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Schlechte Manieren
05. September 2011 10:22; Akt: 05.09.2011 15:21 Print
Roddicks Stuhl-Fauxpas
Nur drei Sätze benötigte Andy Roddick, um gegen Julien Bennetau in die vierte Runde der US Open einzuziehen. Doch mehr zu reden als die Leistung gaben seine Manieren.
Im Tennis gelten einige ungeschriebene Gesetze: Man gratuliert dem Gegner nach dem Match per Shakehand oder Küsschen, schnauzt weder Schiedsrichter noch Ballbuben an und setzt sich in der Pause auf den zugewiesenen Stuhl. Letztes hat Andy Roddick in seiner Drittrundenpartie gegen Julien Bennetau vergessen.
Bildstrecken Funny US Open 2011Die Weltranglistenersten im MännertennisObwohl A-Rod deutlich mit 6:1 6:4 2:3 führte, schien er irgendwie mit sich zu hadern. Oder war die deutliche Führung der Grund, dass er nicht voll konzentriert am Werk war? Jedenfalls lief der Amerikaner in der Pause ziemlich schnell auf den Stuhl zu, um Platz zu nehmen, bloss: es war nicht seiner. Als Bennetau einige Sekunden später an seinem rechtmässig angestammten Platz Besitzansprüche geltend machte, schaute der US-Boy ziemlich verdattert aus der Wäsche, entschuldigte sich aber artig mit einem «oh shit» und machte sich daran, die Pause auf der richtigen Sitzgelegenheit zu beenden.
Der Sport der Gentlemen? Von wegen.
Nach seinem Erstrundensieg gegen Landsmann Michael Russell sagte Roddick live in die ESPN-Kameras, dass es für Spieler durchaus hilfreich sein könne, wenn sie sich danebenbenehmen. Als gutes Beispiel nannte er John McEnroes Auftritt in Wimbledon vor genau zwei Jahrzehnten, der noch immer jedem Tennisfan präsent ist. Und auch Roddick selbst sorgte unlängst in Cincinnati für negative Schlagzeilen, als er nach einem verlorenen Punkt den Ball wütend in die Menge schlug und daraufhin bestraft wurde.
Doch der US-Boy kann auch anders, wie der schönste Punkt des Spiels gegen Bennetau zeigt, auch wenn er ihn verlor. Die beiden Spieler rannten links und rechts, nach vorne und hinten, zeigten Stops, Volleys und Lobs, bevor am Ende der Franzose eine krachende Vorhand der Linie entlang zum Winner verwandelte. Es sollte eines der wenigen Highlights für Bennetau bleiben, denn er verlor auch den dritten Satz gegen den Amerikaner, der nun im Achtelfinale auf die Nummer fünf des Turniers, David Ferrer, trifft.
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McEnroes Ausraster in Wimbledon
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Roddicks Ausraster in Cincinnati
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Spektakulärster Ballwechsel der Partie
(vof)
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Alle 4 Kommentare
































Schlechte Manieren? II
Ich verstehe auch nicht ganz was der kleine Fauxpas mit schlechten Manieren zu tun haben soll...
Roddick nicht Bennetau
Der Ballwechsel hat übrigens Roddick gewonnen.
Schlechte Manieren?
Ach komm 20min.ch bitte, schlechte manieren? Wen man genau hinschaut, haben beide Spieler die geliche Tasche und die Plätze von den beiden sehen verwechselnd ähnlich aus, dass kann jedem mal vorkommen. Es ging gegen das Matchende und A-Rod wollte den Sack zumachen, er war einfach zu sehr konzentriert beim Seitenwechseln. Er ist ein netter Typ, gut ist er dem Tennis noch erhalten blieben, einer der Roger Generation!
Dito
@Bojan, dito, sehe ich genauso!