Mountainbike-WM

08. September 2017 19:52; Akt: 08.09.2017 20:48 Print

Wer stoppt Schurter vor dem totalen Triumph?

Mit seinem sechsten WM-Titel im Cross-Country kann Nino Schurter seiner bis anhin makellosen Saison am Samstag in Cairns die Krone aufsetzen.

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Das Weltcup-Programm bewältigte er ungeschlagen, das prestigeträchtige Cape Epic in Südafrika gewann er ebenfalls. Nun steht zum Abschluss der Saison das WM-Rennen im australischen Regenwald bevor. Nino Schurter ist natürlich der grosse Favorit.

Der Olympiasieger von 2016 reitet auf einer Welle des Erfolgs. Befreit vom Druck distanzierte er die Konkurrenz in dieser Saison reihenweise. Vor dem Saisonhöhepunkt am Samstag in Cairns (ab 6.30 Uhr Schweizer Zeit) sagt er: «Die Saison ist schon jetzt perfekt.»

Beim 31-jährigen Bündner passt derzeit alles. Er ist in Topform, verfügt über optimal abgestimmtes Material und sein Team funktioniert perfekt. Er ist total entspannt und rundum zufrieden. Er beklagt einen einzigen Defekt in dieser Saison, einen Kettenriss im unbedeutenden Swiss Bike Cup.

Konkurrenz auch aus eigenem Lager

Was kann da noch schiefgehen? «Vieles», sagt Schurter. Auf dem am Samstag wohl staubigen Kurs von Cairns droht etwa ein platter Reifen. An einigen Stellen gilt es mit der nötigen Aufmerksamkeit und Vorsicht zu fahren. Weniger heikel ist das Klima, das im Nordosten Australiens im Frühjahr jeweils feuchtheiss, nun aber trocken und bei Temperaturen unter der 30-Grad-Marke nicht allzu drückend ist.

Zu den ersten Herausforderern zählt Schurter mitunter zwei Schweizer: «Lars Forster und Florian Vogel sind super drauf.» Auch Altmeister Julien Absalon (37), den Deutschen Manuel Fumic, Maxime Marotte und den unberechenbaren Tschechen Jaroslav Kulhavy hat er auf der Rechnung. «Vor Julien habe ich am meisten Respekt. Er ist sicher am frischsten von allen, weil er eine verletzungsbedingte Pause hatte», so Schurter.

Neff angeschlagen

Bei den Frauen startet Jolanda Neff trotz ihres jüngsten Triumphs in Val di Sole ohne grosse Erwartungshaltung. «Ich habe keine Ahnung, was möglich ist», sagt die St. Gallerin. Zwar konnte sie den zuvor eingehandelten Trainingsrückstand während der Uni-Semesterferien wettmachen. Von der Schulterverletzung, die sie sich vor knapp sechs Wochen bei einem Trainingssturz vor der EM zuzog, hat sie sich aber noch nicht vollständig erholt. «Ich werde Umwege fahren müssen», kündigt sie an, weil gewisse Bewegungen wie Sprünge und das Anheben des Lenkers noch nicht möglich sind. Der Kurs in Val di Sole war ihr diesbezüglich entgegengekommen.

Wegen der Fragezeichen um Neff kommen die Favoriten nicht aus der Schweiz. Titel-Anwärterin Nummer 1 ist Yana Belomoina, die Gesamtweltcupsiegerin aus der Ukraine, gefolgt von der Polin Maja Wloszczowska, die sich rechtzeitig von ihrem Handgelenk-Bruch erholt hat. Die Urnerin Linda Indergand, Dritte beim Saisonauftakt in Nove Mesto, startet mit Aussenseiter-Chancen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Positiv am 09.09.2017 14:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Ziel, ein Weg und den Erfolg im Fokus

    Er hätte es sich mehr als verdient zum Sportler des Jahres gewählt zu werden.

  • Mario Eicher am 08.09.2017 21:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Swiss Bike Cup

    So unbedeutend sind die Rennen des Swiss Bike Cups nun also auch nicht...

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  • Miro am 08.09.2017 20:09 Report Diesen Beitrag melden

    Dann zu Hause bleiben

    Wenn man weiss, dass man den Lenker nicht heben und keine Sprünge machen kann und man Umwege fahren muss, dann sollte man zu Hause bleiben und jemandem den Platz frei machen der das alles kann.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Positiv am 09.09.2017 14:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Ziel, ein Weg und den Erfolg im Fokus

    Er hätte es sich mehr als verdient zum Sportler des Jahres gewählt zu werden.

  • Mario Eicher am 08.09.2017 21:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Swiss Bike Cup

    So unbedeutend sind die Rennen des Swiss Bike Cups nun also auch nicht...

    • Hug. am 09.09.2017 09:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Künstliche Sportart?

      Querfeldein Radrennen waren und sind Ergänzungsmöglichkeiten des Strassenrennsports im Winter um für den Sommer fit zu bleiben. Mit Cross Country Radrennen (es muss ja unbedingt ein englischer Name dafür herhalten) versucht man krampfhaft diese «Rennart» auch im Sommer zu etablieren. Leider unter grossem Protest der «Wanderer». Ich möchte die Erfolge der Schweizer nicht schmälern, man muss sie aber schon richtig einordnen.

    • Torschütze am 09.09.2017 11:29 Report Diesen Beitrag melden

      Künstlich?

      @Hug: Dann müsste man Fussball ab Ende Oktober bis März auch verbieten. Und ist nicht bald in einem Land im Nahen Osten eine grosse Fussballmeisterschaft? Im Monat Dezember.

    • Biker am 09.09.2017 20:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Hug.

      CC ist eine harte und konditionelle Sportart. Wenn du meinst sie hat kein Niveau(Erfolg schmälern), dann hast du keine Ahnung von der Sportart. Biken ist sowiso im aufschwung und bereitet auch vielen Hobbys Spass.

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  • Miro am 08.09.2017 20:09 Report Diesen Beitrag melden

    Dann zu Hause bleiben

    Wenn man weiss, dass man den Lenker nicht heben und keine Sprünge machen kann und man Umwege fahren muss, dann sollte man zu Hause bleiben und jemandem den Platz frei machen der das alles kann.

    • Biketeam12 am 08.09.2017 20:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Miro

      Sie haben ja jetzt schon zu viele Fahrer von den Frauen mitgenommen. Welche die 10 Minuten Rückstand auf Neff haben. Was will man damit erreichen bei einem Rennen, bei dem es um Titel geht...

    • marko 32 am 08.09.2017 21:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Miro

      Super

    • marko 32 am 08.09.2017 21:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Biketeam12

      Super

    • Miro am 09.09.2017 00:05 Report Diesen Beitrag melden

      @Biketeam12

      Ja aber was will man an einer Weltmeisterschaft mit einer Fahrerin die noch nicht wieder gesund ist und wichtige Dinge die beim Mountainbike fahren so anfallen, nicht tun kann? Ich meine die WM bei MTB gibts laufend, ist ja nicht so wie Olympiade die nur alle vier Jahre stattfindet und man eher mal etwas zu viel riskiert um dies nicht zu verpassen. Eine zusätzliche Belastung der Gesundheit ist einfach nicht sinnvoll. Ich will sie sehen wenn sie gesund ist und so das Potential hat zu gewinnen.

    • Max am 09.09.2017 06:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Miro

      Alles Dummschwäzer und Besserwisser: Sie hat das Rennen gewonnen :-)

    • Heidi Wolf am 09.09.2017 06:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Miro

      Hauptsache Kommentar abgeben, auch ohne Kenntnisse! Am Mittwoch hat CH-Team dank Jolanda Neff und Nino Schurter Gold gewonnen :-) Miro heute am TV gesehen oder wenigstens gelesen: herzlichste Gratulation zur Goldmedaille Jolanda Neff ;-))

    • Ueli am 09.09.2017 09:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Miro

      Trotz diesen Einschränkungen ist sie immer noch die beste Schweizerin. Zudem entscheidet ein Sportler/in in einem solchen Moment immer noch selber, ob ein Wettkampf zumutbar ist.

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