Expertenstreit

06. Juli 2018 12:54; Akt: 06.07.2018 15:16 Print

Wie viel verdient Federer wirklich am Uniqlo-Deal?

von Simon Graf - Roger Federer sollte sich als Stilikone besser überlegen, welche Uniqlo-Shirts er im Training trägt. Dank ihm ist die Sesamstrasse nun in aller Munde.

Federer trainiert mit der Sesamstrasse auf der Brust. (Video:Tamedia/Wimbledon)
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Der Wechsel Roger Federers zu Uniqlo war eine recht kurzfrstige Sache. Man habe zuerst einmal sicherstellen müssen, dass er passende Shorts und T-Shirts habe für seine Matches, sagte er. Dass er in Wimbledon in Weiss auftreten muss, vereinfachte die Sache. Doch Federer mag es zumindest im Training bunt. Nike produzierte für ihn jeweils spezielle T-Shirts, etwa mit Emojis. Doch all diese Leibchen darf er jetzt natürlich nicht mehr tragen. Und weil es noch keine Federer-Tenniskollektion gibt, muss er im Training auf T-Shirts zurückgreifen aus dem normalen Uniqlo-Angebot. Vor einem Turnier bekomme er jeweils rund 15 Shorts und 20 bis 30 Shirts, erzählte Federer.

Mit seiner jüngsten Wahl sorgte er, 2016 in einer Ausmarchung von «GQ» zum «most stylish man» gewählt, für Lacher. Der vierfache Familienvater trainierte in einem Shirt mit den Figuren der Sesamstrasse, mit Ernie, Bert und Elmo. Dieses entstand in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Pop-Art-Künstler und Designer KAWS. Und weil in Wimbledon jeder Schritt des achtfachen Siegers in der Öffentlichkeit beobachtet wird, sorgte das für Aufruhr auf den sozialen Medien.

Micky Maus, Snoopy, Hiroshige

Nicht wenige erkundigten sich, wo dieses Shirt zu bestellen sein. Bei der Wahl seiner Leibchen, auch fürs Training, sollte sich Stilikone Federer vielleicht das nächste Mal überlegen, was er damit auslösen könnte. Uniqlo hat übrigens eine bunte Palette an T-Shirts, mit Motiven von Micky Maus oder Snoopy bis hin zu Sujets aus den Bildern des berühmten japanischen Künstlers Ando Hiroshige.

Nur 10 statt 30 Millionen Dollar?

Inzwischen ist übrigens ein Expertenstreit darüber ausgebrochen, wieviel ihm Uniqlo tatsächlich bezahlt. So berichtete der US-Journalist Daniel Kaplan («SportsBusiness Journal»), Federer erhalte von Uniqlo «nur» zehn Millionen US-Dollar pro Jahr. Nike habe ihm lediglich fünf Millionen geboten, und zwar nur so lange, wie er spiele, derweil ihm Uniqlo diese Summe für zehn Jahre garantiere. Darren Rovell von ESPN, auch er ein Spezialist im Sportbusiness, widersprach sofort auf Twitter. Es sei ja wohl kaum denkbar, dass Nike Federer gehen lasse wegen läppischer fünf Millionen Dollar pro Jahr.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lina am 06.07.2018 13:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    keine andere Probleme

    habt ihr keine andere Probleme, i finde duese Shirt symphatisch

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  • Ch. Ferdinand Schlossherr von Putz am 06.07.2018 13:43 Report Diesen Beitrag melden

    Das geht uns allen nichts an!

    Das sind einfach armselige Fragen. In jeder Firma wird unter Mitarbeitern, wenn immer möglich, der Lohn geheim gehalten. Und über Federer sollten Mutmassungen über seinen verdienst gemacht werden. Wie viele Spesen hat Federer, wie viel Geld stiftet Federer? Das geht uns doch nichts an!

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  • PeterPan am 06.07.2018 13:44 Report Diesen Beitrag melden

    Neid ist schlechter Ratgeber

    'Wieviel verdient Federer wirklich? Roger Federer sollte sich als Stilikone besser überlegen, welche Uniqlo-Shirts er im Training trägt.' Ich denke, es ist nun genug berichtet. Weshalb gerät jetzt Roger Federer unter Beschuss, weil ein bankrotter selbstständiger Zulieferbetrieb seines Sponsors (die Firma gehört nicht Uniqlo) in Indonesien die Löhne seiner ehemaligen Mitarbeiter nicht bezahlen konnte? Hier wird wieder eine gesuchte Story aufgebauscht und vor Allem der Falsche angegangen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • BAron am 08.07.2018 10:17 Report Diesen Beitrag melden

    Wollen wir das Wissen?

    Ich gönns Federer wenns bei ihm so ordentlich klingelt, auch wenn er schon mehr als genug hat. Jedoch haben wir nicjts davon wenn wir sehen wer was verdient etc.

  • Still Phill am 07.07.2018 23:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    KAWS

    Roger weiss ganz genau was er trägt. Dies ist eine Zusammenarbeit mit Uniqlo und dem Künstler KAWS. Ob jemand das Sesamstrasse-Sujet gefällt oder nicht ist geschmacksache. Jedoch zeigt er wieder (wie beim Sneakershopping mit Complex) das er auf einer coolen art ein kleiner Hypebeast ist. Ich finds symphatisch :-)

  • Paul am 07.07.2018 14:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hoffe es

    Gibt es Uniqlo Shirts auch mit Doppeladler? Das wäre der Hit.

  • Samy am 07.07.2018 12:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Überflüssig

    Grundsätzlich was er verdient oder nicht ; ist seine Sache , er hat eine Familie , sorgt für Sie . Er hat eine Fundation und sorgt sich auch für notbedürftige Personen . Da ist das finanzielle oder Geld , Nebensache.

    • Toni am 07.07.2018 12:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Samy

      Dann wird er die ausstehenden Löhne von 5.5 Millionen aus der eigenen Tasche zahlen? Die Näherinnen werden sich freuen!

    • Peter Wetzel am 07.07.2018 13:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Samy

      Der einzige der Überflüssig ist, ist RF

    • chregi f am 07.07.2018 13:57 Report Diesen Beitrag melden

      Weltweites Problem

      Andere Sportausrüster sind nicht besser. Manche lassen z.B billig Fussbälle produzieren. Es ist am Ende ein Problem der ganzen Textilindustrie. Siehe Bangladesh. Ich möchte auch wissen unter welchen Bedingungen die Edelweiss-Hemder bei der bäuerlichen Genossenschaft mit dem Anfangsbuchstaben L produziert wird. Aber warum regte man sich nicht auf, als die ehemalige Weltnummer 1 Novak Djokovic zu uniclo wechselte? Ich wünschte mir, dass RFdie Firma zu besserem Bewegen kann.

    • Annebäbi am 07.07.2018 14:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Peter Wetzel

      Ich sehe das anders. Der Einzige, der überflüssig ist, ist Peter Wetzel!

    • Beat am 07.07.2018 14:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @chregi f

      Weil Novak sympathisch ist. Nicht wie Herr Federer.

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  • Heinz B. am 07.07.2018 11:29 Report Diesen Beitrag melden

    Sonst ist das nichts besonderes....

    Man mag hier schreiben was einem passt, aber eines kann ich von einem grossen Sportsmann wie Federer nicht verstehen. Natürlich preisen alle Läden Kleidungsstücke, Schuhe, auch Esswaren usw. an, die unter sklavenändlicher Arbeit und auch Kinderarbeit hergestellt werden. Eine Sportgrösse müsste da doch darüberstehen können.

    • Buddi Racket am 11.07.2018 15:13 Report Diesen Beitrag melden

      Millionen locken

      Da hast Du ganz recht - aber Federer muss dem Geld nachrennen solange er noch Tennis spielen kann. Aber er müsste wissen, woher seinen Sponsor-Millionen kommen, und wer sich dafür zu einem Hungerlohn durchs Leben krampfen muss. Wenn weitere Millionen locken, setzt der Verstand halt einfach aus.

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