Zürich Marathon

11. April 2010 14:01; Akt: 11.04.2010 14:04 Print

Kenianer und Rossejewa nicht zu schlagen

Bei bestem Wetter machten sich am Sonntagmorgen über 5000 Läuferinnen und Läufer zum 8. Zürich Marathon auf. Bei den Männern dominierten die Kenianer, bei den Frauen wiederholte die Russin Olga Rossejewa ihren Vorjahreserfolg.

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Die Spitzenathleten starten zum 8. Zürich Marathon. Dahinter folgen über 5000 Hobby-Läuferinnen und -läufer. (Bild: Keystone)

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Gleich nach dem Start des Rennens durch die Zürcher Innenstadt und den Seeufern entlang setzten sich die zahlreichen afrikanischen Läufer vom Rest der rund 5000 Starter ab und lieferten sich bei idealen Temperaturen ein Ausscheidungsrennen.

Auf den letzten Kilometern distanzierte Langat seinen letzten Begleiter Stanley Leileto, den Sieger des Zürich Marathon 2005, und siegte letztlich in 2:11:03 deutlich vor seinem Landsmann. Er sei mit dem Sieg zufrieden, nicht aber mit der Zeit, so der 36-Jährige. Seine eigene Bestmarke von 2006 in Paris verpasste Langat um mehr als zwei Minuten. Für Aufsehen sorgte der drittplatzierte Daniel Kiptum (Ken). Mit einer Zeit von 2:14:00 verbesserte er den Weltrekord für Gehörlose.

Bei den Frauen wiederholte Rossejewa (Russ) ihren Vorjahrestriumph ohne Probleme. Aufgrund der schwieriegen Windverhältnisse blieb die 29-Jährige in 2:35:43 aber mehr als drei Minuten über ihrer Siegerzeit vom Vorjahr.

EM-Limiten blieben Illusion

Ohne Streckenrekordhalter Viktor Röthlin (2:08:19) konnte wie erwartet kein Schweizer in den Kampf um die Spitzenplätze eingreifen. Bereits zum dritten Mal in Folge sicherte sich Tarcis Ançay (Vissoie) den Schweizer Meistertitel im Marathon. Mit 2:20:53 verpasste der 40-jährige Walliser die angepeilte EM-Limite (2:18:00) aber deutlich. Er habe das Optimum herausgeholt, sagte Ançay, der neben dem Leistungssport in einem Vollpensum als Briefträger arbeitet, aber noch keine Gedanken an einen Rücktritt verschwendet hat. Hinter Ançay holte Patrick Wieser (Aadorf) Silber, Bronze sicherte sich Michael Ott (Kilchberg), der mit 2:23:47 eine persönliche Bestzeit lief.

Mit einer Überraschung endete die Schweizer Meisterschaft der Frauen. Nicht die Favoritin Luzia Schmid (Homburg) setzte sich durch, sondern Rachel Berchtold aus Zürich. In ihrem erst dritten Marathon steigerte sich die 30-Jährige um mehr als sieben Minuten auf 2:47:10. Hinter Schmid belegte Karin Jaun (Därligen) Platz 3. Für alle drei Athletinnen blieb die EM-Limite von 2:43:00 deutlich ausser Reichweite.


Zürich. Marathon. Männer: 1. David Kiprono Langat (Ken) 2:11:03. 2. Stanley Leleito (Ken) 2:11:36. 3. Daniel Kiptum (Ken) 2:14:00. 4. Kiprop Koriri Tuwei (Ken) 2:14:32. 5. Hailu Begashaw (Äth) 2:16:14. 6. Tewodros Zewdu (Äth) 2:17:51. 7. Dereje Tefera (Äth) 2:20:01. 8. (SM-1.) Tarcis Ançay (Sz/Vissoie) 2:20:53. 9. Hussein Awadah (Lib) 2:21:16. 10. (SM-2.) Patrick Wieser (Sz/Aadorf).
Ferner: 12. (SM-3.) Michael Ott (Sz/Kilchberg ZH) 2:23,47.

Frauen: 1. Olga Rossejewa (Russ) 2:35:43. 2. Lena Gavelin (Sd) 2:38:21. 3. Emebet Abossa (Äth) 2:44:40. 4. (SM-1.) Rachel Berchtold (Sz/Zürich) 2:47:10. 5. (SM-2.) Luzia Schmid (Sz/Homburg) 2:48:06. 6. Addis Gezahegne (Äth/Kriens) 2:49:03. 7. (SM-3.) Karin Jaun (Sz/Därligen) 2:50:07.


Läufe im Ausland:

Paris. Marathon. Männer: 1. Tadesse Tola (Äth) 2:06:41. 2. Alfred Kering (Ken) 2:07:11. 3. Wilson Kipsang (Ken) 2:07:13. 4. Benjamin Kiptoo (Ken) 2:08:01. 5. Daniel Kiprugut (Ken) 2:08:29. 6. Muluguta Wami (Äth) 2:08:32. - Frauen: Atsede Baysa (Äth) 2:22:04. 2. Christelle Daunay (Fr) 2:24:22. 3. Beyene Tsegaye Tirfi (Äth) 2:24:51.

Mailand. Marathon. Männer: 1. Jafred Chirchir Kipchumba (Ken) 2:09:15. 2. Charles Kamathi 2:11:24. 3. Teferi Kebede Balcha 2:11:35. - Frauen: 1. Ansakech Egigayehu Mengistu (Äth) 2:25:50. 2. Anne Bererwe Cheptanui (Ken) 2:28:22. 3. Yeshimebet Tadesse Bifa (Äth) 2:36:04.

(pre/sda)