Michael van Gerwen

04. Januar 2017 15:01; Akt: 04.01.2017 15:01 Print

Vom Mobbingopfer zum unschlagbaren Champion

In seiner Jugend musste Dart-Weltmeister Michael van Gerwen (27) untendurch. Heute verkehrt er mit dem Königspaar und dem Premierminister.

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Die Fans in der Heimat liegen ihm zu Füssen. In den Niederlanden ist sein Gesicht seit Tagen die Konstante auf den Titelseiten. Und nach dem überzeugenden 7:3-Sieg im WM-Final vom Montag gegen den schottischen Titelverteidiger Gary Anderson wurden an der Medienkonferenz alle davon Zeugen, als ihn Ministerpräsident Mark Rutte hochstpersönlich anrief, um zu gratulieren. 2014, als van Gerwen seinen ersten Titel holte, wurde er von Königin Maxima und König Willem Alexander gar in den Soestdijk-Palast eingeladen. «Die beiden sind cool. Aber ich habe mein Hemd komplett durchgeschwitzt, so nervös war ich», erinnert er sich.

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Eine Jugend zwischen Mobbing und Gewalt

Derart begehrt war «Mighty Mike» nicht immer. Ursprünglich wollte er wie so viele holländische Buben Fussballer werden. Doch da war ihm wenig Erfolg beschieden. «Aufgrund meines Körperumfangs wurde ich als Abwehrspieler eingesetzt. Ich war grottenschlecht», so Van Gerwen. Seine Jugend war ohnehin nicht einfach. «Ich wurde gemobbt, weil ich dick war. Das hat mich schwer getroffen, und ich wusste mir damals nicht besser zu helfen, als zuzuschlagen», erzählte er vor einem Jahr dem «Spiegel». Wohlwissend, dass Gewalt eigentlich eine ganz schlechte Lösung sei, aber so habe er sich damals zumindest Respekt verschaffen können.

Die letzten Darts von Weltmeister Michael van Gerwen. (Video: Tamedia/PDC)

Vom Plattenleger zum Dart-Weltmeister

Anerkennung fand der Sohn eines LKW-Fahrers und einer Kantinenmitarbeiterin erst, als er als Zwölfjähriger zum Dart-Sport fand und auf Anhieb Pokale mit nach Hause brachte. Heute gilt er als quasi unschlagbar. «Der Kerl ist einfach zu gut», stellte der unterlegene Anderson nach dem Final zähneknirschend fest. Und daran will der gelernte Plattenleger auch noch lange nichts ändern. So sagte er nach seinem zweiten WM-Triumph: «Ich liebe es, Trophäen zu gewinnen. Das möchte ich für den Rest meines Lebens tun.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Faseee1996 am 04.01.2017 15:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vom Opfer zum Sieger

    Ich denke auch diejenigen die Opfer eines Mobbingattackes wurden fühlen das gleiche wie Er! So ne bekanntheit zu erlangen kann echt schwierig sein denn er hats geschafft!

  • Die Unbekannte am 04.01.2017 16:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super!

    Toll ich mag es ihm gönnen. & ich hoffe dass sich all seine Täter nun ärgern & vor Neid platzen! Er kann stolz auf sich sein.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Die Unbekannte am 04.01.2017 16:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super!

    Toll ich mag es ihm gönnen. & ich hoffe dass sich all seine Täter nun ärgern & vor Neid platzen! Er kann stolz auf sich sein.

  • Faseee1996 am 04.01.2017 15:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vom Opfer zum Sieger

    Ich denke auch diejenigen die Opfer eines Mobbingattackes wurden fühlen das gleiche wie Er! So ne bekanntheit zu erlangen kann echt schwierig sein denn er hats geschafft!