Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Nach Tomizawas Tod
06. September 2010 10:34; Akt: 06.09.2010 11:11 Print
Tiefe Betroffenheit im Fahrerlager
Vor den Motorrad-Rennen in Misano wurde dem tödlich verunglückten Nachwuchsfahrer Peter Lenz gedacht. Wenige Stunden später muss die Motorsportfamilie den nächsten Todesfall beklagen.
Todesfälle im Sport
«An einem Tag, an dem so etwas Schreckliches passiert, ist alles andere egal», sagte MotoGP-Fahrer Valentino Rossi, nachdem er vom Tod von Shoya Tomizawa erfuhr. Keiner, den der Tod des sympathischen und im Fahrerlager äusserst respektierten Japaners nicht mitgenommen hätte. «Manchmal vergisst man, wie schnell so etwas passieren kann. Manchmal ist unser Sport zu gefährlich», meinte auch Andrea Dovizioso. Zum Zeitpunkt, als die beiden MotoGP-Fahrer auf der Strecke um Punkte kämpften, rang Tomizawa im Spital von Riccione noch um sein Leben.
Video
Sturz beim GP von San Marino
Dominique Aegerter trifft der Tod Tomizawas am härtesten. Der Japaner und der Schweizer bildeten in der neu gegründeten Moto2-Klasse das Team Technomag-CIP. Auf seiner Homepage spricht Aegerter sein Beileid aus – gleich nach dem Rennen hatte er sich ins Motorhome zurückgezogen. Der Deutsche Moto2-Fahrer Stefan Bradl zeigte sich ebenfalls tief bestürzt: «Das ist, als wenn ein Familienangehöriger stirbt.»
Motorenlieferant Honda liess über Vizepräsident der Racing Corporation Shuhei Nakamoto Beileid ausrichten: «Wir sind von dieser Neuigkeit sehr betrübt und unsere Gedanken sind natürlich bei Shoyas Familie und Freunden. Er war am Beginn seiner Grand Prix Karriere und heute haben wir einen tollen jungen Fahrer und ein Talent der Zukunft verloren. Shoya hatte diesen kämpferischen Spirit, wir alle werden ihn sehr vermissen … »
De Angelis' Rettungsversuch
Tomizawa zog sich die tödlichen Verletzungen zu, als er in einer schnellen Rechtskurve ausrutschte und von den nachfolgenden Fahrern Scott Redding und Alex De Angelis überfahren wurde. Der Spanier hatte eine Kollision mit dem Japaner noch zu verhindern versucht, indem er sich bemühte, am Japaner vorbei auf dessen Maschine aufzufahren. Sein Vorhaben misslang.
Tragische Nummer 74
Auf Tomizawas Lederkombi prangte auf dem linken Schulterblatt die Nummer 74. Diese steht in Töffkreisen zum Gedenken an seinen Landsmann Daijiro Kato, der 2003 in Suzuka tödlich verunglückte, als er in eine nur einen Meter von der Strecke entfernte Betonmauer krachte. Bis zum Tod von Tomizawa war Kato das letzte Todesopfer eines Motorrad-WM-Rennens gewesen.
13-Jähriger stirbt in den USA
Schon vor einer Woche schockte eine ähnliche Meldung die Motorrad-Fans. In der Aufwärmrunde zu einer Nachwuchs-Meisterschaft auf dem Indianapolis Motor Speedway stürzte Peter Lenz (13). Xavier Zayat (12) konnte nicht mehr ausweichen und erwischte den Amerikaner. Sanitätspersonal eilte zu Hilfe. Trotz intensiven Bemühungen konnte Peter Lenz nicht mehr gerettet werden: Drei Stunden später verstarb der Junge im Spital. Vor dem 125er-Rennen von Misano wurde Peter Lenz mit einer Schweigeminute gedacht.
(tog)
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
-
Alle 26 Kommentare





























In memories of Shoya Tomizawa Nr. 48
Vielen dank für diesen text. Ich weiss nicht mehr genau wann ich das letze mal einen so traurigen und treffenden text gelesen habe. an alle kritiker und besserwisser die meinen das man diesen sport verbieten soll, ich schäme mich nur für euch, denn hier ist mitgefühl angesagt keine kritik. Sogar ich mit meinen 18 jahren sehe das es nicht mehr lange geht bis wir vor lauter verboten in der schweiz nich mal mehr reden dürfen! Shoya wir werden dich und dein lachen nie vergessen!
Unüberlegt
Nehmt dieses Video vom Netz. Dies gehört sich nicht. Der Artikel ist okay, aber muss wirklich jeder sehen, wie ein junger Mensch sein Leben verliert? Auch News-Seiten dürfen sich nicht alles erlauben!
genau.. verbieten
zu verbieten sind alle jobs mit maschinen, alle berufe die mehr als 2m über der erde oder 0,5m unter erd- oder wasseroberflächen sind, alle sport- und berufsbereiche die mit tieren zu tun haben die treten, beissen oder würgen können... alle berufe die mit verschmutzungen in luft, wasser oder erde zu tun haben oder gar "schrecklassnach" mit rauchern in kontakt kommen. und sowieso alle, die mit verkehr in luft, wasser oder auf der strasse zu tun haben. alles viiiiiel zu gefährlich und könnten zum tode führen. alle die dies trotzdem tun.. wären dann selber schuld. wie einfach!