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Olympische Winterspiele
02. Februar 2010 15:15; Akt: 03.02.2010 12:58 Print
Schweizer Rekord-Delegation für Vancouver
An den Olympischen Winterspielen in Kanada werden 146 Schweizer Athleten und Athletinnen auf Medaillenjagd gehen. Das sind so viele wie noch nie. Der Traum vom Edelmetall könnte bei den Aussen-Wettkämpfen aber zur Geduldsprobe werden.
Diese Sportlerinnen und Sportler vertreten die Schweiz an den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver.
Das Team besteht aus 88 Männern und 58 Frauen. 89 Athleten werden im olympischen Dorf der Stadt Vancouver stationiert sein - der Rest ausserhalb der Olympia-Hauptstadt. Headcoach Gian Gilli ist zuversichtlich: «Wir werden ein starkes, ambitiöses Team haben, das für die Schweiz grosse Ehre einlegen kann. Viele Aktive haben eine hervorragende Saison hinter sich.»
«Für 10 bis 12 Medaillen unterschreibe ich»
Der Optimismus kann angesichts der Leistungen von Didier Cuche, Carlo Janka, Simon Ammann, der Bobfahrer, Curler und Snowboarder tatsächlich gross sein. Auf eine konkrete Prognose bezüglich der Anzahl Medaillen mag sich der erfahrene Sportfuchs hingegen nicht einlassen: «Mein Ziel sind nicht in erster Linie Medaillen. Ich möchte, dass so viele Athleten wie möglich ihr Potenzial am bestimmten Tag voll ausschöpfen.» Grundsätzlich hält er aber fest: «Für zehn bis zwölf Medaillen würde ich unterschreiben, aber das Team hat Potenzial für viel mehr.»
Die Leistungskultur, die sich in den letzten Jahren immer mehr entwickelt hatte, wurde nun noch weiter ausgeprägt. In allen Disziplinen sollen die selektionierten Athleten einen Platz in den Top Ten erreichen können, einzig im Langlauf und Biathlon waren die Anforderungen etwas weniger hoch (Platz 16). Der früher so weit verbreitete Begriff «Olympia-Tourismus» kann indes aus dem Schweizer Sportvokabular verbannt werden. «Es gehört zu einer guten Sportstrategie, dass die Ansprüche hoch sind», sagt Gilli.
Wetter als grosses Fragezeichen
Ende Januar gab in der Olympiaregion vor allem etwas zu reden: Der fehlende Schnee. Die Organisatoren gaben sich aber zuversichtlich, dass die weisse Pracht bis zu den Wettkämpfen genug kompakt ist. Ein viel grösseres Problem könnte aber der Regen sein. Vancouver gilt als Regenstadt, in der es im Jahr durchschnittlich 166 Tage vom Himmel her tropft. Im Februar kann es sogar bis zu 20 Tage hintereinander regnen. Dies könnte zu grossen Verschiebungen bei den Aussen-Wettkämpfen führen, was die Athleten und Athletinnen auf eine besondere Geduldsprobe stellen würde.
(si/heg)



























