ATP World Tour Finals

04. November 2013 18:06; Akt: 04.11.2013 18:22 Print

Wawrinka besiegt Berdych im Eröffnungsspiel

Stanislas Wawrinka gelingt an den World Tour Finals in London ein Auftakt nach Mass. Der Romand siegt gegen den Tschechen Tomas Berdych 6:3, 6:7 und 6:3.

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Novak Djokovic gewinnt die World Tour Finals 2013. Er siegt gegen Rafael Nadal 6:3, 6:4. Der Serbe verteidigt den Titel und gewinnt die Trophäe insgesamt zum dritten Mal. Rafael Nadal findet kein Rezept gegen den starken Serben. Die zwei momentan stärksten Tennisspieler zeigen unfassbare Ballwechsel. Novak Djokovic ist einfach eine Klasse besser als Rafael Nadal. Der Serbe hat die Partie jederzeit unter Kontrolle. Die britische Popsängerin Eliza Doolittle scheint ihre Freude daran zu haben. Novak Djokovic ist eine Klasse zu gut für Stanislas Wawrinka. Der Serbe schlägt den Schweizer im Halbfinal in zwei Sätzen 6:3 und 6:3. Stanislas Wawrinka beginnt vielversprechend und nimmt Novak Djokovic gleich das zweite Aufschlagsspiel ab. Doch der Serbe holt sich im direkten Gegenzug das Break zurück und gewinnt den ersten Satz schliesslich souverän. Im zweiten Satz zeigt Novak Djokovic sein bestes Tennis und lässt Stanislas Wawrinka keine Chance. Das Final der ATP World Tour Finals lautet nun Novak Djokovic gegen Rafael Nadal. Der Schweizer Final-Traum ist geplatzt. Roger Federer verliert seine Halbfinalpartie gegen die Weltranglistennummer 1 Rafael Nadal 5:7 und 3:6. Wie so häufig im Duell der ewigen Rivalen geht Rafael Nadal als Sieger vom Platz. Im ersten Satz holte sich Roger Federer nach einem Break von Rafael Nadal gleich das Rebreak, musste sich dann aber doch geschlagen geben. Im zweiten Satz passte beim Schweizer nicht mehr viel zusammen und Rafael Nadal machte seine Finalteilnahme im Schongang klar. Roger Federer gewinnt den Viertelfinal gegen Juan Martin del Potro in drei Sätzen 4:6, 7:6, 7:5. Der Argentinier liefert sich mit dem Schweizer eine klasse Partie. Federer trifft nun im Halbfinal auf Rafael Nadal. Rafael Nadal besiegt Tomas Berdych in drei Sätzen. Damit steht Stanislas Wawrinka in den Halbfinals der World Tour Finals. Für Tomas Berdych ist das Turnier zu Ende. Stanislas Wawrinka bezwingt in seinem letzten Gruppenspiel David Ferrer in drei Sätzen 6:7, 6:4, 6:1. Im ersten Satz gibt der Schweizer noch einen Break-Vorsprung preis und verliert den Durchgang im Tiebreak. In der Folge kann er seinen Gegner Ferrer aber unter Kontrolle halten. Novak Djokovic gewinnt auch sein zweites Gruppenspiel bei den World Tour Finals. Der Titelverteidiger muss beim 6:3, 3:6, 6:3-Erfolg gegen Juan Martin Del Potro aber wieder über drei Sätze. Del Potro hätte durchaus gewinnen können, doch zu Beginn des dritten Satzes vergibt er zwei Breakchancen und kassiert danach seinerseits das Break. Landsmann Sergio Agüero von Manchester City kann also nicht jubeln. Djokovic wirkt wie ein Torhüter beim Elfemeter. Die Aufschläge von Del Potro kommen aber auch wie Geschosse. Roger Federer gewinnt sein zweites Gruppenspiel gegen den Franzosen Richard Gasquet in zwei Sätzen 6:4 und 6:3. Der Franzose kommt erst im zweiten Satz auf Touren und zu einigen Breakchancen, aber der "Maestro" behält meistens die Nerven und gibt nur einen Service ab. In einer dramatischen Schlussphase mit sechs Matchbällen gewinnt der Schweizer dann die Partie. Stanislas Wawrinka zeigt gegen die Weltrangnummer 1 Rafael Nadal sein bestes Tennis und unterliegt nur knapp 6:7 und 6:7. Der Schweizer zwingt den Spanier zwei Mal ins Tiebreak, wo Rafael Nadal mit 7:5 und 8:6 knapp die Oberhand behält. Schwacher Trost für Stanislas Wawrinka: Die insgesamt 12 gewonnenen Games gegen Rafael Nadal könnten am Ende noch wichtig sein. Roger Federer verliert sein erstes Gruppenspiel gegen den Serben Novak Djokovic 4:6, 7:6 und 2:6. Wie schon vor drei Tagen in Paris ist die Weltrangnummer 2 zu stark für den Schweizer. Roger Federer konnte zwar in den ersten beiden Sätzen mithalten, musste sich im Dritten am Ende aber deutlich geschlagen geben. Rafael Nadal lässt im ersten Gruppenspiel nichts anbrennen: Er bezwingt Landsmann David Ferrer 6:3, 6:2 und übernimmt damit die Führung in der Gruppe A. Juan-Martin Del Potro liefert sich mit Richard Gasquet ein heisses Duell. Am Ende geht der Argentinier als Sieger (6:7, 6:3, 7:5) vom Platz. Gasquet erwischte den besseren Start, liess seinen Konkurrenten aber die Partie drehen. Stanislas Wawrinka gewinnt seine allererste Master-Partie gegen Tomas Berdych. Bereits der Auftakt ins Spiel gelingt. Der Romand entscheidet den ersten Satz für sich. Dann aber wird die Gegenwehr von Tomas Berdych grösser. Der zweite Satz gestaltet sich ausgeglichen. Der zweite Durchgang muss im Tiebreak entschieden werden. Dort passt bei Wawrinka nicht viel zusammen, ihm gelingt kein einziger Punkt. So geht die Partie in einen Entscheidungssatz. Wawrinka kann im dritten Satz noch mal aufdrehen und siegt am Ende 6:3, 6:7, 6:3. Nach seinem Sieg twittert der Romand dieses Bild und schreibt dazu, dass ihm ein Schauer über den Rücken gejagt sei. Vor der Partie die erste Premiere für Wawrinka: Der Romand läuft zum ersten Mal für eine ATP-Finals-Partie ein. Berdych hingegen kennt das Gefühl bereits. Am gleichen Tag kommt raus: Roger Federer wird zum elften Mal von den Fans zum beliebtesten Spieler der ATP-Tour ernannt.

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Sein erster Einsatz beim Jahresabschluss-Turnier der besten acht verlief für Wawrinka fast ideal. Von Nervosität in der Londoner O2-Arena keine Spur. Bis auf den Tiebreak des zweiten Satzes, in dem ihm rein gar nichts gelang, war er in den wichtigen Momenten auf der Höhe und hatte fast immer den besseren Schlag parat als Berdych. Der Tscheche konnte keinen seiner fünf Breakbälle nutzen. Wawrinka reichte im ersten und dritten Umgang jeweils ein Servicedurchbruch.

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In der ersten halben Stunde dominierte der von einer kleinen aber lautstarken Fangruppe unterstützte Schweizer den gleichaltrigen Berdych, der zum vierten Mal in Folge bei den ATP-Finals in London dabei ist. Erst, als es darum ging, den ersten Satz bei eigenem Aufschlag zu beenden, geriet Wawrinka etwas aus dem Konzept, nicht zuletzt weil die ersten Aufschläge nicht mehr im Feld landeten. Er musste einen Breakball abwehren und verwertete schliesslich den fünften Satzball.

Berdych steigert sich im 2. Satz

Der Widerstand von Berdych wurde nach dem verhaltenen Start grösser. Der Weltranglisten-Sechste schlug in der Folge deutlich besser auf und hielt bei den Grundlinien-Duellen mit. Es blieb aber dabei: Wawrinka variierte besser, war präziser und aggressiver. Der Schweizer zeigte Spielwitz und war nur einmal von der Rolle. Den Tiebreak des zweiten Satzes verschenkte er mit drei unerzwungenen Fehlern (0:7).

Es spricht auch für Wawrinka und seinem gestiegenen Selbstvertrauen, dass er sich von solchen Rückschlägen nicht aus dem Konzept bringen lässt. Das erste Aufschlagsspiel im dritten Satz gewann er zu null, zum 3:1 erspielte er sich den entscheidenden Vorteil, den er danach überaus souverän verteidigte. Nach 2 Stunden und 25 Minuten und einem Fehler von Berdych stand sein 50. Sieg in dieser Saison fest.

Wawrinka bezwingt Berdych erstmals in der Halle

Berdych hatte nicht seinen besten Tag. Ihm unterliefen vor und nach seinem Zwischenhoch im zweiten Satz einige Fehler zuviel. Beim Aufschlag trumpfte er zwar mit 16 Assen auf, produzierte aber auch acht Doppelfehler, darunter drei, die jeweils direkt zu Breakbällen führten. Wawrinka machten den deutlich solideren Eindruck.

Es war letztlich ein logischer Sieg des Schweizers, aber nicht unbedingt einen, den man erwarten durfte. Denn in der Halle hatte Wawrinka bisher alle vier Begegnungen gegen den grossgewachsenen Tschechen verloren. Die doppelte Premiere in der O2-Arena bringt den Debütanten nun in der Gruppe A in eine gute Position, selbst wenn die nächsten Aufgaben sich noch schwieriger ankündigen, mit David Ferrer (ATP 3) und Rafael Nadal (ATP 1). Zudem bleibt ein kleines Fragezeichen zu seiner physischen Verfassung. Er musste sich in der Schlussphase der Partie zweimal am rechten Bein pflegen lassen.

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London ATP-Masters

Gruppe A, Vorrunde:

Stanislas Wawrinka (Sz/7) s. Tomas Berdych (Tsch/6) 6:3, 6:7 (0:7), 6:3 in 2:25 Stunden.

Wawrinka trifft im zweiten Vorrundenspiel auf den Sieger der Partie vom Dienstag zwischen Rafael Nadal und David Ferrer.

(si)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tennisfan am 04.11.2013 15:30 Report Diesen Beitrag melden

    Traumleistung

    Wawrinka hat diese Saison eine Traumleistung! Er sollte den Preis für den besten Sportler des Jahres bekommen!

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  • ha ah am 04.11.2013 15:57 Report Diesen Beitrag melden

    stan

    stan the man

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  • Bruno am 04.11.2013 18:06 Report Diesen Beitrag melden

    Wawrinka - Sportler des Jahres 2013

    Yeahh! Weiter so Stan. Herzliche Gratulation zu deinem Auftaktsieg.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Federernator am 05.11.2013 13:46 Report Diesen Beitrag melden

    Djoker bestrafe ihn!

    Heute kriegt der "Oldie" auf die Mütze, glatt in 2 Sätzen! Erfahrung gegen Power...

  • Willbarinho am 04.11.2013 18:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Roger du packsch das !!

    Federer zeigt in letzter Zeit wieder bessere Leistungen demzufolge traue ich ihm einen Sieg zu. Er hätte es mehr als verdient einen gelungenen Saisonabschied zu feiern.

  • Benno am 04.11.2013 18:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Steht im gut...

    ...der sieg! weiter so! und im final wirst du nadal wegfegen!

    • Hügrü am 04.11.2013 21:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Jaaaaa...

      ...natürlich:-))) und wovon träumst du nachts??? In bisher 11 Duellen hat Stan noch nicht mal EINEN Satz gegen Nadal gewonnen... Aber im Finale PUTZT er ihn weg... Ahaha

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  • Bruno am 04.11.2013 18:06 Report Diesen Beitrag melden

    Wawrinka - Sportler des Jahres 2013

    Yeahh! Weiter so Stan. Herzliche Gratulation zu deinem Auftaktsieg.

  • DerNeider am 04.11.2013 18:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rotsch was wotsch

    auf jedenfall wird unser "nationalheld" rotscher das turnier nicht gewinnen. da bin ich mir so sicher wie bei der einwilligung zur scheidung mit meiner ex-frau