1. Der Serbe (hier beim Aufschlag) hat gegen den sehr gut spielenden Schweizer keine Chance. Ob dieses Mädchen beim Einmarsch in die Halle schon gewusst hat, dass sie den späteren Sieger in die Halle führen darf? Jo-Wilfried Tsonga unterliegt Novak Djokovic in seiner ersten Partie an den World Tour Finals. Djokovic entscheidet den ersten umkämpften Satz mit 7:6 für sich und macht im zweiten mit 6:3 alles klar. Die Freundin der Weltnummer 1, Jelena Ristic, hat also allen Grund zur Freude. Andy Murray gewinnt das Auftaktspiel der World Tour Finals gegen Tomas Berdych 3:6, 6:3, 6:4. Zu Beginn tat sich der Schotte äusserst schwer. Ganz zum Missfallen seiner Freundin Kim Sears. Den ersten Satz dominierte Tomas Berdych und gewann ihn verdient. Im zweiten Satz fand Murray immer besser ins Spiel. Murray brachte seinen Gegner mit einem überzeugenden Auftritt immer mehr zur Verzweiflung.

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Murray liess gegen Tsonga von Beginn an keine Zweifel aufkommen, wer Djokovic in die Halbfinals folgen wird. Der 25-jährige Schotte lag nach einer Viertelstunde Spielzeit bereits mit 4:0 in Führung und hatte sich nach 33 Minuten den ersten Satz und damit die Teilnahme an den Halbfinals gesichert.

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Dank dem Erfolg wahrte sich Murray die Chance, auch am dritten grossen Turnier in London innerhalb von gut vier Monaten Grosses zu vollbringen. Nachdem er im Juli in Wimbledon als erster Brite seit 1938 wieder den Final erreicht hatte, holte er sich einen Monat später an selber Stätte den Olympiasieg. Nur hat er am Sonntag gegen den Sieger der Gruppe B die Chance, bei seiner fünften Masters-Teilnahme erstmals den Final zu erreichen. 2008 und 2010 war Murray jeweils im Halbfinal gescheitert.

Federers achtes Duell mit Del Potro

Bereits frühzeitig seinen Platz im Halbfinal hatte sich am Donnerstag Roger Federer gesichert, der morgen Nachmittag in seinem dritten Gruppenspiel gegen Juan Martin Del Potro (Arg) antritt. Wenn er nicht von der Abendpartie zwischen David Ferrer und Janko Tipsarevic abhängig sein will, muss Federer den Argentinier schlagen, um sich den Gruppensieg zu sichern. Falls Ferrer seiner Favoritenrolle gerecht wird, reicht Federer gegen Del Potro bereits ein Satzgewinn zum Gruppensieg.

Zu viele Gedanken über mögliche Konstellationen machte sich der Schweizer allerdings nicht. «Ich will das Momentum, das ich Indoor wieder habe, ausnützen und aufrecht erhalten.» In der O2-Arena ist der sechsfache Masters-Sieger seit mittlerweile zwölf Spielen ungeschlagen. Als Gruppensieger würde er im Halbfinal auf Murray treffen.

Gegen keinen anderen Gegner hat Federer 2012 so oft gespielt wie gegen Del Potro, der sich mit einem Sieg den Halbfinalplatz sichern kann. Während der Schweizer die ersten sechs Begegnungen in diesem Jahr gegen seinen Bezwinger im US-Open-Final von 2009 gewonnen hatte, verlor er das letzte Aufeinandertreffen der beiden vor zwei Wochen im Final von Basel. Für Federer ist klar: «Ich will Del Potro schlagen. Das könnte auch im Hinblick auf 2013 nützlich sein.»

(si)

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Roger Federer hat wieder einmal den fedex lanciert. In seiner momentanen Form wird es für seine Gegner nicht leicht sein den Fedi auszuhebeln... Ich freue mich wenn es Roger nochmals packt, mit seiner Spielfreude wird er noch lange unser Tennisherz beglücken! Come on Fedi – Etienne Rainer

Die neusten Leser-Kommentare

  • Etienne Rainer am 10.11.2012 10:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Come on Fedi 

    Roger Federer hat wieder einmal den fedex lanciert. In seiner momentanen Form wird es für seine Gegner nicht leicht sein den Fedi auszuhebeln... Ich freue mich wenn es Roger nochmals packt, mit seiner Spielfreude wird er noch lange unser Tennisherz beglücken! Come on Fedi

    • Alex am 10.11.2012 11:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

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      Wetten das RF im Halbfinal ausscheidet? Ferrer und Tipsi sind keine richtigen Gradmesser für die Top 3

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