Die mutigsten Zöllner der Welt

26. März 2009 12:33; Akt: 26.03.2009 12:59 Print

Vitali Klitschko unter SchmuggelverdachtVitali Klitschko unter Schmuggelverdacht

Da haben zwei Zollbeamte wohl ihren ganzen Mut zusammengenommen: Am Flughafen in Frankfurt bezichtigten sie Schwergewichts-Weltmeister Vitali Klitschko des Schmuggels und nahmen ihm die Uhr und eine Tasche ab.

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«Unmöglich! Da wollten sich zwei Zöllner wichtig machen und haben mir meine IWC-Uhr und meine Montblanc-Tasche abgenommen», ärgerte sich Klitschko gegenüber der «Bild»-Zeitung.

Was war geschehen? Der 37-Jährige hatte in Kiew als Abgeordneter des Stadtparlaments an einer Sitzung teilgenommen und flog anschliessend nach Frankfurt am Main. Dort wollte Klitschko seinem jüngeren Bruder Wladimir, der gestern 33 wurde, ein Geburtstagsgeschenk überbringen. «Ein Spielzeugauto», so der Boxer.

Doch mit dem schnellen Besuch wurde vorerst nichts. Zwei Zollbeamten schnappten sich den 2,03-Meter-Mann auf dem Weg zum Flughafen-Ausgang. «Sie haben mich in einen Raum geführt und mich aufgefordert, meine Reisetasche aufzumachen», sagt Klitschko. «Ich habe den Zollbeamten noch gesagt: Jungs, ich bin kein Schmuggler.» Dann wurde der Boxer gefragt, woher er seine Uhr habe und ob die teurer als 1000 Euro gewesen sei. Die Rechtfertigung, dass er die Uhr vor zwei Jahren beim Laureus-Sport-Award bekommen habe, zählte nicht: Die Zöllner sackten die Uhr und eine Tasche ein. Für seine Klamotten und das Geburtstagsgeschenk für den Bruder bekam Klitschko eine Plastiktüte. Dann konnte der Ukrainer gehen.

Wer glaubt, damit sei die Geschichte gegessen, hat die Rechnung ohne den Schwergewichts-Weltmeister gemacht. «Die Namen habe ich mir extra aufgeschrieben», so Klitschko. Er hat einen Anwalt eingeschaltet.


(mon)